27.04.2016

Neue Wege in der Trainerausbildung

Am 1. Mai startet die neue Trainerausbildung des Österreichischen Eishockeyverbandes in Zusammenarbeit mit der Bundessportakademie Wien und finnischen Fachinstituten. Der Premierenkurs umfasst insgesamt 20 Teilnehmer.


Seit seinem Engagement beim Österreichischen Eishockeyverband (ÖEHV) lautet das Motto für Sportdirektor Alpo Suhonen: „Eine österreichische (Eishockey-)Identität kann hier nur entstehen, wenn es österreichische Trainer gibt, die intensiv mit den österreichischen Spielern arbeiten.“ 

Das langfristige Ziel hinter diesem Zitat ist die Etablierung österreichischer Trainer bei den österreichischen Vereinen und Nationalmannschaften. Dem Aufruf des ÖEHV, sich für die neue Trainerausbildung anzumelden, sind viele ehemalige und auch noch aktive Spieler gefolgt. Für den ersten Trainerkurs dieser Art konnten aber nur 20 Teilnehmer, darunter aktuelle Trainer österreichischer Nationalmannschaften, genommen werden.

Die Trainerausbildung wurde vom ÖEHV zentralisiert und ab 1. Mai von der Bundessportakademie Wien (BSPA Wien) in Kooperation mit dem Finnischen Eishockeyverband, dem Sportinstitut in Vierumäki und der Haaga-Helia Universität für angewandte Wissenschaft durchgeführt. Für den allgemeinen Teil der BSPA Wien haben sich 17 Personen angemeldet, drei Teilnehmer steigen danach in den sportartspezifischen Teil (Haaga Helia/Vierumäki) ein, da sie schon im Besitz der A-Lizenz sind.

Teilnehmer (ganzer Kurs, Start am 1. Mai im BSFZ Schielleiten)

Christoph Brandner
Reinhard Divis

Herbert Hohenberger
Marco Pewal

Philipp Pinter
Florian Iberer

Ryan Foster
Günther Lanzinger

Manuel Latusa
Philipp Lukas

Robert Lukas
Patrick Mössmer

Markus Peintner
Jürgen Penker

Mark Szücs
Gerhard Unterluggauer

Daniel Welser


Teilnehmer (Spezialteil, da im Besitz der A-Lizenz)

Andreas Brucker
Stefan Wiedmaier

Alexander Mellitzer


A- und B-Lizenz (bisher je ein Kurs zum Instruktor und zum Trainer) werden zusammengefasst und durch das neue Eishockeytrainerdiplom mit einer höheren Anzahl an eishockeyspezifischen Lehrgängen ersetzt, für die bisherige C-Lizenz (Übungsleiter) sind weiterhin die Landesverbände zuständig.

Nach 14 Monaten, die allgemeinen Kursteile finden stets in den IIHF Breaks der laufenden Saison statt (August/November/Dezember/Februar), erfolgt die Abschlussprüfung im finnischen Olympiastützpunkt Vierumäki. Insgesamt ist die Zusammenarbeit mit dem finnischen Verband auf drei Jahre geplant, um neben der Ausbildung von 60 Personen in diesem Zeitraum auch eigene Kapazitäten in Österreich für die Zukunft aufzubauen.

„Unsere bisherigen Coaches Clinics, die zwei Mal im Jahr stattfinden, und das Mentoring für die österreichischen Klubs sind eine Erfolgsstory der letzten Jahre. An allen Standorten werden diese Veranstaltungen begrüßt und mit viel Motivation verfolgt“, verrät Sportdirektor Suhonen. „Der nächste Schritt ist die staatliche Trainerausbildung. Hier haben und werden wir den eishockeyspezifischen Teil an das gestiegene internationale Niveau anpassen und modernisieren.“
 

Ziele des neuen Ausbildungsweges

- 360 Grad Kompetenz für die österreichischen Trainer, die eine bessere Ausbildung der österreichischen Spieler in allen Altersklassen garantieren soll;
- Erhöhtes Ansehen des Berufs Eishockeytrainer in Österreich;
- Erhöhtes Ansehen der österreichischen Trainer im Ausland;
- Imagegewinn für die österreichischen Nationalmannschaften.