17.05.2018

Neues Boot für die EM

Die Bootstaufe

Mit der Europameisterschaft in Burgas geht für die 470er-Segler der erste Saisonhöhepunkt über die Bühne. Zunächst stehen fünf Qualifikationsläufe auf dem Programm, die besten Teams kämpfen dann in sechs Finalwettfahrten um den Einzug ins Medal Race (24. Mai). Der Österreichische Segel-Verband ist im sehr starken Teilnehmerfeld mit drei Booten vertreten. Nach 17-stündiger Autofahrt sind Bargehr/Mähr, Kampelmühler/Czajka und die OeSV-Junioren Saje/Haberl am Montag an der bulgarischen Schwarzmeerküste angekommen.
 
Bargehr/Mähr segeln mit neuem Boot „Emilie“


Nach einer Trainingswoche in Neusiedl am See darf sich allen voran das Top-Duo David Bargehr und Lukas Mähr Hoffnungen auf eine Platzierung im Spitzenfeld machen. Die beiden Vorarlberger haben zuletzt nicht nur am Wasser hart gearbeitet, sondern auch den Container für die nächsten Aufgaben im Olympia-Revier von Japan fertig verladen. Dabei wurden die Motorboote mit wichtigen technischen Updates auf den neuesten Stand gebracht. Anhand der mit modernen Windmesssystemen erhobenen Daten können Strömungsmuster bestmöglich analysiert und aufbereitet werden. Nachdem auch das bei den vergangenen Regatten gesegelte Boot „Amelie“ im Container Platz fand, kommt es nun in Burgas zu einer Premiere: Denn die beiden Olympiasegler starten erstmals mit dem neuen Boot, das von Patentante Verena Bacher auf „Emilie“ getauft wurde. „Wir haben beide Boote im Herbst bekommen, sie sind also Geschwister. Der Name hat uns nicht nur gut gefallen, Emilie bedeutet auch die Fleißige. Es ist immer viel Aufwand ein neues Boot zu individualisieren. An den ersten Segeltagen findet man immer etwas, das angepasst gehört“, weiß Vorschoter Lukas Mähr, der sich in Hinblick auf die Europameisterschaft zuversichtlich zeigt: „Wir haben gut trainiert und klare Akzente gesetzt, die wir nun im Wettkampf umsetzen wollen. Wir sind gut drauf und segeln voll auf Angriff, die Top 10 sind das Ziel.“
 
Nach der Matura folgt die Europameisterschaft

Für Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka war die letztjährige Europameisterschaft vor Monaco die dritte gemeinsame Regatta. Seitdem hat das Duo viele Fortschritte gemacht, in den vergangenen Wochen war der Fokus des 19-jährigen Wieners aber vermehrt auf die Schule gerichtet: „Die schriftliche Matura ist gut gelaufen, der Schulstress ist jetzt bisschen abgefallen. Wir konzentrieren uns voll auf die EM und wollen in die Goldflotte einziehen“, hofft Kampelmühler. Während sein Steuermann den schulischen Pflichten nachkam, sicherte sich Vorschoter Czajka bei der Traunsee Woche den Shark24-Europameistertitel.
 
Auch die OeSV-Junioren Yannis Saje und Lukas Haberl steigen in Burgas wieder in das Wettkampfgeschehen ein. „Wir haben seit der letzten Regatta in Palma hart an unserer Fitness gearbeitet und wollen wieder viel mitnehmen. In einzelnen Wettfahrten hatten wir schon gute Ergebnisse, diese Erfahrungen sind auch für unsere bevorstehenden Jugend-Events sehr wichtig“, erzählt Vorschoter Haberl, der auch erst gerade die schriftliche Matura absolviert hat. Für das Duo sind die Jugend-EM in Sesimbra/Portugal und die Jugend-WM in Bracciano/Italien die großen Prüfungen der Saison.
 
OeSV-Sportdirektor Georg Fundak: „Wir wollen gute Ergebnisse holen, Bargehr/Mähr können sicher in die Top 10 segeln. Bei den anderen beiden Teams freut es mich sehr, dass sie dabei sein können. Die Schule und den Spitzensport dermaßen zu vereinen, ist auch mental eine tolle Leistung von den drei Jungen. Ich bin positiv gestimmt, wir alle haben in diesem Jahr Aarhus als großes Ziel vor Augen.“
 
470er Europeans 2018 Burgas (BGR), 19. – 24. Mai 2018:

David Bargehr / Lukas Mähr
Niko Kampelmühler / Thomas Czajka
Yannis Saje / Lukas Haberl
 
Programm
19. Mai – Qualification Series
20. Mai – Qualification Series
21. Mai – Final Series
22. Mai – Final Series
23. Mai – Final Series
24. Mai – Medal Race


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