05.12.2015

Katrin Ofner rast im Montafon auf das Podest

Die rot-weiß-roten Skicrosser sind am Samstag mit einem Podestplatz beim Heimrennen im Montafon in die neue Weltcup-Saison gestartet. Katrin Ofner landete hinter der siegreichen Kanadierin Marielle Thompson und der Schwedin Anna Holmlund auf dem dritten Rang. Bei den Herren durfte sich Robert Winkler als Sechster über seine bisher beste Weltcup-Platzierung freuen. Kanada feierte durch Christopher Delbosco und Brady Leman einen Doppelsieg. Weltmeister Filip Flisar wurde vor Olympiasieger Jean-Frederic Chapuis (FRA) Dritter.   

Das Rennen auf dem Hochjoch in Schruns hatte viele packende und spektakuläre Szenen zu bieten. Katrin Ofner hatte schon in ihrem Viertelfinal-Heat im wahrsten Sinn des Wortes alle Hände voll zu tun, um sich im Duell um Platz zwei gegen die Französin Alizee Baron in einem Fotofinish durchzusetzen. "Da war ich fast schon draußen, aber ich habe bis zum letzten Meter gekämpft und auf der Ziellinie die Hand so weit nach vorne gestreckt, dass es sich für den Aufstieg noch ausgegangen ist. Ich bin total happy über diesen dritten Platz. Es war ein extrem cooles Rennen auf einem Kurs, der mir sehr gut gefallen hat. So in die Saison zu starten, kann man sich nur wünschen", strahlte die Steirerin.   

Weniger gut erging es Weltmeisterin Andrea Limbacher, die in ihrem Erstrunden-Heat im "Infight" mit den beiden Deutschen Anna Wörner und Daniela Maier stürzte und so mit Rang 14 vorlieb nehmen musste. "Ich habe mich auf dieses Rennen sehr gefreut und finde es einfach nur schade, dass es für mich so schnell vorbei war", sagte Limbacher.  

Robert Winkler, der schon in der Qualifikation als Zweiter stark aufgezeigt hatte, holte nach Platz zehn im Dezember 2014 in Nakiska (CAN) sein zweites Top-Ten-Resultat im Weltcup. Der Steirer gewann seine ersten beiden Läufe in beeindruckender Manier, doch ein Zwischenfall nach dem Viertelfinale raubte Winkler ein wenig die Konzentration. "Der Franzose Sylvain Miaillier hat mich für seinen Sturz verantwortlich gemacht. Er hat mir vorgeworfen, dass ich mit dem Ellbogen gegen ihn gearbeitet hätte und hat mich im Ziel lautstark zur Rede gestellt. Ich bin mir jedoch keiner Schuld bewusst. Wenn ich mir heute etwas vorwerfen muss, dann vielleicht das, dass ich nicht cool geblieben bin und darüber zu lange nachgedacht habe", berichtete Winkler.   

   

Im Semifinale zog der Steirer im Kampf gegen Flisar um Position zwei hauchdünn den Kürzeren, als Zweiter des kleinen Finales machte Winkler sein bestes Weltcup-Resultat jedoch perfekt. "In Summe war es ein sehr gutes Wochenende für mich. Als ich den Kurs zum ersten Mal gesehen habe, war mir klar, hier könnte etwas gehen. Dass es dann so gut geklappt hat, ist natürlich super", so Winkler.   

   

Die geschlossen starke ÖSV-Mannschaftsleistung komplettierte das Trio Thomas Zangerl (9.), Johannes Rohrweck (10.) und Andreas Matt (13.), das sich bis in die Runde der letzten 16 vorkämpfte. "Leider habe ich im Viertelfinale den Start verhaut und bin danach nicht mehr an Robert Winkler und Filip Flisar herangekommen. Aber dank meiner guten Qualifikation ist es doch noch der neunte Platz geworden", resümierte Zangerl.   

   

Christoph Wahrstötter (30.) und Daniel Traxler (32.) waren in ihren Auftaktläufen in Stürze verwickelt, die zum Glück ohne gröbere Folgen blieben. "Mit dem dritten Rang von Katrin Ofner und insgesamt vier Top-Ten-Plätzen haben wir eine mannschaftlich gute Vorstellung abgeliefert. Der Start in die Saison ist uns gut gelungen. Jetzt gilt es, gleich bei den nächsten Rennen an diese Leistung anzuschließen“, bilanzierte Sabine Wittner, die sportliche Leiterin für Skicross im ÖSV, zufrieden.   

   

Resultat Damen:   

   

Finalraster Damen:   

   

Resultat Herren:   

   

Finalraster Herren: