24.05.2018

Bargehr/Mähr verpassen das Medal Race

 Am fünften Tag der 470er Europameisterschaft vor Burgas verpassten David Bargehr und Lukas Mähr den Sprung in die Top 10. Zwar holten Kampelmühler/Czajka zum Abschluss noch einen guten zwölften Rang, dennoch geht das morgige Medal Race an der bulgarischen Schwarzmeerküste ohne österreichische Beteiligung über die Bühne.

Bei acht bis zehn Knoten und strahlendem Sonnenschein wurde am Mittwoch die elf Rennen andauernde „opening series“ der 470er Europameisterschaft mit zwei Wettfahrten zu Ende gebracht. Obwohl der Regatta-Beginn alles andere als nach Wunsch verlief, war für David Bargehr und Lukas Mähr nach den gestrigen Top-Platzierungen das Medal Race wieder in Reichweite. Die beiden Vorarlberger kamen aber über die Plätze 24 und 25 nicht hinaus und beenden die Europameisterschaft auf dem 12. Rang. „Wir haben es zweimal am Start liegen gelassen. Die Geschwindigkeit und viele andere Dinge passen, uns fehlt aber die Konstanz. Auch wenn es gerade nicht nach Wunsch läuft, werden wir konzentriert weiterarbeiten und stärker zurückkommen,“ zeigt sich Vorschoter Mähr kämpferisch. Für die beiden Segler vom Yacht Club Bregenz stehen in den nächsten Wochen die Trainingslager im kroatischen Split um im WM-Revier von Aarhus/Dänemark auf dem Programm.
 
Nach dem fulminanten Auftakt ließen Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka zum Abschluss mit einem zwölften Platz noch einmal aufhorchen. Mit dem 19. Gesamtrang holte sich das Duo vom Burgenländischen Yacht Club die beste EM-Platzierung ihrer noch jungen 470er-Karriere. „Wir sind sehr zufrieden und nehmen viel Positives aus dieser Europameisterschaft mit. Es war eine deutliche Steigerung zum letzten Weltcup, wir haben aber dennoch gemerkt, dass bei mehr Wind noch einiges auf die Spitzenplätze fehlt. Wir werden jetzt am Gesamtpaket arbeiten und uns bestmöglich auf die Weltmeisterschaft vorbereiten,“ analysiert Vorschoter Czajka.
 
Die OeSV-Junioren Yannis Saje und Lukas Haberl erzielten mit dem 20. Platz in der letzten Wettfahrt das beste Resultat und beendeten ihre erste 470er-EM auf dem guten 33. Rang. An der Spitze sicherten sich die beiden Schweden Anton Dahlberg / Fredrik Bergström schon vor dem abschließenden Medal Race den Titel. Nach sieben Top Drei-Platzierungen sind sie nicht mehr von der ersten Position zu verdrängen.
 
Sportdirektor Georg Fundak: „Auch wenn das Teilnehmerfeld bei einer Europameisterschaft sehr stark ist, wollen wir immer gute Ergebnisse einfahren. David Bargehr und Lukas Mähr hat die Kontinuität gefehlt, sie haben sich zwei Tage unter ihrem Wert verkauft. Gestern waren sie im absoluten Spitzenfeld, da sehen wir, dass wir nicht so weit weg sind. Wir werden uns im Training noch stärker auf die Starts konzentrieren. Niko Kampelmühler ist wenige Tage nach seiner schriftlichen Matura eine starke Regatta gesegelt. Mit Thomas Czajka treffen zwar zwei verschiedene Generationen aufeinander, sie ergänzen sich aber sehr gut. Es war selten ein Team im zweiten Jahr so nah an der Weltspitze wie die beiden. Die Junioren haben erneut eine Talentprobe abgegeben, unsere intensive Arbeit im Jugendbereich macht sich einmal mehr bezahlt.“
 
470er Europeans 2018 Burgas (BGR), 19. – 24. Mai 2018:
 
Ergebnis Herren:
1. Anton Dahlberg / Fredrik Bergström (SWE) 37 (2/(28)/10/7/2/3/2/2/1/6/2)
12. David Bargehr / Lukas Mähr (AUT) 141 (23/19/(26)/9/12/15/1/12/2/24/25)
19. Nikolaus Kampelmühler / Thomas Czajka (AUT) 204 (6/14/9/34/(35)/20/24/29/24/12/34)
33. Yannis Saje / Lukas Haberl (AUT) 322 (24/21/35/39/41/39/34/(42)/30/39/20)
 
Programm
19. Mai – kein Start möglich
20. Mai – Opening Series
21. Mai – Opening Series
22. Mai – Opening Series
23. Mai – Opening Series
24. Mai – Medal Race
 
2018europeans.470.org