08.08.2018

Bargehr/Mähr müssen hoffen

Am Dienstag ließ der Wind bei den Weltmeisterschaften vor Aarhus erneut länger auf sich warten. Nach der wetterbedingten Verspätung holten sich Tanja Frank und Lorena Abicht in ihrer einzigen Wettfahrt den vierten Rang und starten nun als Dritte in die 49erFX-Goldflotte. Das Nacra 17-Duo Thomas Zajac/Barbara Matz und auch David Bargehr/Lukas Mähr büßten hingegen einige Plätze ein. Um den Olympia-Quotenplatz gleich im ersten Versuch holen zu können, müssen die beiden Vorarlberger 470er-Segler nun auf eine weitere Wettfahrt am Mittwoch hoffen.

Leichtwind erwartete die Segler am sechsten Tag der Weltmeisterschaften vor Aarhus, was wieder einige Startverschiebungen zur Folge hatte. Nachdem am gestrigen Montag bei den 49erFX nur eine Gruppe die für den Abschluss der Qualifikation notwendige sechste Wettfahrt durchführen konnte – trotz eines Streichergebnisses schafften es Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer souverän in die Goldflotte -, mussten am Dienstag die restlichen Teams für ein Rennen auf das Wasser. Tanja Frank und Lorena Abicht kamen mit den Bedingungen bestens zurecht und gingen nach einem guten Start als Vierte durch das Ziel. Im Gesamtklassement verbesserte sich das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee vor dem morgigen Beginn der Goldflotte auf Rang drei. „Wir haben zum Glück gesehen, dass der Wind von links kam. Wir sind als Vierte an der Luvtonne gewesen und haben diese Position dann verteidigt. Mit dem dritten Gesamtrang sind wir sehr zufrieden und genießen den Augenblick. Es ist aber noch zu früh, um sich wirklich zu freuen,“ zeigt sich Vorschoterin Abicht fokussiert.
 
Verkürztes Quali-Programm stoppt zwei OeSV-Teams
Laura Schöfegger und Anna Boustani beendeten die einzige Wettfahrt des Tages auf Rang zwölf, hatten aufgrund des verkürzten Programms aber keine Chance mehr auf den Einzug in die Goldflotte. „Die ganze Regatta ist bislang nicht wirklich nach Wunsch verlaufen. Auf der einen Seite war teilweise sicher Pech dabei, auf der anderen Seite haben wir am Starkwindtag auch blöde Fehler gemacht. Für uns gilt es jetzt weiter Erfahrung zu sammeln, auch in der Silberflotte sind gute Leute dabei, es wird sicher nicht einfach,“ resümiert Steuerfrau Schöfegger. Auf die beiden Salzburgerinnen warten nun sechs Rennen in der Silberflotte. Dort gehen auch Benjamin Bildstein und David Hussl an den Start. Da nicht alle drei Qualifikations-Gruppen der 49er-Klasse ihre siebente Wettfahrt am Montag beenden konnten, wurde der 13. Platz des Duos vom Yacht Club Bregenz, der den Einzug in die Goldflotte bedeutet hätte, wieder gestrichen.
 
Bargehr/Mähr hoffen auf weiteres Rennen
Die Goldflotte der 470er-Klasse musste am Dienstag knapp sieben Stunden am Wasser ausharren und brachte nach etlichen abgebrochenen Startversuchen schließlich zwei Rennen in die Wertung. Mit den Rängen 27 und 28 mussten David Bargehr und Lukas Mähr den ersten Rückschlag bei dieser WM hinnehmen. „Wir sind nicht gut reingekommen, das hat beim ersten Start begonnen. Bei diesen Windverhältnissen ist es dann schwierig aufzuholen. Beim zweiten Rennen haben wir einen guten Start erwischt, uns aber für die falsche Seite entschieden und den Anschluss nicht mehr gefunden,“ analysiert Steuermann Bargehr. Die Vorarlberger fielen damit nicht nur aus den Medal-Race-Rängen, sondern befinden sich nach neun der geplanten zehn Wettfahrten als aktuell 14. auch nicht mehr unter den besten acht Nationen, die einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ergattern. Ob die zehnte Wettfahrt am morgigen Mittwoch, der eigentlich als Ruhetag für die 470er eingeplant war, nachgeholt wird, entscheidet sich im Laufe des Abends. „Es war sehr schwierig, aber natürlich für alle gleich. Wir haben es heute nicht so gut umgesetzt und hoffen nun auf eine zweite Chance,“ fügt Vorschoter Mähr hinzu.
 
Zajac/Matz von Rang acht in die Goldflotte
Nachdem Thomas Zajac und Barbara Matz aufgrund der gestrigen Windflaute keine Wettfahrten absolvierten, gab es für das OeSV-Team bei den Nacra 17 am Dienstag gleich deren vier, womit die Qualifikation auch beendet wurde. Mit den Plätzen 14, 19 (vorläufiger Streicher) acht und zehn fielen die Weltranglistenfünften leicht zurück und gehen nun aus achter Position in die Goldflotte. „Eigentlich war kein Rennen wirklich zufriedenstellend. Wir hatten zum Teil gute Starts und auch eine gute Linie, haben aber bei der Geschwindigkeit nicht mithalten können. Wir haben schon vor WM-Beginn gewusst, dass uns die Leichtwind-Bedingungen beim Speed Probleme bereiten. Wir haben probiert das Beste daraus zu machen und hoffen nun auf mehr Wind. Für diese Umstände ist unsere Zwischenplatzierung in Ordnung, wir freuen uns auf die Goldflotte. Jetzt beginnt die Weltmeisterschaft erst richtig,“ so Zajac.
 
World Championships, Aarhus (DEN), 2. – 12. August 2018:
Zwischenstände

470er – Goldflotte
1. Anton Dahlberg / Fredrik Bergström (SWE) 36 Punkte (1/3/6/5/5/1/(13)/9/6)
14. David Bargehr / Lukas Mähr 85 (16/10/12/2/11/2/5(27/(28)
 
470er - Silberflotte
33. Niko Kampelmühler / Thomas Czajka 94 (26)/19/22/13/4/21/4/12)
54. Yannis Saje / Lukas Haberl 145 (20/(31)/15/29/27/8/25/21)
 
49er
1. Lucas Rual / Emile Amoros (FRA) 14 (2/1/(6)/3/3/5)
30. Benjamin Bildstein / David Hussl 50 (1/5/5/(22)/18/21)
 
Nacra 17
1. Santiago Lange / Cecilia Carranza Saroli 16 (3/2/2/2/2/3/(6)/4)
8. Thomas Zajac / Barbara Matz 42 (2/7/1/14/(19)/8/10)
 
49erFX
1. Ida Marie Baad / Marie Thusgaad Olsen (DEN) 13 (1/(16)/3/3/4/2)
3. Tanja Frank / Lorena Abicht 28 (7/2/(25)/9/6/4)
19. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer 51 (10/8/17/11/5/(DNF)
44. Laura Schöfegger / Anna Boustani 85 (4/26/(31UFD)/21/22/12)


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