21.01.2018

Comeback-Triumph von Bernjamin Karl

Benjamin Karl hat sein Comeback nach den vor sechs Wochen erlittenen Verletzungen im rechten Sprunggelenk (Bruch des Sprungbeins, zwei Bänderrisse) am Sonntag mit dem Triumph beim Weltcup-Parallelriesentorlauf in Rogla (SLO) gekrönt. Bei den Damen steuerte Sabine Schöffmann als Zweite einen Stockerlplatz für die rot-weiß-roten Raceboarder bei.   
   
Nach einem souveränen Auftaktsieg im 16er-Finale gegen den Russen Dmitry Sarsembaev setzte sich Karl im Viertelfinale gegen den Slowenen Tim Mastnak (0,04 Sekunden) und im Semifinale gegen den Italiener Roland Fischnaller (0,07) jeweils um einen Wimpernschlag durch. Im großen Finale gab der entfesselt fahrende Niederösterreicher dem Bulgaren Radoslav Yankov um 46 Hundertstelsekunden das Nachsehen. Der vierfache Weltmeister feierte damit seinen 16. Weltcup-Sieg und stellte die Marke seines Team- und Zimmerkollegen Andreas Prommegger ein, der gestern den ersten Bewerb in Rogla gewonnen hatte. Heute wurde der Salzburger nach seinem Aus im Achtelfinale gegen den Südkoreaner Sangho Lee Elfter.   
   
"Ich habe während meiner Verletzungspause sehr viel im mentalen Bereich gearbeitet, um auch vom Kopf her möglichst stark zurückzukommen. Ich kann zum Glück fast schon wieder komplett schmerzfrei fahren, was speziell bei so unruhigen Bedingungen wie hier sehr wertvoll ist. Dass ich in guter Form bin, habe ich an diesem Wochenende gezeigt. Und dass ich mich auf sportlichem Weg für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte, taugt mir auch extrem", sagte Karl, der beim gestrigen Rennen bereits Dritter geworden war.   
   
Bei den Damen musste sich die Kärntnerin Sabine Schöffmann im großen Finale der Deutschen Ramona Hofmeister um 0,17 Sekunden geschlagen geben. "Ich bin extrem erleichtert, dass es hier mit dem ersten PGS-Podestplatz in dieser Saison für mich geklappt hat. Ich war heute den ganzen Tag sehr angespannt und bin froh darüber, dass ich trotzdem eine Topleistung abrufen konnte", freute sich Schöffmann, die sich mit Platz zwei für einen Einsatz im olympischen Parallelriesentorlauf in Pyeongchang empfohlen hat. Die vierfache PGS-Saisonsiegerin Ester Ledecka (CZE) verzichtete heute wegen einer Erkältung auf einen Start.    
   
Daniela Ulbing unterlag im Duell um Rang drei der Russin Alena Zavarzina um 0,24 Sekunden und wurde als zweitbeste Österreicherin Vierte. Julia Dujmovits (5.) und Ina Meschik (7.) erreichten jeweils das Viertelfinale. Für die Vortageszweite Claudia Riegler war nach einem Ausrutscher bereits im ersten Qualifikationslauf Endstation. Bei den Herren verpassten Alexander Payer (24.), Sebastian Kislinger (26.), Lukas Mathies (27.) und Johann Stefaner (38.) den Einzug in das 16er-Finale.  


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