22.06.2016

15 Trainerkandidaten legte erste Prüfung ab

15 Kandidaten haben am Sonntag den ersten Teil des neuen Diplomtrainerkurses erfolgreich absolviert und dürfen sich nun Eishockey-Instruktor nennen. Ab Ende August beginnt dann die einjährige Ausbildung zum A-Lizenz-Trainer. Seit 1. Mai befinden sich 20 aktive wie ehemalige Spieler in der vom Österreichischen Eishockeyverband neu ins Leben gerufenen Trainerausbildung. Mit Andreas Brucker, Stefan Wiedmaier und Alexander Mellitzer sind drei davon bereits Trainer mit A-Lizenz, die das neue Programm nur im eishockeyspezifischen Teil durchlaufen. Dieser wird gemeinsam mit dem Finnischen Eishockeyverband, dem Sportinstitut in Vierumäki und der Haaga-Helia Universität für angewandte Wissenschaft durchgeführt.

Reinhard Divis und Günther Lanzinger waren bereits im Besitz der B-Linzenz (Instruktor) und konnten den ersten Kursmonat noch in entspannter Atmosphäre mitmachen. Für die restlichen 15 Teilnehmer galt aber ab der ersten Minute, sich für die Instruktorprüfung vorzubereiten. Vor der Prüfung absolvierten die Teilnehmer insgesamt drei Wochen, um Theorie und Praxis von der Bundessportakademie Wien (BSPA) sowie den finnischen Experten aufzunehmen.

In der letzten Woche wurde gemeinsam mit einer Trainingsgruppe vom EC Vienna Tigers und der Okanagan Hockey School die Praxis im Off-Ice-Bereich sowie in Einheiten auf dem Eis geübt. Bei der praktischen Prüfung am 19. Juni gab es nur gute und ausgezeichnete Erfolge. Ebenso gingen die Theorieprüfungen mit einem positiven Ergebnis für alle Beteiligten zu Ende.


„Die finnischen Experten um Leiter Jukka Tiikkaja haben mit ihren Inhalten unsere neuen Trainer sowie die BSPA Wien überrascht. Die modernen und neuen Impulse werden einen positiven Einfluss auf die Trainerausbildung in Österreich nehmen“, meinte Sportkoordinator Dr. Gerold Maier, der für den ÖEHV die Kursorganisation begleitet.

Prüfung Instruktorkurs mit gutem und ausgezeichnetem Erfolg bestanden

Christoph Brandner, Herbert Hohenberger, Marco Pewal, Daniel Welser, Philipp Pinter, Florian Iberer, Ryan Foster. Gerhard Unterluggauer, Manuel Latusa, Philipp Lukas, Robert Lukas,  Patrick Mössmer, Markus Peintner, Jürgen Penker, Mark Szücs

Bereits früher absolvierte Prüfung zum Instruktor (B-Lizenz)

Reinhard Divis, Günther Lanzinger


Teilnehmer Eishockey-Spezialteil, da im Besitz der A-Lizenz

Andreas Brucker, Stefan Wiedmaier, Alexander Mellitzer


Der neue Ausbildungsweg


A- und B-Lizenz (bisher je ein Kurs zum Instruktor und zum Trainer) werden zusammengefasst und durch das neue Eishockeytrainerdiplom mit einer höheren Anzahl an eishockeyspezifischen Lehrgängen ersetzt, für die bisherige C-Lizenz (Übungsleiter) sind weiterhin die Landesverbände zuständig. Das langfristige Ziel ist die Etablierung österreichischer Trainer bei den österreichischen Vereinen und Nationalmannschaften. Nach 14 Monaten, die allgemeinen Kursteile finden stets in den IIHF Breaks der laufenden Saison statt (August/November/Dezember/Februar), erfolgt die Abschlussprüfung im finnischen Olympiastützpunkt Vierumäki. Insgesamt ist die Zusammenarbeit mit dem finnischen Verband auf drei Jahre geplant, um neben der Ausbildung von 60 Personen in diesem Zeitraum auch eigene Kapazitäten in Österreich für die Zukunft aufzubauen.

Ziele des neuen Ausbildungsweges

- 360 Grad Kompetenz für die österreichischen Trainer, die eine bessere Ausbildung der österreichischen Spieler in allen Altersklassen garantieren soll;

- Erhöhtes Ansehen des Berufs Eishockeytrainer in Österreich;

- Erhöhtes Ansehen der österreichischen Trainer im Ausland;

- Imagegewinn für die österreichischen Nationalmannschaften.