18.06.2015

Beachhandball – eine
italienische Idee

Beachhandball ist eine moderne Sportart mit einer noch sehr jungen Geschichte. Sucht man nach ihren Ursprüngen, gelangt man zunächst auf die Apennin Halbinsel, wo man die Sportart als „un idea tutta italiana“, also als eine rein italienische Erfindung betrachtet, die 1990 sozusagen aus der Retorte kam. Damals entwickelte der dem italienischen Handballverband (FIGH) angehörende Professor Bartolini auf Anregung des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) in enger Anlehnung an den dort bereits sehr populären Beachvolleyballsport erste elementare Regeln für Strandhandball. Die ersten Handballspiele auf Sand wurden deshalb auch noch auf Beachvolleyballfeldern ausgetragen, die erst nach und nach den heutigen Dimensionen angepasst wurden. Viele der Regeln des „Urspiels“ wurden jedoch unverändert von der International Handball Federation übernommen und gelten noch heute.

Grundlegende Spielregeln:
Das Spielfeld hat die Außenmaße von 27 x 12 m. Die Tore sind wie in der Halle 2 x 3.
Der Torraum wird durch eine parallel laufende, gerade Linie 6m von der Torlinie entfernt im Feld gekennzeichnet. Feldspielern ist das Betreten des Torraumes nicht gestattet.
Der Wechselraum umfasst die gesamt Spielfläche – 15 m – der jeweiligen Mannschaft in Angriffsrichtung rechts neben dem Feld.
Gespielt werde zwei Halbzeiten, die jeweils separat voneinander gewertet werden. Steht es nach zwei Halbzeiten unentschieden wird das Spiel in einem Shoot-Out entschieden.
Jedem Team steht pro Halbzeit ein Team-Timeout von 1 Minute Dauer zu.
Eine Mannschaft sollte aus 8 Spielern bestehen. Auf dem Feld spielen pro Mannschaft 3 Feldspieler und ein Torwart, der sich von den Feldspielern durch ein andersfarbiges Trikot unterscheidet. Der Torwart kann in den Angriff miteinbezogen werden, sodass ähnlich wie im Eishockey eine Powerplaysituation entsteht.
 Wertung des Spiels: Das Spiel wird nicht wie im normalen Hallenhandball durch Tore entschieden, sondern durch Punkte: 1 Punkt bei – Tore aus dem Spiel heraus; 2 Punkte – Tore nach einer Drehung um 360 Grad, Torwart Tore – wenn der Torwart aus dem Torraum in den Angriff geht und Strafwurf Tore – von der 6 m Torraumlinie, 3 Punkte – sogenannte Kempatore

Beachhandball bald olympisch:

Beachhandball soll nach dem Willen des Handball-Weltverbandes IHF olympisch werden. „Der Wunsch der IHF ist, dass Beachhandball im Jahr 2024 olympisch ist“ bestätigte IHF-Geschäftsführerin Amal Khalifa dem Fachmagazin Handball inside entsprechende Pläne der internationalen Handball-Föderation.
Entscheidung fällt 2017:

Im Juli 2015 würden in Lausanne, am Sitz des internationalen Olympischen Komitees (IOC), zwei Auswahlmannschaften die Attraktivität des Beachhandballs demonstrieren, so Khalifa. Über das Programm der Olympischen Spiele 2024 entscheidet das IOC im Sommer 2017. Mit der Aufnahme in das Programm der Olympischen Jugendspiele 2018 in Buenos Aires hatte Beachhandball bereits eine Aufwertung erfahren.