04.08.2016

Bregenz in Lauterstellung

Nach dem Regattasieg am Traunsee und Platz 3 am Wörthersee hat man sich beim SCTWV Achensee auch für den dritten Stopp der Österreichischen Segel-Bundesliga run by SAP ein klares Ziel gesetzt: Platz 1 verteidigen und eine gute Ausgangsposition für das Finale schaffen. Hinter den Tirolern lauert bereits der Titelverteidiger Yacht Club Bregenz, gefolgt vom Segelclub Mattsee. Eine besondere Verstärkung hat der Burgenländische Yacht Club zu vermelden: Das Team von Clemens Kruse tritt am Neusiedlersee mit Paralympics-Teilnehmer Sven Reiger an!

 

Von 5. bis 7. August macht die Österreichische Segel-Bundesliga run by SAP halt am Neusiedlersee. Bei der dritten von insgesamt vier Regatten kehrt die Liga auch an jene Stätte zurück, an der im vergangenen Jahr erstmals der Österreichische Meister gekürt wurde.

 

Speziell Max Trippolt und sein Team haben ausschließlich beste Erinnerungen an den See. Bis zur letzten Wettfahrt matchte sich der Yacht Club Bregenz damals mit dem SCTWV Achensee um den Regattasieg, mit dem besseren Ende für die Vorarlberger. Jetzt steht eine Neuauflage dieses Duells zwischen dem Meister 2015 aus Vorarlberg und dem aktuellen Tabellenführer aus Tirol an. Michael Meister, Teammanager SCTWV Achensee: „Unser Ziel ist ein Platz unter den Top 3, damit können wir unsere Position in der Tabelle verteidigen und uns eine gute Ausgangsposition für das Finale schaffen.“

 

Michael Meister selbst wird am Wochenende durch seinen Bruder Simon als Steuermann ersetzt, beim Training am vergangenen Wochenende hat man sich auch auf die Tücken des Sees konzentriert: „Das flache Wasser und die kurzen Wellen sind charakteristisch für den See. Wir haben schon viel Zeit dort verbracht und sind viel gesegelt. Ich denke, wenn die burgenländischen Teams einen Vorteil am Neusiedlersee haben, dann möglicherweise beim Windlesen.“

 

Sven Reiger verstärkt Burgenländischen Yacht Club

„Man kann eine Regatta nicht an einem Tag gewinnen, aber man kann sie an einem Tag verlieren“, zitiert Max Kruse,Burgenländischer Yacht Club, einen Segelkollegen. Der verpatzte Auftakt am Traunsee mit Platz 9 sitzt bei den Burgenländern noch tief. In der Verfolgerrolle fühlt sich das Team allerdings durchaus wohl.

 

Für ihre „Heimregatta“ hat sich das Team mit einem echten Olympiateilnehmer verstärkt – Sven Reiger. „Er ist unglaublich erfahren. Wir erhoffen uns von ihm neue Impulse“, erzählt Max Kruse. Nach dem Regattasieg in Velden sind die Erwartungen im Team wieder gestiegen: „Das Team hat sich bewährt. Für das Wochenende gilt es, Fehler zu minimieren. Ziel ist ganz klar ein Platz am Stockerl. Nach der Regatta wollen wir auch in der Gesamttabelle unter den Top 3 stehen.“

 

Der Heimvorteil soll dabei ein wenig helfen, auch wenn dieser nicht wirklich groß ist, Max Kruse: „Am Neusiedlersee besteht die Chance, dass richtig starker Wind aufkommt. Dann werden die Abstände größer. Das trübe Wasser ist für manche vielleicht schwer zu lesen, aber im Prinzip kennen den See alle sehr gut.“

 

Yacht Club Breitenbrunn: Weitere Steigerung geplant

Am Heimatsee in der Bundesliga zu segeln sorgt auch beim Yacht Club Breitenbrunn für eine extra Portion Motivation. Die Burgenländer liegen aktuell am 8. Platz, wollen sich nach den Rängen 8 und 10 am Neusiedlersee deutlich steigern wie Maximilian Kraus, Teammanager Yacht Club Breitenbrunn, erzählt: „Auf unserem Heimatsee wollen wir natürlich alles geben. Wir haben einen Platz unter den Top 5 im Visier, sind aber vorsichtig aufgrund der Konkurrenz.“

 

Union Yacht Club Neusiedlersee richtet Blick bereits auf nächste Saison

Mit Platz 16 in Velden rutschte der Union Yacht Club Neusiedlersee in der Tabelle deutlich ab. 13 Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf Platz 3. Den Fokus hat man daher zum Teil bereits auf die kommende Saison gelegt. „Wir haben ein großes Team und nutzen jetzt die Gelegenheit um bereits für nächste Saison ein Kernteam zusammenzustellen. Wir sehen dieses Jahr mehr als ein Probejahr für uns“, erzählt Teammanagerin Angelika Stark.

 

Vergangene Woche bekam das Team noch die Gelegenheit mit der Sunbeam 22.1 zu trainieren. Große Vorteile durch das Revier und das zusätzliche Training am Bundesliga-Boot, erwartet man sich nicht.