10.02.2017

Eishockey-Damen verlierten gegen Japan

Österreichs Dameneishockey Nationalteam startete mit einer klaren 1:6-Niederlage gegen Gastgeber und Turnierfavorit Japan in die finale Olympiaqualifikation. Zwei Drittel lang konnte das Team Austria die Partie offen halten, nach dem 1:4 in der 44. Spielminute war das Spiel endgültig entschieden...

Das rot-weiß-rote Team startete for knapp 1900 gegnerischen Fans konzentriert in die Partie, konnte die Japanerinnen weitestgehend vom eigenen Tor weghalten und selbst immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen. In Minute 18 dann doch das 1:0 für Japan im Powerplay... 2 Sekunden vor Ablauf der ersten österreichischen Strafe fand ein abgefälschter Schuss den Weg ins Netz. Doch noch vor Ende des ersten Spielabschnitts folgte der 1:1-Ausgleich.

Im zweiten Drittel gingen die Gastgeberinnen mit 3:1 in Führung, danach drückte Österreich auf den Anschlusstreffer, aber leider gab es nur einen Schuss an die Querlatte und sonst nichts Zählbares. Zu Beginn des Schlussabschnitts warf Österreich nochmals alles nach vorne, in Minute 44 dann aber der endgültige K.O.-Schlag, als Japan im Konter auf 4:1 erhöhte. Ab diesem Zeitpunkt spielten sich die Gastgeberinnen in einen regelrechten Spielrausch, Österreich erholte sich nicht mehr von diesem Schock und musste in den letzten vier Minuten gar noch die Gegentreffer 5 und 6 hinnehmen. 

Sichtlich groß die Enttäuschung bei allen, so auch bei Teamchef Pekka Hämäläinen: "Eigentlich haben wir heute gar nicht schlecht gespielt. Zumindest gut zwei Drittel lang, denn vom Schock des Gegentreffers zum 1:4 haben wir uns nicht mehr erholt. Japan ist die Nr. 7 der Welt und wenn wir gegen so ein Team etwas mitnehmen wollen, brauchen wir mindestens 60 Minuten auf höchstem Level und dürfen uns auch nicht solche Fehler leisten wie wir sie heute gemacht haben. Bzw. müssen wir umgekehrt auch mehr aus unseren Möglichkeiten machen, die wir in den ersten 43 Minuten hatten. Jetzt ist wichtig, dass wir in den nächsten beiden Spielen Charakter zeigen und versuchen, das bestmögliche aus diesem Turnier herauszuholen. Und Japan muss ja heuer noch nach Graz, dort werden wir zeigen, was wir aus dem Spiel hier gelernt haben!" 

Salzburg-Stürmerin Sophia Volgger zum Spiel: "Wir haben zwei Drittel super mitgespielt, da gab es Chancen auf beiden Seiten. Im letzten Drittel haben wir dann allerdings noch drei Gegentore bekommen. Das ist bitter, aber wir müssen das Spiel abhaken und gegen die nächsten Gegner wieder alles geben!"

Auch Verteidiger-Kollegin Alessandra Lopez sieht das ähnlich: "Es war nicht so ein schlechtes Spiel. In den ersten beiden Dritteln konnten wir auch selber immer wieder Druck machen. Aber hinten waren wir heute leider zu offen und so haben wir die Gegentore bekommen. Auch wenn wir jetzt enttäuscht sind - das Leben geht weiter und unser Fokus liegt jetzt darauf, dass wir gegen Deutschland eine Überraschung schaffen und gewinnen wollen!"

Spiele Olympiaqualifikation:

Donnerstag, 9. Februar 2017:

Deutschland - Frankreich   3:2 n. P. (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0)

Österreich - Japan   1:6 (1:1, 0:2, 0:3)

Tor für Österreich:

Kantor Esther (19:29 / Altmann Denise)

Strafen: 6 bzw. 2 Minuten

Samstag, 11. Februar 2017:

14.30 Uhr* / 06.30 Uhr** Deutschland - Österreich

18.00 Uhr* / 10.00 Uhr** Japan - Frankreich

Sonntag, 12. Februar 2017:

14.30 Uhr* / 06.30 Uhr** Frankreich - Österreich

18.00 Uhr* / 10.00 Uhr** Japan - Deutschland

*) Ortszeit

**) Uhrzeit in Österreich


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