30.01.2015

Schanzenzentrum wurde
jetzt akzeptiert

Elmar Egg, GF des Schanzenzentrums im Montafon / Foto: vsport

Am Ende der EYOF 2015 in Vorarlberg und Liechtenstein ist Zeit für eine Bilanz. Das lange Zeit in der Kritik gestandene Schanzenzentrum hat durch die Spiele eine deutliche Aufwertung erfahren.

Wie fällt Ihre Bilanz nach dem Ende der Bewerbe auf den neuen Schanzen im Montafon aus?

Wir hatten an den Schanzen eine hervorragende Zusammenarbeit. Organisatorisch hat uns eine Person gefehlt, so eine Art Sidemanager, der als Unterstützung für die Führungskräfte zur Verfügung gestanden wäre. Wir haben uns ab Wettkampfbeginn eine Person dazu geholt, das hat dann gut geklappt.

Was war die größte Herausforderung?

Klarerweise der Umbau des Schanzenauslaufs von der Eröffnungsfeier zur Wettkampftauglichkeit. Zudem mussten wir jeden Tag um 4.30 Uhr mit der Arbeit auf der Schanze beginnen. Der permanente Schneefall hat uns ebenfalls gefordert. Parkplatzräumung, Gebäude wieder vorbereiten. Da haben viele mitgeholfen, vor allem das Bundesheer hat uns hier – neben den vielen freiwilligen Helfern aus ganz Vorarlberg – sehr geholfen.

Was hat Ihnen sportlich imponiert?

Das Mannschaftsspringen der Herren mit vielen Sprüngen über 100 Meter. Und auch das Springen der Damen, da hat mich die Stärke der deutschen Mannschaft überrascht. Überrascht waren wir freilich auch vom großen Zuschauerzuspruch, das zeigt, dass die Akzeptanz des Schanzenzentrums doch deutlich gestiegen ist.

Was bleibt nach den Spielen für das Schanzenzentrum?

Leider ist die Biathlonanlage nur eine temporäre Einrichtung und verschwindet wieder. Als Veranstalter haben wir gezeigt, dass wir organisatorisch für große sportliche Ereignisse gerüstet sind. Wir streben die Ausrichtung eines Damenweltcups an, die Bewerbung dafür ist die Sache des Vorarlberger Skiverbandes. Was auf alle Fälle bleibt, ist das Trainingszentrum Montafon, da werden wir auch in Zukunft gute ausgelastet sein.

Was tun Sie unmittelbar nach den Spielen?

Der Abbau steht im Vordergrund, die liegen gebliebene Büroarbeit muss erledigt werden. Dazu habe ich mit meiner Frau ein schönes Abendessen eingeplant. Und auch mit den Helfern wird es eine kleine „Dankeschön“-Veranstaltung geben.

Elred Faisst


Mit Unterstützung von

Aktuell im vsport liveticker