26.02.2016

Österreich für Bulgarien-Spiel in Bregenz gewappnet

Stefanie Kaiser / Foto: ÖHB

Kurz vor den beiden wichtigen EM Qualispielen gegen Bulgarien, 09. März Gabrovo und 12. März Bregenz, konnte sich Österreichs Handball Damen Nationalteam in der Südstadt bei einem Trainingslehrgang den letzten Feinschliff holen. Erneut musste Teamchef Herbert Müller dabei einige wichtige Stützen vorgeben. Allen voran schmerzt der Ausfall von Beate Scheffknecht, die sich kürzlich eine Rippenprellung zuzog. Bislang ist noch nicht geklärt ob es sich dabei sogar um einen Bruch handelt. Für die Spiele gegen Bulgarien ist sie jedenfalls fraglich. Ob mit oder ohne Scheffknecht, für Müller zählen aus diesen beiden Spielen nur vier Punkte.

„Wir müssen unsere Leistung abrufen und aus diesen beiden Spielen vier Punkte mitnehmen“, stellt Teamchef Herbert Müller klar, warnt aber gleichzeitig vor dem Gegner: „Leicht ist heute keine einzige Aufgabe mehr, es wird immer schwerer. Wir müssen rasch die richtigen Lösungen im Spiel finden und stark auf ihren Rückraum aufpassen.“

Kurz vor diesen beiden wichtigen Qualifikationsspielen zur EURO 2016 hatte der Coach nochmals die Möglichkeit bei einem Trainingslehrgang mit seinen Teamspielerinnen sein Konzept einzustudieren. Herbert Müller: „Je öfter wir uns sehen und Übungen abhalten können, Kleinigkeiten einüben können, die Taktik einstudieren können, umso automatisierter funktionieren die Abläufe auch im Spiel.“

Die Zusammenarbeit mit dem IMSB wurde in den letzten Monaten nochmals intensiviert. Anhand von Laktattests wurden individuelle Trainingspläne für die Spielerinnen erstellt. „Wir versuchen auf jeder Ebene an das Niveau der Topteams heranzukommen“, verrät Müller.

Bulgarien gefährlicher als im Herbst

Eingehend wurden die Spiele der Bulgarinnen gegen Spanien und die Niederlande studiert. Größte Gefahr sieht man bei ihrem Spiel aus dem Rückraum. Vor allem auf Elizabeth Omoregie wird besonderes Augenmerk gelegt, Herbert Müller: „Sie ist äußerst gefährlich, kann auf allen Rückraumpositionen spielen. Zudem ist sie die Impulsgeberin in ihrem Team und eine der besten Werferinnen.“

Die bei RK Krim Mercator (SLO) engagierte 19-Jährige fehlte den Bulgarinnen im Herbst. Gegen Österreich steht sie ihrem Team wieder zur Verfügung.

Doch auch Müller kann wieder mehr aus dem Vollen schöpfen als noch vor wenigen Monaten. Speziell Sonja Frey arbeitet sich wieder rasch an ihre alte Form heran, nachdem sie fast ein Jahr verletzungsbedingt ausfiel.

Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Spanien und die Niederlande stehen Österreichs Damen gegen Bulgarien jedenfalls unter Druck. Nur durch zwei Siege kann die Truppe von Herbert Müller die Chance auf eine EM-Teilnahme wahren. Um sich als Gruppenzweiter direkt zu qualifizieren, müsste dem Team in der Folge noch zumindest ein Sensationserfolg gegen Spanien und/oder die Niederlande gelingen. Doch auch das beste drittplatzierte Team aller Gruppen aus der Qualifikation sichert sich das Ticket nach Schweden.

Sorge um Scheffknecht

Einige Sorgenfalten wird der Teamchef allerdings nicht los. Kaum meldeten sich im Herbst mit Sonja Frey und Beate Scheffknecht zwei wichtige Stützen des Nationalteams wieder fit, macht nun ausgerechnet Zweitgenannte dem Team erneut Sorgen. Im Spiel gegen Oldenburg zog sie sich eine Rippenprellung zu. Allerdings ist noch nicht geklärt ob es sich dabei sogar um einen Bruch handelt.

Wie gewohnt bleibt der Teamchef aber optimistisch: „Hoffentlich wird Beate schnell fit. Ohne sie könnte das Spiel gegen Bulgarien kippen, aber ich bin zuversichtlich, dass sie spielen kann. Ob mit oder ohne sie, wir müssen diese Spiele gewinnen.“

Gespräche über Zukunft

Der Teamchef nutzte beim Trainingslehrgang jede freie Minute um mit seinen Spielerinnen individuelle Gespräche zu führen. Dabei standen auch etwaige Vertragsverlängerungen, bzw. Angebote im Mittelpunkt, Herbert Müller: „Wer geht wo hin? Mit wem kann man planen? Es ist wichtig, dass wir zusammenwachsen und einen Kader über einen längeren Zeitraum haben.“

Heimspiel im Tripple mit HLA und Handballspecials Vorarlberg vs. WAT Fünfhaus Handballspecials-Wien

Das Heimspiel gegen Bulgarien am 12. März in Bregenz wartet mit etlichen Leckerbissen auf. Bereits um 17:00 Uhr zeigen die Teams der Handballspecials Vorarlberg und des WAT Fünfhaus Handballspecials-Wien ihr Talent. Das Projekt SOZIALER HANDBALL, Handball für Menschen mit mentaler Behinderung, startete bereits vor sechs Jahren. Eine Vorreiterrolle spielte dabei der Verein Handballspecials TS Dornbirn, die nach ihrer Gründung zunächst gegen deutsche Vereine antraten. Im Sommer erfolgte dann die Gründung des WAT Fünfhaus Handballspecials.

Um 18:00 Uhr treten dann die beiden Teams Bregenz Handball und ALPLA HC Hard in der HLA auf den Plan. Im Vorarlberg-Derby geht es für beide Teams um wichtige Punkte für eine gute Ausgangsposition im oberen Playoff.

Als Krönung folgt danach das EM-Quali-Spiel Österreich vs. Bulgarien.

Tickets für das Länderspiel werden ausschließlich über Bregenz Handball verkauft und gelten auch für das HLA-Spiel:

Zeitplan Länderspiel AUT vs. BUL, 12. März 2016, Bregenz

15:30 Uhr            HLA U20 Bregenz Handball vs. ALPLA HC Hard

17:00 Uhr            Handball Specials: Handballspecials Vorarlberg gegen WAT Fünfhaus Handballspecials-Wien

18:00 Uhr            HLA Bregenz Handball vs. ALPLA HC Hard

20:25 Uhr            EM-Quali: AUT vs. BUL 

Qualifikation zur EURO 2016


Spanien vs. Österreich 25:15 (13:6)

07. Oktober 2015, 20:30 Uhr, Santiago de Compostela, Spanien


Österreich vs. Niederlande 25:31 (11:13)

11. Oktober 2015, 18:15 Uhr, BSFZ Südstadt

Bulgarien vs. Österreich

09.03.2016, 17:00 Uhr (18:00 Uhr Ortszeit) Gabrovo

Live auf ORF Sport+ ab 17:15 Uhr

Österreich vs. Bulgarien

12.03.2016, 20:25 Uhr, Bregenz, Untere Burggräflergasse 11


Österreich vs. Spanien

01.06.2016, 20:25 Uhr, Innsbruck „Olympiaworld“

Niederlande vs. Österreich

04.06.2016, 16:00 Uhr, Den Bosch


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