Hände sind gefragt"" />
24.03.2020

Wallner: "Helfende
Hände sind gefragt"

Bregenz (VLK) – Die Vorbereitungen für die stationäre Versorgung von an Corona erkrankten Personen laufen auf Hochtouren, so Landeshauptmann Markus Wallner heute (Montag, 23. März) zur aktuellen Situation in Vorarlberg. In Spitälern und an spitalsnahen Standorten werden insgesamt 1.600 Betten zur Verfügung stehen, zugleich rüstet man sich vorsorglich für einen möglichen personellen Engpass. Deshalb starten Land und Krankenhausbetriebsgesellschaft einen gemeinsamen Aufruf an alle Personen mit Ausbildung für das Gesundheitswesen, die derzeit nicht oder nur teilweise in der Versorgung tätig sind. „Als Vorsorge für den möglichen Ernstfall brauchen wir jede helfende Hand“, sagte Wallner. Gute Nachrichten hatte er für alle Eltern, die auch in dieser schwierigen Zeit Familie und Arbeit vereinbaren müssen. Die Kinderbetreuung wird in Vorarlberg auch in den Osterferien sichergestellt sein.

   Zu dem Aufruf für zusätzliches Gesundheitspersonal verwies Landesrätin Martina Rüscher auf ein entsprechendes Formular, das auf www.vorarlberg.at/helfen zum Download steht. „Hier können sich alle jene melden, die eine medizinische oder pflegerische Qualifikation mitbringen bzw. die schon einmal im Gesundheits- und Betreuungswesen gearbeitet haben. Wir suchen Gesundheitspersonal, das derzeit nicht oder nur teilweise in der Versorgung tätig ist sowie Helferinnen und Helfer für diverse Aufgabenbereiche“, so Rüscher.

   In Dornbirn gibt es seit kurzem eine erste Infektionsordination, voraussichtlich morgen (Dienstag) wird eine zweite in Bludenz dazu kommen. „Wichtig: Diese Ordinationen können nur über Zuweisung von ärztlicher Seite oder über die Rufnummer 1450 besucht werden“, betonte Rüscher.

Kinderbetreuung gesichert

  Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink hob hervor, dass auch weiterhin alle Kinderbetreuungseinrichtungen geöffnet sind und bei Bedarf zur Verfügung stehen. Nicht nur Kinder von Eltern in systemerhaltenden Berufen werden betreut, sondern auch Kinder von Eltern, die von ihrem Arbeitgeber nicht freigestellt werden können oder wenn eine Betreuung aus anderen Gründen nicht möglich ist. Das Land Vorarlberg bleibt ein verlässlicher Partner und gewährt den Einrichtungen weiterhin die 60-prozentige Personalkostenförderung. „Wir lassen keine Einrichtung im Stich und werden uns, sollte es zu existenzbedrohnden Situationen kommen, jeden Einzelfall genau anschauen und unterstützend zur Seite stehen“, so Schöbi-Fink.

   Die Schulen sind ebenfalls grundsätzlich geöffnet, überall stehen Ansprechpersonen zur Verfügung. Auch hier kann durch den freiwilligen Einsatz vieler Lehrerinnen und Lehrer bei Bedarf die Betreuung der Schülerinnen und Schüler in der Karwoche zugesichert werden.

   Auch der Hochschulbetrieb ist eingeschränkt, funktioniert aber. Die FH Vorarlberg und die Pädagogische Hochschule unterrichten über digitale Plattformen und Online-Vorlesungen. Und auch die Anmeldefristen für den Herbst 2020 laufen.

Unterstützung für Kulturschaffende und -veranstalter

   Hart getroffen durch die Corona-Krise ist der Kulturbetrieb im Lande, aber auch hier will das Land wo immer möglich helfen. Die Förderzusagen von Jahres- und Projektbeiträgen bleiben vorerst auch bei reduziertem Jahresprogramm aufrecht. Eine grundsätzliche Verlustabdeckung bei Absagen oder Verschiebungen von Kulturveranstaltungen könne zwar leider nicht in Aussicht gestellt werden, aber in existenzbedrohenden Notfällen soll es eine Unterstützung geben, so Schöbi-Fink.

Aktuelle Test- und Infektionszahlen

  Nach aktuellen Angaben der Landessanitätsdirektion (Stand Montag, 23. März, 16:00 Uhr) sind in Vorarlberg im Zusammenhang mit dem Coronavirus bisher 1.769 Verdachtsfälle aufgetreten, davon sind 1.301 negativ getestet worden, 138 befinden sich noch in Abklärung. Insgesamt 330 Personen wurden positiv getestet, davon sind 12 hospitalisiert.