26.01.2018

Schwerste Bedingungen am dritten Tag

Ganz andere Bedingungen als in den Tagen davor erwarteten die Segler am Donnerstag beim Weltcup vor Miami. Bei Windstärken zwischen 17 und 22 Knoten und kurzen hohen Wellen konnte die OeSV-Flotte einige gute Ergebnisse einfahren. Thomas Zajac und Barbara Matz im Nacra 17 kletterte mit zwei zweiten und einem fünften Platz auf Rang vier im Zwischenklassement. „Endlich hatten wir viel Wind und es war gleich richtig Action auf unserer Bahn. Der Kreuzspeed, der uns in den letzten Tagen noch bisschen gefehlt hat, war heute unser Plus“, zeigt sich der Olympia-Dritte zufrieden. Das Duo ist sich aber bewusst, dass es noch Verbesserungspotential gibt, wie Vorschoterin Matz erklärt: „Am Vorwind müssen wir noch arbeiten, da fehlt uns ein bisschen der Speed.“
 
Die 470er David Bargehr/Lukas Mähr verbesserten sich in den heutigen beiden Wettfahrten (13. und 8.) ebenfalls um einen Rang und liegen nun auf Platz 13. „Wir waren voll am Limit, sind immer besser in Fahrt gekommen und nehmen das Ergebnis mit. Wir hatten unser neues Großsegel mit speziellem Schnitt noch nie bei solchen Verhältnissen im Einsatz gehabt, das war natürlich ein Unsicherheitsfaktor. Wir werden den heutigen Tag gut analysieren, um morgen bei ähnlichen Bedingungen noch einen Tick schneller zu sein,“ schildert David Bargehr. Auf dem vorläufig 21. Platz finden sich Niko Kampelmühler und Thomas Czajka wieder, während die OeSV-Junioren Yannis Saje/Lukas Haberl ihr Können auch bei Starkwind unter Beweis stellten (31. und 27.) und insgesamt auf dem 29. Rang liegen.
 
Für die 49er lief es nicht ganz nach Wunsch. Während Marco Baumann/Jakob Flachberger aufgrund der mangelnden Erfahrung bei diesen Verhältnissen und einem noch nicht ganz fitten Knie von Vorschoter Flachberger frühzeitig wieder hingefahren sind, wurde auch den nun fünftplatzierten Benjamin Bildstein und David Hussl alles abverlangt. Nachdem das Duo das erste von vier Rennen nicht beenden konnte, folgten die Ränge fünf, 20 und zehn. „Unser Kurs war diesmal weit weg vom Land, wir hatten mit den Wellen richtig zu kämpfen. In Folge von Kenterungen und Überschläge gab es auch Materialbrüche, uns ist etwa das Fockfall gerissen. Wir haben unser Potential wieder gezeigt und auch der Speed wäre da, uns fehlen aber einfach die Wasserstunden bei diesem Wind. Wir sehen, dass wir taktisch richtig fahren, es aber noch nicht ins Ziel bringen. Das Boot verzeiht einfach keine Fehler,“ analysiert Steuermann Bildstein.
 
Die 49erFX hatten den letzten Start und konnten nur ein Rennen durchbringen. Bei äußerst schwierigen Bedingungen erreichten nicht alle das Ziel, darunter auch die österreichischen Boote. Sowohl bei Tanja Frank/Lorena Abicht als auch bei Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer ist der Mast weggebrochen. „Das hatte heute etwas von Überlebenstraining“, nimmt es Tanja Frank mit Humor. Die beiden Teams arbeiten nun an den Booten, um diese für die morgigen vier Wettfahrten startklar zu bekommen.
 
Zwischenergebnis Tag 3 - World Cup Miami (USA), 23. – 28. Januar 2018:
 
470er
1. Luke Patience / Chris Grube (GBR) 16 (2/8/(28)/3/1/2)
13. David Bargehr / Lukas Mähr (AUT) 55 ((31)/1/29/4/13/8)
21. Niko Kampelmühler / Thomas Czajka (AUT) 86 (3/27/6/24/26/(34)
29. Yannis Saje / Lukas Haberl (AUT) 125 (10/32/25/(33)/31/27)
 
49er
1. Dylan Fletcher-Scott / Stuart Bithell (GBR) 46 (1/17/2/2/(39 BFD)/12/1/3/8)
5. Benjamin Bildstein / David Hussl (AUT) 76 (2/11/8/1/19/(39 DNF)/5/20/10)
34. Marco Baumann / Jakob Flachberger (AUT) 240 (30/18/33/26/16(39 DNF)/39 DNS/39 DNS/39 DNC)
 
49erFX
1. Victoria Jurczok / Anika Lorenz (GER) 10 (2/(5)/4/1/1/1/1)
3. Tanja Frank / Lorena Abicht (AUT) 30 (5/(6)/5/3/6/5/(22 DNF)
17. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer 91 (12/18/19/10/11/21/(22 DNF)
 
Nacra 17
1. Jason Waterhouse / Lisa Darmanin (AUS) 14 (1/4/(12)/1/1/1/3/2/1)
4. Thomas Zajac / Barbara Matz (AUT) 37 (12/1/4/(16)/7/4/2/5/2)

Weiteres Programm
26. Januar – Opening Series
27. Januar – Opening Series 470er / Medal Race 49er, 49erFX, Nacra 17
28. Januar – Medal Race 470er