10.02.2018

„Freuen uns über
jede Erfolgsmeldung!“

Die WM-Dritten von 2017 David Bargehr und Lukas Mähr über Miami, Aarhus und Pyeongchang: Warum es in Florida nur lauwarm lief, die Weltmeisterschaft von Dänemark noch mehr an Bedeutung erfährt und was den heimischen Wintersportlern in Südkorea zuzutrauen ist.

Ihr habt den Weltcup in Miami auf Rang 13 beendet – wie zufrieden stimmt euch das Ergebnis und wie beurteilt ihr eure Leistung?

David Bargehr: „Das Ergebnis ist definitiv nicht zufriedenstellend, was die Leistung anbelangt haben wir aber ein vorwiegend positives Feedback von unserem Trainer Mate Arapov bekommen. Die Vorgabe war die Dinge, die wir uns zuletzt bis ins kleinste Detail erarbeitet haben, im Wettkampf effizient umzusetzen. Also zum Beispiel die Manöver bei Starkwind oder die Starts von der Mitte der Linie. Wenn man etwas Neues in den Prozess integriert, lässt man Dinge die längst in Fleisch und Blut übergegangen sind etwas schleifen. Nicht absichtlich, aber unterbewusst. Es dauert seine Zeit bis das eine ins andere greift.“

Ihr habt beim Weltcup in Miami viel am Materialsektor experimentiert und unter anderem ein neues Großsegel gesetzt. Welche Erkenntnisse habt ihr gewonnen?

Lukas Mähr: „Das sich die bisherige Arbeit voll ausgezahlt hat und wir auf einem vielversprechenden Weg sind. Wir haben das WM-Segel aus dem Vorjahr weiterentwickelt und noch detaillierter auf unseren Segelstil abgestimmt. Bis zu 18, 19 Knoten (Anm.: 5 Windstärken) sind wir richtig schnell, bei noch stärkerem Wind und hohen Wellen haben wir noch keine Erfahrungswerte. Wir werden deshalb in den kommenden Wochen viel außerhalb der Biscayne Bay am offenen Meer trainieren.“

Wie schaut das weitere Programm im Frühjahr aus und was sind eure sportlichen Höhepunkte 2018?

David Bargehr: „Wir trainieren jetzt bis 20. Februar in Miami, sind dann eine Woche in Kroatien und anschließend in Palma, wo wir ab 30. März mit der Trofeo S.A.R. Princesa Sofia den nächsten Wettkampf bestreiten. Und der absolute Höhepunkt ist sicherlich die Weltmeisterschaft Ende Juli in Aarhus, wo es neben Medaillen auch um erste Quotenplätze für Tokio 2020 geht. Wenn wir es schaffen Österreich gleich beim ersten Anlauf zu qualifizieren, würde das die weitere Planung hinsichtlich der Vorbereitung im Olympiarevier extrem erleichtern.“

Stichwort Olympia, am 09. Februar werde die Winterspiele in Pyeongchang eröffnet, werdet ihr die eine oder andere Entscheidung von Miami aus mitverfolgen und wie viele Medaillen traut ihr den heimischen Athleten zu?

Lukas Mähr: „Wir halten uns garantiert auf dem Laufenden und mit Prognosen tu ich mir ehrlich gesagt immer sehr schwer. Fakt ist, dass wir in sehr vielen Disziplinen sehr gute Chancen haben. Das ist nicht selbstverständlich, sondern etwas, das man sich extrem hart erarbeiten muss. Wir sind eine Top-Wintersportnation, ich bin sicher, dass wir diesem Ruf auch in Südkorea gerecht werden. Wir drücken allen Österreichern fest die Daumen, ganz besonders aber natürlich den Kollegen aus dem Ländle.“


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