14.12.2017

Zugg und Co. in China

Am 15. und 16. Dezember 2017 finden die ersten Weltcuprennen der Saison für die Skibergsteiger im Chinesischen Chongli (Wanlong Ski Resort) statt. Der Internationale Verband der Skibergsteiger (ISMF) hat sich für diesen Saisonauftakt entschieden, um die internationale Ausrichtung der Sportart zu unterstreichen. Üblicherweise werden die ersten Weltcuprennen ab Mitte Jänner einer Saison durchgeführt. Somit startet für die Nationalmannschaft die Saison deutlich früher.

Dieser vorgezogene Auftakt in die Weltcupsaison und auch der interkontinentale Einsatz stellt die AthletInnen des Österreichischen Teams mit ihren Betreuern vor neue Herausforderungen, für die man jedoch bestens gerüstet ist. Das erste Rennen am Freitag (15. Dezember) ist ein Vertical-Bewerb mit nur knapp über 500 Höhenmetern, was auf ein sehr schnelles und kurzes Rennen schließen lässt. Beim Sprint-Bewerb am Folgetag heißt es nach der Qualifikation über die Finalläufe ein Top-Ergebnis im abschließenden Finallauf zu erreichen!

Die Österreichischen Skibergsteiger zählen inzwischen zur internationalen Weltklasse und haben in der vergangenen Saison die erfolgreichste seit Bestehen hingelegt. Entsprechend motiviert geht auch das Team mit Jakob Herrmann (Salzburg), Daniel Zugg (Vorarlberg) und Alexandra Hauser (Tirol) an den Start. Der sportliche Leiter, Josef Gruber, formuliert die Ziele: „Wenn wir Top-10-Ergebnisse erreichen sind wir sehr zufrieden. Diese Rennen dienen für uns zur Standortbestimmung. Mit diesen Erkenntnissen wollen wir die Vorbereitung auf die Europameisterschaft Ende Februar noch gezielter ausrichten!“

Jakob Herrmann, Salzburg
    
Mit seinen beiden Podiumsplätzen bei den Individual-Bewerben zum Saisonende in Mondole (Rang 2 / Italien) und Val d´Aran (Rang 3 / Spanien) und seinem 3. Platz im Teambewerb beim Grand Course „Trofeo Mezzalama“ konnte sich Jakob Herrmann (Werfenweng) in der Weltspitze etablieren.

„Mit der aktuellen Vorbereitung ist eine individuelle Trainingsgestaltung möglich und wir können glücklicherweise unsere persönlichen Präferenzen einfließen lassen. Mein großes Ziel ist es einen Weltcup zu gewinnen und bei der Europameisterschaft eine Medaille zu gewinnen!“

Alexandra Hauser, Tirol

Die Quereinsteigerin Alexandra Hauser (St. Johann) überraschte die Szene mit einem dritten Platz beim Vertical-WM-Rennen in Piancavallo (Italien) und bestätigte ihr Potential beim Saisonabschluss in Val d´Aran (Spanien) mit Platz 1 beim Vertical-Bewerb und Rang 5 beim Individual-Bewerb (jeweils Espoir-Wertung).

„Mit einer gezielteren Vorbereitung als in der letzten Saison bin ich zuversichtlich, an die Erfolge des Vorjahres anschließen zu können. Zu meiner Stärke zählt das Vertical, hier hoffe ich auf ein Top-Ergebnis.“

Daniel Zugg, Vorarlberg

Auch der Vorarlberger Daniel Zugg, erstmals in dieser Saison ein HSZ-Athlet, erreichte beim Sprint-Bewerb in Mondole (Italien) mit Rang 3 ebenfalls einen Weltcup-Podestplatz. Seinen Focus in der Vorbereitung hat der Montafoner auf den Sprint-Bewerb gelegt.

„In unserer Trainingsgruppe trainieren wir auf einem sehr hohen Niveau und wir pushen und fordern uns gegenseitig. Somit können wir uns sehr gut auf das anspruchsvolle internationale Wettkampfniveau einstellen. Mein Saisonziel ist die Bestätigung der Ergebnisse vom Vorjahr und erneut Podestplätze im Sprint-Bewerb!“


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