11.04.2015

Positive Bilanz - aber
die Alpinen sind gefordert

Mit dem Osterwochenende ist die Wintersaison und damit auch die Sportsaison des Vorarlberger Skvierbandes zu Ende gegangen. Die Saison wurde geprägt auf Aufsteigern im Nordischen Bereich, die Snowboarder haben die gewohnte Konstanz an den Tag gelegt.

Das Pech gleich vorweg: Vorarlbergs Snowboardcrosser waren nach dem Absage des Montafon-Weltcups und später auch der Rennen in Squaw Valley bis Mitte März zum Zuschauen verurteilt. Am Ende gab es Rennen in Veysonnaz und La Molina nur zwei Rennen, für einen wirklichen Formaufbau reicht das freilich nicht aus. Trotzdem fuhren die Ländle-Asse ins Vorderfeld, das beste Resultat erreichte Alessandro Hämmerle in La Molina mit Platz sieben. Bei den Weltmeisterschaften am Kreischberg wurde Hämmerle Fünfter, Markus Schairer hatte auch bei diesem Großereignis Pech. Nach einem Sturz im Ziel seines Qualifikationslaufes konnte der Montafoner im Finale gar nicht mehr antreten.

Das Highlight des Winters lieferte Kombinierer Sepp Schneider mit seinem ersten Weltcup-Podest im Team-Sprint in Val di Fiemme und den Plätzen fünf und sieben bei den Weltmeisterschaften in Falun (SWE). Damit hat sich der junge Egger kräftig an der Weltspitze angeklopft.

Ein weiteres Highlight waren die vielen Spitzenplätze der Skispringerin Eva Pinkelnig, die als Newcomerin eine tolle Saison absolvierte.

Langlauf-Sprinter Dominik Baldauf wurde ebenfalls für die WM nominiert, im Sprint erreichte der Sulzberg den sehr guten 19. Platz. Auch im Weltcup verdiente sich Baldauf die ersten Sporen, bei den österreichischen Meisterschaften holte der 22-jährige über 30 km Bronze.

Die Weltcupsaison der Alpinläufer verlief zweifelsfrei enttäuschend, kein Weltcuppunkt ist nicht der Anspruch des Vorarlberger Skiverbandes. Darüber können auch Erfolge in der zweiten Reihe nicht hinwegtäuschen. Wie etwa die beiden Staatsmeistertitel durch Christian Hirschbühl (Slalom) oder Clemens Dorner im Super-G. Erfolge, die – wie auch der Juniorenweltmeistertitel von Nina Ortlieb im Riesentorlauf - sehr erfreulich sind. Erfolge, die sich aber auch in absehbarer Zeit auf höchstem Niveau zu finden sein sollen. Und auch die beiden EYOF-Medaillengewinner Katharina Liensberger und Pascal Fritz nähren diese Hoffnung natürlich.

VSV-Präsident Patrick Ortlieb stellte für die kommende Saison klare Forderungen: "Drei Läufer aus Vorarlberg müssen sich im Weltcup etablieren. Gelingt uns das nicht, müssen wir unsere Strukturen neu überdenken."

Erfreulich waren zweifelsfrei auch die zahlreichen Medaillen bei Nachwuchsbewerben auf nationaler und internationaler Ebene in allen Sparten, die der Vorarlberger Skvierband betreut.


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