12.12.2017

Raceboarder starten
mit Dreierpack

Ein Weltcup-Auftakt von 0 auf 100 – das trifft in dieser Woche auf die Raceboarder zu, die in Italien mit drei Rennen innerhalb von drei Tagen mit vollen Akkorden in die Olympia-Saison 2017/18 starten. Am Donnerstag steht ein Parallelriesentorlauf auf der "Pra-di-Tori"-Piste in Carezza auf dem Programm, gefolgt von einem weiteren PGS sowie einem Parallelslalom am Freitag und Samstag in Cortina d'Ampezzo.   
   
In Abwesenheit des vierfachen Weltmeisters Benjamin Karl, der sich am vergangenen Samstag ausgerechnet in Carezza, wo er im Dezember 2016 den bisher letzten seiner insgesamt 15 Weltcup-Siege gefeiert hat, einen Bruch des Sprungbeins sowie zwei Bänderrisse im rechten Sprunggelenk zugezogen hat, bietet ÖSV-Parallel-Headcoach Ingemar Walder bei diesem "Dreierpack" sechs Damen und acht Herren auf.   
   
Walder hat seine Schützlinge in den Herbstmonaten nicht nur auf europäischen Gletschern, sondern auch in einem fast dreiwöchigen Trainingslager in Copper Mountain im US-Bundesstaat Colorado auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet: "Wir haben aus dem Trainingsaufenthalt in Colorado das Optimum herausgeholt. Da sich dort die Wetter- und Schneebedingungen immer wieder geändert haben, waren die Athleten stets gefordert, sich schnell auf neue Verhältnisse einzustellen. So waren Einheiten auf pickelharter Piste und bei großer Kälte ebenso dabei wie Trainingsfahrten bei weichem Schnee. Das abschließende Rennhangtraining in Carezza war natürlich durch die Verletzung von Benjamin Karl getrübt. Aber wer ihn kennt, der weiß, dass er alles daran setzen wird, um möglichst rasch in den Weltcup zurückzukehren", sagte Walder.   
   
Von den heimischen Damen hat die Kärntnerin Sabine Schöffmann mit einem Triumph beim stark besetzten Europacup-Parallelriesentorlauf am vergangenen Sonntag in Hochfügen eine perfekte Generalprobe für den Weltcup-Start hingelegt. "Dieser Erfolg ist eine Bestätigung dafür, dass bei mir im Riesentorlauf viel weitergegangen ist. Der Sieg hat auch meinem Selbstvertrauen sehr gut getan, denn mit dem Hang in Hochfügen bin ich in den vergangenen Jahren nie wirklich zurechtgekommen", meinte Schöffmann.   
   
Gute Erinnerungen verbindet Ina Meschik mit Carezza, hat die Kärntnerin doch im Vorjahr auf der "Pra di Tori" ihren Premierensieg im Weltcup gefeiert. "Ich fühle mich in Carezza sehr wohl, deshalb bin ich nach dem Training in der Vorwoche gleich hier geblieben. Ich freue mich, dass es nach der intensiven Vorbereitung jetzt endlich losgeht", sagte Meschik, die wieder mit dem ÖSV-Team trainiert, nachdem sie in der Vorsaison mit einem Privatcoach gearbeitet hatte.   
   
Olympiasiegerin Julia Dujmovits hat im vergangenen Sommer zum bereits sechsten Mal ihre Trainingszelte auf Maui in Hawaii aufgeschlagen. "Ich finde dort optimale Bedingungen vor, um Körper und Geist nach einer langen Saison wieder in Balance zu bringen. Es ist der perfekte Ort, um die abgelaufene Saison noch einmal zu reflektieren, die Gedanken neu zu sortieren und sich auf das nächste Ziel zu fokussieren – und das war, ist und bleibt auch für Pyeongchang olympisches Gold. Dafür ist es aber wichtig, gleich am Beginn der Saison voll da zu sein und um Spitzenplätze mitzufahren", betonte die Burgenländerin.   
   
Voller Optimismus geht auch Doppelweltmeister Andreas Prommegger in die Olympia-Saison. "Ich habe in Sachen Materialabstimmung meine Hausaufgaben gemacht und bin auch körperlich gut drauf – es kann also losgehen. Einziger Wermutstropfen ist natürlich, dass ich jetzt einige Zeit ohne meinem Zimmerkollegen auskommen muss. Ich wünsche Benji (Benjamin Karl, Anm.) eine rasche Genesung, damit er möglichst schnell wieder im Weltcup zurück ist", so Prommegger.   
   
Der Kärntner Alexander Payer hat mit einem zweiten Platz beim EC-PGS am Sonntag in Hochfügen noch eine Portion Selbstvertrauen getankt. "Im Parallelriesentorlauf läuft es bei mir besser, als das in den vergangenen Saisonen der Fall gewesen ist. Dabei spielt sicher auch eine Rolle, dass ich eine gute Abstimmung zwischen Brett, Bindung und Schuh gefunden habe", erklärte Payer.   
   
Lukas Schneeberger hat sich mit einem starken vierten Rang in Hochfügen ebenso ein Ticket für die Rennen in Italien gesichert wie sein steirischer Landsmann Arvid Auner und der Kärntner Fabian Obmann.   
   
*** ÖSV-Aufgebot für die Parallel-Weltcuprennen in Carezza und Cortina d'Ampezzo (ITA): ***   
   
Damen (6): Julia Dujmovits (B), Jemima Juritz (K), Ina Meschik (K), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann (K), Daniela Ulbing (K).   
   
Herren (8): Arvid Auner (ST), Sebastian Kislinger (ST), Lukas Mathies (V), Fabian Obmann (K), Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S), Lukas Schneeberger (ST), Johann Stefaner (K).   
   
*** Programm Carezza (PGS): ***   
   
Donnerstag, 14. Dezember 2017:   
08.45 Uhr: Qualifikation   
12.30 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren   
   
*** Programm Cortina d’Ampezzo: ***   
   
Freitag, 15. Dezember 2017 (PGS):   
10.00 Uhr: Qualifikation   
14.00 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren   
   
Samstag, 16. Dezember 2017 (PSL):   
15.00 Uhr: Qualifikation   
19.20 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren   
   
*** TV-Hinweise: ***   
   
Do, 14.12.2017: ORF SPORT+ überträgt den Weltcup-PGS aus Carezza ab 12.25 Uhr LIVE.   
Fr, 15.12.2017: ORF SPORT+ zeigt den Weltcup-PGS aus Cortina d'Ampezzo ab 15.00 Uhr zeitversetzt.   
Sa, 16.12.2017: Die ORF TVthek zeigt den Weltcup-PSL aus Cortina d'Ampezzo ab 19.15 Uhr LIVE!