06.08.2016

Drei Teams nach
Tag eins gleichauf

Neusiedl am See, 05. August 2016. Hatte man am Traunsee und am Wörthersee teils mit wenig Wind zu kämpfen, machte den Seglern am Neusiedlersee ein aufkommendes Unwetter einen Strich durch die Rechnung. Bei der 3. Regatta der Österreichischen Segel-Bundesliga run by SAP im Bundesleistungszentrum des OeSV am Neusiedlersee konnte zumindest ein Flight gesegelt werden. In den drei Wettfahrten setzten sich jeweils der Yacht Club Bregenz, der Union Yachtclub Mondsee und der Union Yachtclub Neusiedlersee durch, die damit ex aequo nach Tag eins die Regattatabelle anführen.

 

Bei perfekten Bedingungen konnten sämtliche Teams Freitagvormittag noch eine Trainingseinheit auf der Sunbeam 22.1 absolvieren. Pünktlich um 14:00 Uhr erfolgte auch der Auftakt zur dritten Regatta der heurigen Saison. Drei Wettfahrten und somit ein kompletter Flight, konnten gesegelt werden.

 

Die knapp 20 Knoten Wind verlangten den Teams alles ab. Am besten zurecht kamen damit zu Beginn der Yacht Club Bregenz, der Union Yachtclub Mondsee und der Union Yachtclub Neusiedlersee, die allesamt ihre Wettfahrt gewinnen konnten.

 

Yacht Club Bregenz auf Aufholjagd

Die Vorarlberger, die sich vor einem Jahr auf diesem Revier zum Meister krönten, setzten sich unter anderem gegen den Union Yachtclub Traunsee und den Yachtclub Hard durch. Max Trippolt: „Das Boot war bei dem starken Wind schwierig zu fahren, da mussten wir uns erst darauf einstellen. Der Wind war zudem sehr drehend. Ich hab mich nicht auf die Gegner konzentriert, sondern nur auf uns. Auf der ersten Vorwind kamen wir ideal ins Gleiten und sind vom vierten auf den ersten Platz vorgestoßen. Das macht es extrem spannend, aber auch nicht einfach. Ich denke das ganze Wochenende wird schwierig. Sonntag wird abgerechnet, da ist auch für den SCTWV Achensee und den Burgenländischen Yacht Club und den Segelclub Mattsee noch alles drinnen. Ein Fehler kann schnell passieren.“

 

Union Yachtclub Neusiedlersee nutzt Heimvorteil

Auch die Burgenländer ließen auf ihrem Heimrevier nichts anbrennen, kamen vor dem Union Yachtclub Wolfgangsee und dem Union Yachtclub Wörthersee als erste durchs Ziel. Speziell nach den durchwachsenen Ergebnissen am Wörthersee ist dieser Auftakterfolg ein wahrer Push für das Team.

 

Versöhnung zwischen See und Union Yachtclub Mondsee

Als Tabellenführer kamen vor einem Jahr die Oberösterreicher an den Neusiedlersee, fielen mit Platz 11 beim Finale aber deutlich in der Endabrechnung zurück. Statt Meistertitel blieb am Ende nur der 5. Platz. Dafür glückte in diesem Jahr der Auftakt. In ihrer Wettfahrt ließen die Oberösterreicher neben dem Bregenzer Segelclub und dem Union Yachtclub Attersee auch den Burgenländischen Yacht Club hinter sich.

 

SCTWV Achensee, Segelclub Mattsee und Burgenländischer Yacht Club mit Luft nach oben

Von den Top 4 der Gesamttabelle konnte am ersten Tag nur der Yacht Club Bregenz überzeugen. Sowohl Tabellenführer SCTWV Achensee als auch der Segelclub Mattsee und der Burgenländische Yacht Club, der mit Paralympics-Teilnehmer Sven Reiger an den Start ging, kamen nicht über Rang 4 hinaus. Halten die Wetterprognosen fürs Wochenende, bleiben den Teams aber noch genügend Wettfahrten um wieder ganz nach vorne zu segeln.

 

Sven Reiger, Burgenländischer Yacht Club: „Eine mögliche Topplatzierung haben wir heute einfach am Start vergeben. Wir konnten in der Folge zwar einige Meter aufholen, hatten das Boot auch gut im Griff, auf die Top 3 war der Abstand aber einfach schon zu groß.“

 

Simon Meister, SCTWV Achensee: „Wir haben in unserer Wettfahrt eine guten Start erwischt, hatten aber gleich danach einen Rechtsdreher und dadurch einen großen Abstand aufgerissen. In der Folge haben wir voll riskiert, mussten aber noch einen weiteren Platz abgeben. Platz 4 heute war reines Eigenverschulden, aber bis Sonntag ist noch viel Zeit, um wieder aufzuholen. Jetzt heißt es einfach die Fehler die wir heute gemacht haben zu vermeiden.“


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