10.02.2019

Segler ziehen positive Bilanz

Knapp vier Wochen verbrachten die österreichischen Nationalteam-Segler zuletzt in Miami. Nach den ersten beiden Regatten des Jahres zieht Sportdirektor Georg Fundak eine positive Bilanz. Nur wenige Tage nach dem Weltcup sind die ersten Teams bereits wieder auf Trainingslager.

Auf einen anfänglichen Trainingsblock folgte die Midwinter-Testregatta, bevor der Weltcup - an dem 60 Nationen teilnahmen - die erste Standortbestimmung bedeutete. Dort landeten sowohl Thomas Zajac/Barbara Matz als auch Benjamin Bildstein/David Hussl in ihren Klassen jeweils auf dem sechsten Rang und sorgten für einen gelungenen Jahresauftakt aus OeSV-Sicht. „Nach dem langen Wintertraining ist Miami jedes Jahr sehr wichtig. Jedes Team hat erst in der zweiten Jahreshälfte seine Zielregatta, deshalb gab es keine spezifische Vorbereitung auf das flache Wasser und die kabbeligen Wellen. Es war trotzdem eine gute Kontrolle, wir haben in jeder Klasse gesehen, wo wir wirklich stehen. Wir hatten einige Top-Platzierungen und sind im Spiel drinnen. Es ist immer schön eine Bestätigung zu bekommen, auf uns wartet jetzt aber wieder viel Arbeit, um weiter voranzukommen,“ bilanziert OeSV-Sportdirektor Georg Fundak.  
 
Neuer Impuls und alte Stärke im Nacra 17
Mit Laura Farese und Matthäus Zöchling wurde ein neues Team in den Kreis der Nationalmannschaft aufgenommen. Die beiden Burgenländer gaben mit Rang 16 bei den Nordamerikanischen Meisterschaften und dem 19. Platz beim Weltcup-Debüt im Nacra 17 eine weitere Talentprobe ab. „Das war eine positive Überraschung, sie sind sofort im Mittelfeld gesegelt. Es ist schön zu sehen, dass wir wieder ein talentiertes junges Duo in der Katamaran-Klasse haben. Wir wollen sie zu starken Partnern für Thomas und Barbara aufbauen,“ erklärt Fundak. Aufgrund einer Virus-Erkrankung von Vorschoterin Matz startete Österreichs Top-Boot geschwächt in den Weltcup, landete mit Rang sechs schlussendlich aber erneut im Spitzenfeld. „Barbara musste kurz vor Regatta-Beginn vier Tage pausieren, so etwas hat immer negative Auswirkungen. In den letzten Tagen war die Leistung wieder gewohnt gut. Sie haben sich bei Leichtwind verbessert.“ Thomas Zajac und Barbara Matz werden Anfang kommender Woche zum nächsten Trainingslager nach Uruguay aufbrechen.
 
49er trainieren wieder in Argentinien
Benjamin Bildstein und David Hussl haben bereits wieder ihre Zelte in Südamerika aufgeschlagen. Das 49er-Duo reiste von Florida direkt nach Argentinien, wo gemeinsam mit den Trainingspartnern Klaus und Yago Lange gearbeitet wird. In Miami sicherten sich die beiden Segler vom Yacht Club Bregenz Bronze bei der Midwinter Regatta und beendeten den Weltcup auf Platz sechs. „Das war eine Leistung, mit der sie immer ein Nationenticket holen würden. Einzig bei den Starts im großen Feld hatten sie Probleme, an den letzten beiden Tagen hat aber auch das sehr gut funktioniert. Benjamin und David sind wirkliche Allrounder,“ zeigt sich Fundak zufrieden.
 
Zwei neue 49erFX-Boote
Für die drei österreichischen 49erFX-Boote waren die Regatten in Florida ein Auf und Ab. Tanja Frank und Lorena Abicht landeten beim Weltcup in vier von neun Wettfahrten unter den Top-Acht, verpassten das Medal Race aber um einen Platz (drei Punkte). Die Vize-Weltmeisterinnen flogen gleich im Anschluss mit Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer nach Auckland, wo die beiden Teams bereits ihre neuen Boote entgegennahmen. In Neuseeland werden die vier OeSV-Athletinnen nun einige Erfahrungen über das WM-Revier sammeln. Währenddessen trainieren Laura Schöfegger und Anna Boustani in Vilamoura/Portugal, bevor die drei Teams zur Trofeo Princesa Sofia vor Palma (29.3.-6.4.) wieder zusammenkommen. „In Miami war sicher mehr möglich. Bei schwierigen Windverhältnissen fehlt noch die Kontinuität. Das ist aber normal und hat viel mit der nötigen Erfahrung im FX zu tun. Tanja und Lorena haben das Medal Race nur knapp verpasst, Angelika und Lisa konnten die guten Trainingsleistungen leider nicht umsetzen. Die Teams dürfen jetzt nur nicht die Geduld verlieren, das gilt auch für Laura und Anna. Auch sie haben in einzelnen Wettfahrten gute Leistungen gezeigt, brauchen aber noch Zeit,“ weiß Fundak.
 
470er kehren nach Miami zurück
David Bargehr und Lukas Mähr zählten mit ihrem neuen Boot, das mittlerweile schon im Container am Weg nach Japan ist, zu den schnellsten, „diese Geschwindigkeit konnten sie vorher nie produzieren.“ Die beiden Vorarlberger beendeten im starken 470er-Teilnehmerfeld eine Wettfahrt auf Rang zwei und holten insgesamt drei Top-6-Platzierungen. Trotzdem blieb am Ende nur der 19. Rang, Sportdirektor Fundak hebt jedoch die positiven Erkenntnisse der letzten Wochen hervor. „Sie haben sowohl bei der Midwinter Regatta als auch beim Weltcup mit neuem Material Spitzenleistungen gezeigt. Wenn sie einmal vorne sind, können sie den Platz auch halten. Die Startleistungen waren verbessert und sie sind durch die Geschwindigkeit wieder näher an der Weltspitze dran. Die Chance auf die Top-10 war da. Sie haben aber aufgrund der geänderten Bootsführung viele neue Aufgaben gehabt.“ Das Duo vom Yacht Club Bregenz bestreitet ab der kommenden Woche einen weiteren Trainingsblock in Miami. Mit dabei sind auch Niko Kampelmühler und Thomas Czajka, die im Weltcup den 25. Rang holten. „Die beiden arbeiten sehr hart und werden die Früchte dafür noch ernten.“ Darüber hinaus haben Yannis Saje und Lukas Haberl einmal mehr auf sich aufmerksam gemacht. Auf der ersten Kreuz haben die OeSV-Junioren mit den Weltbesten mitgehalten und konnten sogar eine Wettfahrt auf Rang drei beenden. „Sie sind auf internationaler Ebene angekommen, bei Leicht- und Mittelwind haben sie schon den Anschluss gefunden. Es passiert nicht oft, dass junge Mannschaften solche Leistungen abrufen können.“


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