30.06.2015

Patrick Ortlieb übt deutliche Kritik an der Causa Fenninger

Michelle Morik und Paulina Wirth wurden bei der JHV des VSV verabschiedet / Foto Günter Pfefferkorn

Die 71. Jahreshauptversammlung des Vorarlberger Skiverbandes wurde am Dienstag in Schoppernau abgehalten. Im Mittelpunkt standen Berichte der Referenten des VSV, aber auch die Kritik von Präsident Patrick Ortlieb an der Causa Anna Fenninger.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Vorarlberger Skiverbandes, die am Dienstag in Schoppernau abgehalten wurde, stand die Ehrung und die Verabschiedung von Sportlern und Funktionären. Zudem wurde Walter Hlebayna zum Direktor des Vorarlberger Skiverbandes bestellt.

VSV-Präsident Patrick Ortlieb hob in seinem Rückblick die sportlichen Erfolge hervor: „Im nordischen Bereich und im Snowboardsport haben wir überragende Ergebnisse erzielt, die Alpinen waren im Nachwuchs sehr erfolgreich.“ Als Veranstalter gab es Lob von Ortlieb für die Veranstalter internationaler Rennen, vor allem für den Snowboardweltcup im Montafon.

Das sportliche Highlight lieferte zweifelsfrei Kombinierer Sepp Schneider, der mit Top-Ten-Plätzen im Weltcup an die Weltspitze angeklopft hat. Auf der anderen Seite sprach Ortlieb von enttäuschenden Ergebnissen im alpinen Weltcup: „Kein Weltcuppunkt ist nicht der Anspruch des Vorarlberger Skiverbandes!“ Mit den Staatsmeistertiteln von Dorner (Super-G) und Hirschbühl (Slalom), der Goldmedaille von Nina Ortlieb bei der Junioren-WM und den beiden Medaillen von Katharina Liensberger bei den EYOF im Montafon hat die zweite Reihe der Alpin-Läufer stark aufgezeigt.

Kritik gab es von Ortlieb an den letzten Querelen zwischen dem ÖSV und Anna Fenninger, wobei sich Ortlieb klar und deutlich auf die Seite des Skiverbandes stellte. „2,7 Millionen Euro wurde in die Sportlerin Anna Fenninger seitens des ÖSV investiert, ihr deutscher Manager hat keinen Euro eingebracht. Jetzt will er mit Fenninger Geld verdienen. Zudem hat der die Salzburger zu unklugen Äußerungen animiert.“

VSV-Vizepräsident Peter Mennel bedankte sich für die großartige Unterstützung des VSV und dessen Funktionäre für die EYOF 2015: „Wir haben eine tolle Veranstaltung erlebt, ich danke allen, die hier mitgewirkt haben.“

Breitensportreferent Werner Eberle konnte über viel Zuspruch für seine Aktionen in Richtung Breitenskisport berichten.

Der Vorarlberger Skiverband bilanzierte in diesem Jahr ausgeglichen, das Budget betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 900.000,--  Euro.


Das neue Schanzenzentrum im Montafon wird im September 2015 einen Sommer-GP in der Nordischen Kombination austragen.

Zu guter Letzt wurden die Landesmeisterschaften ins Silbertal, die nächste Jahreshauptversammlung ins Montafon vergeben.


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