27.02.2019

Achtes Gold für Norwegens Langläufer

Seefeld am Mittwoch – die Sonne strahlte vom blauen Himmel und dennoch lag über der 52. Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in der Olympiaregion ein dunkler Schatten. Der Doping-Skandal mit insgesamt fünf Festnahmen vor Ort, davon zwei österreichischen Langläufern, drängte den tollen sportlichen Erfolg von Martin Johnsrud Sundby in den Hintergrund.    
   
Der Norweger hatte über 15 Kilometer in der klassischen Technik vor über 10.000 Zuschauern mit einem tollen Finish Gold gewonnen, und zwar vor dem Russen Alexander Bessmertnych (+2,9 Sekunden Rückstand), sowie dem finnischen Titelverteidiger Iivo Niskanen, der mit 20 Sekunden Rückstand Bronze holte.    
   
Aus österreichischer Sicht war nach der Festnahme von Max Hauke nur ein Athlet am Start und zwar Luis Stadlober, der allerdings – sichtlich geschockt von den Vorfällen in den  Vormittagsstunden – nicht über den 56. Platz hinauskam. Sein Rückstand? 4:27,0 Minuten. Es war ein unglaublich spannendes Rennen, in dem Sundby nach zwei Staffel-Titeln sein erstes Einzelgold bei einer Weltmeisterschaft eroberte. Dem  zweimaligen Tour-de-Ski- und dreifachen Gesamtweltcupsieger war es   gelungen, über den Winter hinweg die Form perfekt aufzubauen und genau zum Höhepunkt – also bei der WM - seine beste Leistung abzurufen. Und nach Bronze im Skiathlon gab nunmehr als Draufgabe noch Gold. Den Sieg hatte sich der Norsker gleichsam auf den letzten Metern hart erkämpft, wo er gerade einmal 2,9 Sekunden Vorsprung in das Ziel rettete.   
   
Stimmen/Voices:   
   
Martin Johnsrud Sundby (NOR): „I knew it would be really tight and until the very end I thought, I fight 'just' for bronze here. When I was told I was slightly ahead, I gave it all once more – I even felt dizzy and only at the finish line I realized: I had made it!"   
   
Alexander Bessmertnykh (RUS): "I come from Siberia, so I am not used to conditions like this around 15 ° Celsius. But the conditions were the same for all of us and I am satisfied with my medal.   
   
Iivo Niskanen (FIN): „I was in the south during vacation and could adapt rather well to these temperatures and conditions.”