12.09.2018

Weltcup im Olympiarevier

Sechs Boote der OeSV-Flotte starteten am Dienstag direkt im Olympiahafen vor Enoshima/Japan in die neue Weltcup-Saison. Bei auflandigem Wind hatten die Teams in den Klassen 470er, 49er, 49erFX und Nacra 17 stark zu kämpfen und erwischten keinen Auftakt nach Wunsch.

Seit drei Wochen trainieren sechs Mannschaften des Österreichischen Segel-Verbandes bereits in Enoshima, wo 2020 die Segelbewerbe der Olympischen Sommerspiele ausgetragen werden. Thomas Zajac und Barbara Matz, die das Nationenticket für die Nacra 17-Klasse bereits sichern konnten, waren in den ersten beiden Wettfahrten zwar knapp an den Top-10 dran, konnten nach einem Crash mit dem deutschen Team allerdings die dritte Wettfahrt des Tages nicht bestreiten. „Es war kein guter Tag für uns,“ zeigt sich Steuermann Thomas Zajac unzufrieden. „Obwohl wir gute Starts hatten, sind wir nicht ins Fahren gekommen. Der Crash vor dem dritten Rennen ist natürlich bitter. Das dadurch entstandene Loch im Boot muss nun bis morgen behoben werden, damit wir wieder an den Start und voll angreifen können,“ blickt Zajac bereits nach vorne.
 
Ähnlich schwer hatten es die beiden Vize-Weltmeisterinnen in der 49er-FX-Klasse. Der drehende und böige Wind machte auch Tanja Frank und Lorena Abicht zu schaffen. „Es war sehr tricky heute. Wir haben es mit unserem Boot nicht geschafft, eine gute Geschwindigkeit zu erreichen. Wir haben aber einiges gelernt und hoffen, dieses bereits morgen umsetzen zu können,“ resümiert Steuerfrau Tanja Frank den Auftakt. Mit den Plätzen 20, 20, 13 liegt das Erfolgsteam von Aarhus auf dem 19. Platz in Zwischenklassement. Nur zwei Plätze dahinter lauert mit Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthoher das zweite 49er-FX Team aus der OeSV-Flotte.
 
Benjamin Bildstein und David Hussl erreichten bei den 49ern gegen die starke Konkurrenz eine souveräne Mittfeldplatzierungen. „Diese Bedingungen und das hohe Niveau erfordern schnelle Entscheidungen. Mit den Entscheidungen und den Starts waren wir bereits großteils zufrieden. Bei der ersten Abwindphase sowie der ersten Luv-Tonne haben wir aber einiges an Boden verloren. In den zweiten Teilen der Rennen gelang uns das besser. Der Auftakt war nicht unbedingt glanzvoll, hätte aber auch schlechter ausfallen können. Wir hoffen bereits morgen das Potential zur Steigerung abrufen zu können,“ erzählt Steuermann Benjamin Bildstein.
 
In der der 470er-Klasse gingen mit Bargehr/Mähr und Kampelmühler/Czajka zwei OesV-Teams an den Start. Auf der weitest vom Hafen entfernten Bahn fuhren die österreichischen Boote Heck an Bug auf die Plätze 21 und 22. „Wir hatten heute leider keinen sonderlichen guten Tag,“ resümiert Vorschoter Mähr. „Wir haben gleich bei der ersten Wettfahrt den Start optimal erwischt und entschieden uns für die richtige Seite. Auf der ersten und zweiten Kreuz verloren wir dann allerdings an Boden. Wir werden den Tag nun gut analysieren und hier im Olympiarevier weiter eifrig dazulernen,“ so der Vorarlberger.
 
World Cup Enoshima (JPN), 09. – 16. September 2018:
 
470er
1. Keiju Okada / Jumpei Hokazono (JPN) 8 (5,2)
21. David Bargehr / Lukas Mähr (AUT) 43 (27,16)
22. Niko Kampelmühler / Thomas Czajka (AUT) (23,20)
 
49er
1. Dylan Fletcher-Scott / Stuart Bithell (GBR) 3 (1, 2, (4)
17. Benjamin Bildstein / David Hussl (AUT) 25 (10, (17), 15)
 
49erFX
1. Martine Soffiatti Grael / Kahena Kunze (BRA) 3 (1, (5), 2)
19. Tanja Frank / Lorena Abicht (AUT) 26 (20), 13, 13)
21. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer (AUT) 33 (18, 15, (21)
 
Nacra 17
1. Ruggero Titta / Caterina Marianna Banti (ITA) 2 (1,1,(1)
14. Thomas Zajac / Barbara Matz (AUT) 23 (12, 12, (26 – DNS)
 
Programm
12. Oktober – Opening Series
13. Oktober – Opening Series
14. Oktober – Opening Series
15. Oktober – Opening Series 470er / Medal Race 49er, 49erFX, Nacra 17
16. Oktober – Medal Race 470er


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