27.03.2016

Österreich ringt
Dänemark nieder

Dameneishockey: zum Auftakt der diesjährigen WM Division IA - hier wird um die Plätze 9-14 der Welt gespielt - gewinnt das rot-weiß-rote Damen-Nationalteam gegen Gastgeber Dänemark in buchstäblich letzter Minute mit 4:3 und darf somit über die ersten drei Punkte jubeln.

Österreich übernahm von Beginn an die Initiative im Spiel und ließ den Däninnen vor eigenem Publikum kaum eine Chance. Doch in der 9. Spielminute jubelten die Gastgeberinnen - sie konnten die erste Überzahl zur 1:0-Führung nützen. Aber das rot-weiß-rote Team machte weiter Druck, drehte das Spiel und ging so mit einer verdienten 2:1-Pausenführung in die erste Drittelpause. Im Mittelabschnitt egalisierten sich beide Teams weitgehend, Österreich hatte zwar mehr Spielanteile, ließ aber den Druck aufs gegnerische Tor weitgehend vermissen. Und kassierte in der zweiten Unterzahl prompt auch das zweite Gegentor.

Spannung und Dramatik pur dann im Schlussdrittel.  Zunächst verjuxte Österreich 114 Sekunden doppelte Überzahl leichtfertig, dann verwertete Dänemark auch das insgesamt dritte Powerplay zur 3:2-Führung. Damit war das rot-weiß-rote Team 

gefordert, konnte aber zweieinhalb Minuten später wieder ausgleichen. Zwei Minuten vor einer vermeintlichen Verlängerung dann die vierte 2-Minuten-Strafe gegen Österreich. Doch es war nicht Dänemark, das in dieser Phase das Spiel 

entscheiden konnte - Österreich traf bei Unterzahl nach einem perfekt ausgetragenen Konter zum 4:3-Siegtor. Verdient waren die drei Punkte 

allemal, hatte das Team Austria insgesamt mehr als doppelt so viele Torschüsse zu verzeichnen als Gastgeber Dänemark.

NWHL-Star Janine Weber war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: "Die WM ist immer etwas Spezielles und wir haben uns heuer große Ziele gesteckt. Es war sehr gut, dass wir das erste Spiel mit einem Sieg hinter uns gebracht haben, weil es ist immer schwer beim ersten Spiel. Man ist ein bißchen nervös und die Scheibe geht nicht immer rein, aber wir haben zum Glück gewonnen. Wir wollen uns vor der Olympiaquali noch um ein bis zwei Plätze verbessern, weil dann auch die Qualifikation etwas einfacher wird. Aber grundsätzlich konzentrieren wir uns jetzt von Spiel zu Spiel, versuchen immer Punkte zu holen und dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt!"

Teamchef Pekka Hämäläinen: "Positiv ist, dass wir gewonnen haben. Wir sind im Spiel zurückgekommen, es war aber kein einfaches Spiel für uns. Wir hatten viel mehr Scheibenkontrolle, aber wir haben ihnen ein paar Tore ermöglicht und müssen hier für den weiteren Turnierverlauf sicher noch das eine oder andere lernen. Vor allem müssen wir in den Special Teams besser werden. Auch gegen 

Norwegen werden wir mehr Scheiben-Kontrolle als der Gegner haben, aber wir müssen einfach auch cleverer agieren als heute."