21.01.2018

Wahrstötter fährt in Nakiska auf Platz zwei

Im letzten Weltcup-Rennen vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang ist Christoph Wahrstötter am Samstag in Nakiska (CAN) noch einen Podestplatz für das ÖSV-Skicross-Team herausgefahren. Der Tiroler wurde nach einem turbulenten Verlauf des großen Finales hinter dem Deutschen Paul Eckert Zweiter und schaffte damit zum zweiten Mal in dieser Saison den Sprung auf das Stockerl, nachdem er schon im Dezember in Innichen (ITA) einen zweiten Rang geholt hatte.   
   
Im Kampf um Position zwei im großen Finale verursachte der zu stürmisch attackierende Kanadier Kevin Drury eine Kollision mit dem Schweizer Marc Bischofberger, in die in weiterer Folge auch Wahrstötter verwickelt wurde, der bei dieser Aktion viel Tempo verlor und Eckert an der Spitze ziehen lassen musste. Hinter dem Österreicher landete Bischofberger auf Rang drei, Drury wurde Vierter.   
   
Der Niederösterreicher Johannes Aujesky und der Tiroler Thomas Zangerl erreichten als Dritter bzw. Vierter des kleinen Finales die Ränge sieben und acht im Endklassement. Platz sieben bedeutete für Aujesky das bisher beste Weltcup-Resultat. Mit dem Salzburger Adam Kappacher (10.) fuhr ein vierter Österreicher in die Top Ten. Für den Vorarlberger Bernhard Graf (23.) und den Steirer Robert Winkler (27.) war hingegen in der Auftaktrunde Endstation.   
   
"Es war ein sehr cooles Rennen, in dem mir einige gute Manöver gelungen sind. Dieses Resultat ist ein enormer Motivationsschub für die finale Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Unsere gesamte Mannschaft hat sich hier sehr stark präsentiert und gezeigt, dass wir auf einem guten Weg in Richtung Pyeongchang sind", sagte Christoph Wahrstötter.   
   
Eine böse Schrecksekunde hatte im Damen-Rennen Andrea Limbacher zu überstehen. Die Oberösterreicherin bog im Semifinale als Führende in die Zielkurve ein, als sie von der hinter ihr liegenden Kanadierin Georgia Simmerling bei hohem Tempo von den Beinen geholt wurde und zu Sturz kam. Zum Glück blieb Limbacher bei dieser Aktion unverletzt und konnte im Anschluss auch noch das kleine Finale bestreiten. Dort wurde sie Dritte, womit Limbacher im Endklassement Rang sieben belegte. Die Steirerin Katrin Ofner beendete die Konkurrenz nach dem Aus im Viertelfinale auf Platz neun.   
   
"Nach dem Sturz war die Konzentration bei Andrea weg. Kein Wunder, wenn dir wer von hinten in die Beine fährt. Wir werden jetzt noch einen Check machen, aber wir gehen davon aus, dass diese Aktion glimpflich ausgegangen ist", sagte ÖSV-Skicross-Cheftrainer Willi Zechner. Die Schwedin Sandra Näslund feierte vor den beiden Französinnen Marielle Berger Sabbatel und Alizee Baron im achten Saisonrennen bereits ihren sechsten Sieg.