26.09.2016

Sensation! Platz fünf
für Yacht Club Bregenz

Die Bregenzer segelten in Europas Elite ganz vorne mit / Foto © SCL/YCCS/Francesco Nonnoi

25.09.2016,Porto Cervo (ITA). Beim Showdown der besten Segelclubs Europas vor der Küste Sardiniens übertraf das Team vom Yacht Club Bregenz alle Erwartungen. Mit zwei Wettfahrtssiegen und einem zweiten Platz zeigte der YCB  am Finaltag seine Stärke und kämpfte sich eindrucksvoll vom hinteren Tabellenfeld unter die Top 5. Nicht ganz nach Wunsch lief es bei den Landsleuten vom SCTWV Achensee, die sich am Ende mit Platz 23 zufrieden geben mussten. Den Sieg und damit den begehrten Pokal sicherte sich mit klarem Punktevorsprung der Deutsche Touring Yacht-Club.

 

180 Grad Wende zum Guten

Hieß es am Freitag zum Auftakt des Finales der Sailing Champions League noch für alle 32 teilnehmenden Clubs in Porto Cervo „no wind, no play“, forderte der gestrige Samstag mit insgesamt 20 Wettfahrten (5 pro Verein) den Teams alles ab. Die Bedingungen waren heikel, bei leichter Brise und kabbeligen Wellen wurden die taktischen Fähigkeiten und die Ausdauer der Crews auf die Probe gestellt. Und so konnten sich am Ende weder der Yacht Club Bregenz mit Platz 23 noch der SCTWV Achensee mit Platz 28 die erhofft gute Ausgangsposition für den heutigen Finaltag schaffen.

Doch bei erneut herausfordernden Bedingungen mit Leichtwind und abgehackten Wellen wendete sich heute das Blatt. Die Bregenzer mit Steuermann Max Trippolt starteten mit einem Wettfahrtssieg in den Tag, nur um im weiteren Verlauf souverän noch einen zweiten Platz und einen weiteren Wettfahrtssieg draufzulegen. Innerhalb von drei Wettfahrten machte der Yacht Club Bregenz damit nicht nur 18 Plätze gut, auch das selbst gesteckte Ziel der Top 10 war damit klar erreicht. Im Endklassement sicherten sich die Bregenzer Platz 5.

„Das was gestern an Taktik nicht geklappt hat, konnten wir heute bei gutem Speed optimal umsetzen. Wir haben nicht nur den nächsten, sondern gleich zwei Schritte vorausgedacht,  das war entscheidend. Der Sieg in der ersten Wettfahrt hat den Knoten gelöst. Das war für uns der Beweis, dass wir trotz der starken Gegner an der Spitze mitfahren können. Ab da haben wir mit vollem Teamgeist um  jeden Punkt gefightet. Es gab sehr viele Juryentscheidungen, jeder Fehler wurde geahndet, das war schwer, aber auch sehr fair. Wir sind sehr glücklich, dass wir nicht nur unser Ziel, die Top 10, mehr als erreicht haben, sondern uns in diesem extrem starken Starterfeld bewiesen haben und uns zu den besten Fünf zählen dürfen,“ resümiert Max Trippolt, Steuermann vom Yacht Club Bregenz.

Durchwachsen fiel das Fazit des zweiten österreichischen Clubs, dem SCTWV Achensee, aus. „Zwei schwere Segeltage liegen hinter uns. Exzellente Gegner, eine perfekte Organisation und ein Ambiente der Extraklasse - die Champions League hat gehalten, was sie versprochen hat. Leider sind  wir mit einem Frühstart und zwei schlechten Wettfahrten am Samstag denkbar ungünstig in das Event gestartet, doch die Stimmung im Team war trotzdem ausgezeichnet. Mit einem Wettfahrtsieg und drei weiteren Plätzen in der vorderen Hälfte am heutigen Tag ist uns schlussendlich ein deutlicher Sprung nach vorne und damit ein versöhnlicher Abschluss gelungen. Herzliche Gratulation an die Gewinner und an den Yacht Club Bregenz, der mit einem 5. Platz ein Spitzenergebnis eingefahren hat!“, so Stefan Warminger vom SCTWV Achensee. Mit Platz 23  konnten man sich gegenüber der Saison 2015 um drei Plätze verbessern.


Nach insgesamt 34 Wettfahrten in zwei Tagen sicherte sich der amtierende Deutsche Meister, der Deutsche Touring Yacht-Club, den Sieg der Champions League 2016 und darf nun die Trophäe für den „besten Segelclub Europas“ mit nach Hause nehmen. Auf Platz Zwei und Drei fanden sich mit dem Regattaclub Bodensee und dem Regattaclub Oberhofen, zwei Schweizer Clubs.

Einmal mehr zeigte das Champions League Finale, warum das Format so beliebt ist: schnelle Kurzstrecken-Rennen, die die Teams technisch fordern und gleichzeitig Spaß machen. Zudem konnte das Niveau gegenüber dem Vorjahr mit den 32 Top-Teams aus ganz Europa deutlich gesteigert werden .


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