10.02.2019

Zweite Medaille für
Vanessa Herzog

Nach dem Weltmeistertitel über 500 Meter lief Vanessa Herzog am dritten Tag der Einzelstreckenweltmeisterschaften über 1.000 Meter der Damen zur Silbermedaille. Die Sprintspezialistin aus Österreich musste sich 24 Stunden nach ihrem Titelgewinn nur der großen Favoritin Brittany Bowe aus den Vereinigten Staaten geschlagen geben und kletterte als Zweite auf das Podest. Dritte wurde die Japanerin Nao Kodaira.

"Eine Medaille war der Traum. Mit Gold und Silber brauche ich mich jetzt nicht beschweren. Der Lauf über 500 Meter am Freitag war perfekt und der Tausender war sehr zäh, aber ein geiles Rennen", zog die 23-Jährige eine zufriedene Bilanz in Inzell. Sie holte damit die insgesamt fünfte Medaille für Österreich bei Einzelstreckenweltmeisterschaften, die seit 1996 ausgetragen werden. "Ich bin sehr müde ins Bett gefallen gestern, aber beim Aufwachen war die Anspannung schon wieder da, denn mit den 1.000 Metern stand ja noch ein Wettbewerb für mich am Programm. Ich konnte den Titelgewinn ganz gut ausblenden. Ab dem Abend nach der Auslosung stand der Tausender in meinem Blickfeld", erklärte die nun zweifache Medaillengewinnerin.

Vor allem die ersten eineinhalb Runden am Samstag wollte sie sehr schnell angehen und ihre Sprintstärke ausspielen: "Unter 27 Sekunden war der Plan für die erste Runde und den habe ich eingehalten. In der letzten Runde bin ich nicht so gestorben wie bei den letzten Rennen", erklärte Herzog, die in der letzten Paarung des Bewerbs startete: "Ich habe die Zeiten der Gegnerinnen im Blick gehabt und die Führung war schon schneller als meine persönliche Bestleistung. Es war mir klar, dass ich das nicht schaffe, allerdings wusste ich, dass die Zeit von Kodaira, die auf Rang zwei lag, machbar wäre".

Mit 1:14.38 war sie zwar 97 Hundertstel langsamer als Bowe, die ihren eigenen Bahnrekord um gleich sechs Zehntel pulverisierte, allerdings um fünf Hundertstel schneller als Kodaira, die wie am Freitag das Nachsehen gegenüber der knapp zehn Jahre jüngeren Österreicherin hatte. Für die Weltmeisterin über 500 Meter und Europameisterin im Sprintvierkampf ist die Saison aber noch nicht zu Ende. In zwei Wochen warten die Sprintweltmeisterschaften, wo genau wie im Januar bei der EM in Klobenstein die Addition der vier Einzelstrecken (2x 500, 2x 1.000 Meter) zählt für die Medaillen. Anfang März steht dann auch noch das Weltcupfinale in Salt Lake City am Programm von Herzog, die über 500 Meter ihren Gesamtweltcupsieg aus der letzten Saison wiederholen kann.

Ein erfreuliches Ergebnis für Österreich gab es auch beim gleichzeitig stattfindenden Weltcupfinale der Junioren in Baselga di Pine. Der 18-jährige Tiroler Gabriel Odor gewann die 3.000 Meter der Junioren in 3:56.65. "Ich habe mit dem Sieg überhaupt nicht gerechnet, ich hoffte auf einen Podestplatz. Mein Kontrahent aus Italien ist unglaublich schnell angegangen, aber ich blieb ruhig und habe ihn in den letzten drei Runden noch abgefangen", berichtete der Grinzener. Bei den Juniorinnen belegte Anna Molnar den neunten Rang über 3.000 Meter. Den siebten Platz gab es für sie und ihren beiden Teamkolleginnen Anna Petutschnig und Viktoria Schinnerl im Teamsprint.

Einzelstrecken Weltmeisterschaften in Inzell, GER - Samstag
Resultat 1.000 Meter Damen:
GOLD: Brittany Bowe (USA) 1:13.41
SILBER: Vanessa Herzog (AUT) 1:14.38 (+ 0,97)
BRONZE: Nao Kodaira (JPN) 1:14.44 (+ 1,02)


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