23.09.2016

Gerold Konzett
blickt zurück

Der Vorarlberger Eishockeyverband (VEHV) hat am 16.09.2016 in einer außerordentlichen Generalversammlung einen neuen Vorstand gewählt, der in Zusammenarbeit aller „Fraktionen“ erstellt werden konnte und somit die klare Zustimmung aller stimmberechtigten Vereine erhalten hat 

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Diese Voraussetzungen fanden wir damals im März 2012 nach der Wahl leider nicht vor, denn die gesamte EDV mit den Verbands-Emailadressen inkl. Homepage waren abgedreht. Eine kompletter Neuaufbau (Serverwechsel) und Neuorganisation des VEHV waren erforderlich, sowohl im Nachwuchs-, wie auch im Erwachsenenbereich (Amateureishockey).

Im Nachwuchsbereich waren keine Strukturen erkennbar, auf die man aufbauen konnte und die restriktive Haltung beinahe aller Vereinsvertreter gegenüber dem Verband und den gewählten verbandsverantwortlichen Nachwuchsreferenten vereinfachten die Arbeit auch nicht. So dauerte es über 2 Saisonen, bis es endlich nach mehreren Anläufen gelang, die richtigen ehrenamtlichen Leute zu finden, eine einheitliche Linie einzuführen und die Vereinsvertreter der Nachwuchsvereine an einen Tisch zu bringen. So ist es dann schlussendlich auch gelungen, unter Zusammenarbeit aller NW-Vereine ein Konzept zu erstellen, welches unter dem Namen „Kids go Hockey“ in Zusammenarbeit mit den Vereinen, dem Sportservice Vorarlberg und dem Verband unter verantwortlicher Führung von NW-Verbandstrainer Georg Taferner erarbeitet wurde. 

Auch im Erwachsenenbereich gab es ähnliche Schwierigkeiten zu überwinden. Knapp zwei Ligen mit insgesamt 12 Amateur-Vereinen standen bei Amtsantritt (noch) zur Verfügung. Streitereien unter einigen Vereinen und Neuorganisation in der Nationalliga waren spürbar. Jeweils die 2. Mannschaften von Dornbirn, Lustenau, Bregenzerwald und VEU nahmen Abschied aus dem Meisterschaftsbetrieb in den Vorarlberger Ligen, der HC Rankweil zog sich überhaupt zurück aus dem Spielbetrieb in Vorarlberg und wechselte in die Schweiz. So wurde aus der Not die Eliteliga Tirol/Vorarlberg gegründet, an der der SC Hohenems 1, EHC Montafon 1 und eine Spielgemeinschaft VEU/Lustenau ursprünglich teilnahmen. Das weitere Ziel war es damals, aus den verbleibenden Vereinen und aus denjenigen Vereinen, die in verschiedenen kleinen Ligen außerhalb des Verbandes ohne offizielle Schiedsrichter spielten, gemeinsame Verbandsligen unter einem Dach aufzubauen, was innerhalb von 3 Saisonen in kontinuierlicher Kleinarbeit auch gelungen ist. So entstand die VEHL, der heuer 34 (!) Vereine in 5 Ligen angehören werden.

Auch konnten wir unser Verbandsbüro im neu erbauten Gebäude des ASVÖ in Hohenems als Untermieter eröffnen, welches nun hauptsächlich für Verbands- und Ligasitzungen Verwendung findet, aber natürlich auch als Postanlaufstelle dient. Wir haben dort auch die Möglichkeit, die gesamten Nachwuchsdressen und Verbandsutensilien in trockenen Räumen zu lagern.

Außerhalb des Landes konnte ich unseren Verband ebenso bestens vertreten und war u.a. auch zusammen mit den Landespräsidentenkollegen maßgeblich an der Zusammensetzung des neuen ÖEHV-Vorstands unter Mag. Gernot Mittendorfer als neuer ÖEHV-Präsident beteiligt. Bereits im Frühjahr d.J. hatte ich allen Vereinen in Vorarlberg die Möglichkeit eines Hearings in den Räumlichkeiten der Vorarlberghalle in Feldkirch mit Mag. Mittendorfer geboten.

Trotz rechtzeitiger Ankündigung vor einem Jahr, aufgrund meines Alters (im Dezember 70) und unter Rücksichtnahme auf meinen Gesundheitszustand für keine weitere Amtsperiode mehr zur Verfügung zu stehen, schien es bei der ordentlichen 56. GV im Juli 2016 keinen Nachfolger zu geben, weshalb wir bereits im Vorfeld im Vorstand beschlossen hatten, für den Fall der Fälle für weitere 2 Jahre bereit zu sein. Schlussendlich gab es dann aber doch in letzter Minute, allerdings noch im Geheimen, auf Initiative des EHC Lustenau Bemühungen bei den 4 großen Vereinen, einen Schulterschluss aller ÖEHV/VEHV-Vereine ins Leben zu rufen, um den Verband als Einheit zu präsentieren und für die Zukunft zu garantieren. Dies gelang auch vor allem unter meiner persönlichen Mithilfe und der des bisherigen Vorstands, wobei alle meine vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder im neuen Vorstand oder Beirat zusammen mit den Neueinsteigern vertreten sein werden. Erfreulich auch, dass diesmal wirklich alle stimmberechtigten Vereine im neuen Vorstand und Beirat des VEHV vertreten sein werden. Allen meinen Mitkämpfern im Vorstand und Beirat, Trainern und Betreuern in den vergangenen 4 ½ Jahren, die sich um die Geschicke des Verbandes bemüht und verdient gemacht haben, auch denjenigen, die teilweise schon vorzeitig ausgeschieden sind, möchte ich auf diese Weise ein herzliches Dankeschön aussprechen. Besonders hervorheben möchte ich hier die jahrelange, kompetente und verlässliche Arbeit von Wettspielreferent Sigi Burtscher und Onlinereferent Martin Heim.

Somit konnte ich am 16. September erleichtert und mit großer Freude einen gut strukturierten, funktionierenden und gesunden Landesverband an meinen bisherigen Vizepräsidenten und designierten Nachfolgepräsidenten RA Dr. Andreas Fussenegger übergeben.

Gerold Konzett


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