11.09.2016

Bregenz verteidigt den Titel

Bregenz, 11 August 2016. Mit einem 6. Platz beim Finale der Österreichischen Segel-Bundesliga 2016 run by SAP kürt sich der Yacht Club Bregenz in der Gesamtwertung erneut zum Österreichischen Meister. Mitfavorit SCTWV Achensee musste sich bereits gestern von seinen Titelträumen verabschieden, sicherte sich aber schlussendlich mit nur zwei Punkten Abstand den Vizemeistertitel.

Insgesamt wurde das Finalwochenende am Bodensee von den Teams aus dem Mittelfeld dominiert. In einem spannenden Duell holte sich der Yacht Club Hard im Heimatrevier knapp den Sieg vor dem Union Yachtclub Wörthersee und dem Union Yacht Club Mondsee. Für den neuen, alten Meister Yacht Club Bregenz und den Vizemeister SCTWV Achensee geht es bereits in 14 Tagen zum Finale der Sailing Champions League in Porto Cervo (ITA).

 

Siegreiches Vorarlberger Doppel

Ein windtechnisch durchwachsenes und sportlich emotionales Finalwochenende ging heute in Bregenz am Bodensee zu Ende. Die jubelenden Sieger waren dabei vor allem die Vorarlberger Clubs.

 

Titelverteidiger Yacht Club Bregenz konnte bei Leichtwind an diesen drei Tagen nicht seine beste Leistung abrufen. Doch am Ende reichte der 6. Platz um sich den Gesamtsieg  der Bundesliga und damit erneut den Meistertitel zu sichern.

 

Max Trippolt, Yacht Club Bregenz: „Hier daheim für den Club erneut den Meistertitel zu holen bedeutet uns sehr viel. Wir haben heute den drehenden Wind nicht gut erwischt. Aber weil wir wussten, dass unsere härtesten Konkurrenten, die Achenseer, gestern ihre Wettfahrten nicht wie gewohnt ins Ziel gebracht haben, war der Druck nicht ganz so groß. 

Die Unterstützung durch unsere Fans, Familie und die Clubmitglieder am Wasser und an Land war unglaublich. Die Konkurrenz wächst, das merkt man. Auch dass an diesem Wochenende mit dem Yacht Club Hard und dem Union Yacht Club Wörthersee zwei Teams dominiert haben, die man nicht unbedingt am Radar hatte, zeigt, dass alle stärker werden.

Jetzt Blickrichtung Champions League. Dort verstärken wir unser Team mit Lukas Mähr und peilen wieder die Top 10 an.“

 

Die zweiten strahlenden Gesichter fand man an diesem Wochenende beim Yacht Club Hard. Mit insgesamt vier ersten Plätzen und einem zweiten Platz konnte man  im Heimatrevier den Regattasieg für sich verbuchen. 

 

Michael Quendler, Yacht Club Hard: „Es war einfach eine Megaleistung von unserem Team, dass wir trotz so starker Konkurrenz so performen konnten. Der Fanclub draußen am Wasser hat uns voll gepusht. Wir haben uns im wahrsten Sinne des Wortes daheim gefühlt. Wir sind so locker gefahren wie im Training, jedes Manöver ist aufgegangen. Nächstes Jahr heißt es daher Vollgas!“

 

Des einen Freud, des andern Leid

Dieses vielstrapazierte Sprichwort im Sport hatte auch am Bodensee an diesem Wochenende einmal mehr Gültigkeit.

 

Der SCTWV Achensee, bis zu diesem Finalwochenende heißester Anwärter auf den Meistertitel der Österreichischen Segel-Bundesliga, vergab die Chance darauf bereits gestern, Samstag. Heute konnte man mit einem Wettfahrtssieg wieder viel Boden gut machen, Platz 11 in der Regattawertung reichte den Tirolern, um sich den Vizemeistertitel zu greifen.  

 

Caro Flatscher, SCTWV Achensee: „Wir haben unser Saisonziel, wieder in die Top 3 zu kommen, auf Fälle erreicht. Der bittere Beigeschmack lässt sich nicht abstreiten, weil wir über drei Regattawochenenden auf Siegeskurs waren. Wir hatten gestern einen schwarzen Tag. Damit haben wir das Spiel eigentlich kampflos aus der Hand gegeben. Die Bedingungen waren grenzwertig, weil der Wind sehr löchrig und unkonstant war.  Aber am Ende muss man doch zufrieden sein. Das Feld wird immer stärker und breiter. Für die Champions League stellen wir das Team neu auf und werden dort ohne Druck an den Start gehen.“

 

Ein lachendes und weinendes Auge gab es auch beim Union Yacht Club Wörthersee. Nach ihrer gestrigen Siegesserie zogen die Kärntner heute im direkten Duell mit dem Yacht Club Hard in der letzten gültigen Regatta des Tages den Kürzeren. Bei Punktegleichstand mit den Vorarlbergern musste man sich mit dem zweiten Platz  zufrieden geben.

 

Martin Dittrich, Steuermann Union Yacht Club Wörthersee: „Das ist das erste Mal, dass wir mit einem 2.Platz hadern. Es hat sich in der letzten Wettfahrt entschieden. Aber am Ende überwiegt die Freude und wir vergönnen es den Jungs vom Yacht Club Hard. Das ist unsere Motivation fürs nächste Jahr – wir wollen die tolle Leistung von Anfang an abrufen und über die ganze Saison mitziehen.“

 

Platz 3 am Bodensee holte sich der Union Yacht Club Mondsee.