16.10.2016

Hard scheitert an Minsk

Foto: Der erst 21-jährige Daniel Dicker erzielte vier Tore gegen die Weißrussen. / Foto: Zaponig

Die Siegesserie des ALPLA HC Hard ist am Sonntagnachmittag im Sportpalast Minsk zu Ende gegangen. Nach zuletzt ligaübergreifend zehn Siegen in ebenso vielen Pflichtspielen musste sich der souveräne Tabellenführer der Handball Liga Austria im Rückspiel zur 2. EHF-Cup-Qualifikationsrunde bei SKA Minsk (BLR) mit 25:31 (10:14) geschlagen geben.

Die Weißrussen zogen damit mit dem Gesamtscore von 56:53 Toren in die 3. Qualifikationsrunde des EHF-Cups ein. Das Hinspiel in Vorarlberg konnten die Eurofighter vom Bodensee nach hartem Kampf vor einer Woche noch mit 28:25 (11:11) für sich entscheiden.

Gegen den sechsfachen Europacup-Gewinner gerieten die Roten Teufel – weiterhin ohne die Langzeitverletzten Boris Zivkovic (Kreuzband) und Roland Schlinger (Rücken) – gleich in der Startphase in einen 0:3-Rückstand. Nach zehn Minuten gelang der Hrachovec-Sieben der Ausgleich zum 4:4.

Mit Fortdauer der Partie drückte der körperlich sehr starke Armeesportklub vor über 2000 Zuschauern jedoch immer mehr dem Spiel den Stempel auf und führte nach 20 Minuten mit 9:6. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Hard noch einmal auf ein Tor heran. Doch etliche Zeitstrafen und eine mangelnde Chancenauswertung schlugen sich negativ zu Buche.

Nach Wiederanpfiff (14:10) verkleinerten Kapitän Dominik Schmid und Co. mehrmals  den Rückstand auf zwei Tore (37. Minute 18:16). Aber immer wieder passierten im Harder Angriff technische Fehler, Topchancen wurden ausgelassen. 

Die Weißrussen ließen sich nicht zweimal bitten und zogen spielentscheidend auf 22:16 weg. Bis zur Schlusssirene kamen Spielmacher Gerald Zeiner, mit sieben Toren der erfolgreichste Hard-Werfer, und seine Mitstreiter aber nicht mehr näher als fünf Tore an den Gastgeber heran.

Mit der 25:31 (10:14)-Auswärtsniederlage ist für den fünffachen österreichischen Meister das Europacup-Engagement in dieser Saison beendet. „Wir haben für ein Auswärtsspiel zu viele Chancen liegen gelassen“, beklagte Hard-Cheftrainer Petr Hrachovec die erste Saisonniederlage seiner Schützlinge: „Bei uns hat die Angriffsleistung diesmal 60 Minuten nicht gepasst und Minsk hat dies eiskalt ausgenützt. Das hat uns den Aufstieg gekostet.“ An Ende fehlten nach 120 Spielminuten drei Tore für den Einzug in die nächste Quali-Runde.

Bereits Montagnacht um 2.30 Uhr beginnt für die 23-köpfige Harder Delegation die Rückreise in die über 2000 km entfernte Heimat.  Montagmittag werden die Hrachovec-Schützlinge wieder im Ländle eintreffen und sich auf das HLA-Schlagerspiel am Freitag, 21. Oktober, in Schwaz vorbereiten.

2. Qualifikationsrunde im EHF-Cup, Rückspiel:

SKA Minsk (BLR) – ALPLA HC Hard 31:25 (14:10), Sportpalast Minsk, 2000 Zuschauer, SR Harabagiu/Stanescu (ROU), EHF-Delegierter Goralczyk (POL). Tore: Vailupau 10/3, Shynkel 5, Brouka 5, Kulesh 3, Gayduchenko 3, Karalek 2, Padshyvalau 2, Karvatski 1 bzw. Zeiner 7/2, Weber 4, Dicker 4, Schmid 3, Tanaskovic 3, Raschle 2, Surac 2. Zeitstrafen: 4 bzw. 8. Hinspiel 28:25 (11:11) für Hard. Gesamtscore 56:53 für Minsk