23.05.2017

ÖSV-Crosser haben einen neuen Cheftrainer

Die ÖSV-Skicrosser gehen mit einem neuen Betreuerstab in die Olympia-Saison 2017/18. Der Steirer Willi Zechner folgt dem Oberösterreicher Gerold Posch als Cheftrainer nach. Posch hatte die Geschicke des Teams in den vergangenen sieben Saisonen geleitet. Die Funktion des Co-Trainers hat der Kärntner Andreas Slamanig übernommen, der sich schwerpunktmäßig um das Start- und Konditionstraining kümmern wird. Ergänzt wird das neue Betreuerteam durch den als Italien stammenden Physiotherapeuten Emanuele Mattivi.   
   
Zechner war Ende der 80er-Jahre im alpinen Skiweltcup aktiv gewesen und zuletzt als Speed-Trainer der ÖSV-Alpin-Herren sowohl im Europacup als auch im Weltcup tätig. Der 51-Jährige hat sich durch die Skicross-Karriere seines mittlerweile zurückgetretenen Sohnes Marcus auch intensiv mit dieser Sportart auseinandergesetzt. Zechner hat die Arbeit mit dem ÖSV-Team in den vergangenen Tagen im Rahmen zweier Trainingskurse im Stubaital in Angriff genommen. "Diese Kurse haben in erster Linie dazu gedient, um sich gegenseitig besser kennenzulernen. Ab Mitte August beginnt mit dem Gletscher-Training in Zermatt und Saas Fee die intensive Vorbereitungsphase auf die kommende Saison. In unserer Mannschaft steckt sehr viel Potenzial – und dieses gilt es, im kommenden Winter möglichst oft abzurufen", betonte Zechner.   
   
"Nachdem die angestrebten Ziele in der vergangenen Saison nicht erreicht wurden, haben wir uns dazu entschlossen, Änderungen im Trainerbereich vorzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass Willi Zechner aufgrund seiner Erfahrungen, die er als Aktiver und Trainer im Ski-Weltcup gesammelt hat, wertvolle Impulse auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang setzen wird. Dazu hat er sich in den vergangenen Jahren sehr intensiv mit Skicross beschäftigt. Gerade für die Skicross-spezifischen Elemente wie Sprünge und Wellen bauen wir auf die Erkenntnisse seiner bisherigen Trainertätigkeit", erklärte Sabine Wittner, die sportliche Leiterin für Skicross im ÖSV. "Es ist mir auch ein großes Anliegen, mich bei Gerold Posch für den immensen Einsatz, den er in den vergangenen sieben Jahren zusammen mit seinem Betreuerstab an den Tag gelegt hat, sehr herzlich zu bedanken. Ich wünsche ihm im Namen der gesamten Mannschaft für seine berufliche und private Zukunft alles Gute", ergänzte Wittner.   
   
Gerold Posch stieß vor der Saison 2010/11 vom Oberösterreichischen Skiverband zum heimischen Skicross-Team und kehrt nun als Trainer wieder dorthin zurück. Höhepunkte in der Ära des 41-jährigen Posch waren der Gewinn des Weltmeistertitels von Andrea Limbacher am Kreischberg 2015, der Gesamtweltcup-Sieg von Andreas Matt in der Saison 2010/11 sowie Weltcuperfolge von Limbacher, Matt und Thomas Zangerl. "Ich möchte mich bei Sabine Wittner sowie bei allen Athleten und Betreuern für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen sieben Saisonen bedanken. Es war eine sehr spannende und intensive Zeit, in der ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln durfte. Ich wünsche dem gesamten Team für die bevorstehenden Aufgaben viel Glück und Erfolg", sagte Gerold Posch.