24.08.2016

Marion Kreiner beendet ihre Erfolgskarriere

  

Marion Kreiner hat am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz im Grazer Rathaus ihren Rücktritt vom Leistungssport bekanntgegeben! Die Steirerin, die seit der Saison 1999/2000 diversen ÖSV-Kadern angehörte, fuhr in ihrer Karriere zahlreiche große Erfolge ein. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver (CAN) eroberte sie Bronze im Parallelriesentorlauf. Bei der WM 2009 in Gangwon (KOR) kürte sich die Grazerin ebenfalls im PGS zur Weltmeisterin. Ihren WM-Medaillensatz komplettierte Kreiner jeweils im Parallelslalom mit Silber 2007 in Arosa (SUI) und Bronze 2015 bei der Heim-Weltmeisterschaft am Lachtal.   

   

Bei 145 Einzel-Starts im Weltcup fuhr die 35-Jährige fünf Siege heraus und schaffte insgesamt 25-mal den Sprung auf das Podest. Zwei kleine Kristallkugeln im Parallelriesentorlauf (2012/13, 2014/15) und zwei zweite Plätze im Gesamtweltcup der Raceboarder (2012/13, 2014/15) stehen ebenfalls auf ihrer Visitenkarte. Das erste Weltcuprennen bestritt Kreiner am 26. Jänner 2002 übrigens bei einem Snowboardcross (!) am Kreischberg, ab der Saison 2004/05 richtete sie ihren Fokus ganz auf die Paralleldisziplinen.   

   

"Ich habe mich bereits seit längerer Zeit mit meinem Karriereende beschäftigt. Mein Gefühl sagt mir, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um das Snowboard in die Ecke zu stellen. Natürlich ist ein wenig Wehmut dabei, wenn man so eine Entscheidung treffen muss, aber irgendwann kommt für jeden Sportler der Zeitpunkt, einen Schlussstrich zu ziehen. In letzter Zeit haben sich auch meine Prioritäten verschoben. Ich habe die Zeit als Snowboarderin extrem genossen und großartige Dinge erleben dürfen, doch jetzt freue ich mich auf das Leben nach dem Spitzensport", erklärte Kreiner.   

   

Der Gewinn von Olympia-Bronze hat für die Vorzeigeathletin eine besondere Bedeutung: "Mit der Teilnahme an Olympischen Spielen habe ich ein sportliches Lebensziel erreicht, und dann durfte ich in Vancouver auch noch eine Medaille gewinnen. Bei Olympia ist das Umfeld so unglaublich anders, daher glänzt diese Bronzemedaille ganz besonders für mich. Das soll aber nicht heißen, dass ich auf die WM-Medaillen und die kleinen Kristallkugeln weniger stolz bin. Ich möchte mich bei allen sehr herzlich bedanken, die mich in meiner Karriere stets nach Kräften unterstützt haben – allen voran bei meiner Familie, dem ÖSV und dem Steirischen Skiverband, allen Trainern und Betreuern, meinen Sponsoren und Förderern sowie meinen Freunden und Fans", ergänzte Kreiner.   

   

"Marion Kreiner hat der Raceboard-Szene über ein Jahrzehnt lang als absolute Weltklasseathletin ihren Stempel aufgedrückt. Sie war nicht nur auf der Piste extrem erfolgsorientiert, sondern hat sich auch mit vielen wichtigen Inputs eingebracht, wenn es darum ging, Verbesserungen im Umfeld des Parallel-Teams voranzutreiben. Ich habe gehofft, dass sie angesichts zweier Weltmeisterschaften 2017 und 2019 sowie der Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang ihre Karriere fortsetzt, aber ihre Entscheidung ist natürlich zu 100 Prozent zu akzeptieren. Ich wünsche Marion stellvertretend für das gesamte ÖSV-Snowboard-Team für ihre Zukunft viel Glück und alles Gute", sagte Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV.   

   

Steckbrief Marion Kreiner:   


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