17.10.2017

Bargehr/Mähr setzen Ausrufezeichen

David Bargehr und Lukas Mähr trotzten dem anhaltenden Regen beim World Cup in Gamagori (JPN) erfolgreich. Bereits in der ersten Wettfahrt der 470er war das Duo vorne dabei, ein Fehler bei der zweiten Tonne warf sie allerdings zurück. Die Antwort folgte auf dem Fuße, Bargehr/Mähr segelten in der zweiten Wettfahrt als erste durchs Ziel. Auch Tanja Frank und Lorena Abicht konnten gleich zu Beginn des World Cups ein erstes Erfolgserlebnis verzeichnen und sicherten sich nach perfektem Start in der ersten Wettfahrt Rang zwei. Im Gesamtklassement stehen Frank/Abicht nach drei Wettfahrten im 49erFX auf Rang 5, Kohlendorfer/Farthofer auf Rang 8. Bei den 470ern bekleiden Bargehr/Mähr nach zwei Wettfahrten Rang sieben, Kampelmühler/Czajka Rang 23.
Sonntag Regen, Montag Regen und auch zum World Cup-Auftakt am Dienstag Regen. Die OeSV-Teams die in Gamagori (JPN) an den Start gingen, haben den Jetlag zwar bereits hinter sich gelassen, kämpften aber wie das gesamte Starterfeld mit den schwierigen Verhältnissen.

„16 Grad, das Gewand nass vom durchgehenden Regen, das zehrt an den Kräften“, berichtet Lukas Mähr aus Japan. Umso Stärker präsentierte sich der Vorschoter mit Steuermann David Bargehr am Wasser selbst. Zwei perfekte Starts, Sieg in der zweiten Wettfahrt, lediglich ein Fehler bei der zweiten Tonne in der ersten Wettfahrt kostete das Duo einen Spitzenplatz, Lukas Mähr: „Wir hatten wenig Wind, teilweise auch schlechte Sicht, aber beim Start kamen dann acht bis elf Knoten Wind auf. Es war dann wirklich lässig zu segeln. Wir waren in der ersten Wettfahrt super dabei, haben uns bei der LUV-Tonne leider verschätzt. Ein Fehler der beinhart bestraft wird. Bei diesem hochkarätigen Feld ist es dann schwer nach vorne zu kommen.“

Nach Platz 15 zum Auftakt, lief es dafür in der zweiten Wettfahrt umso besser. Erneut ein perfekter Start und ein solides Rennen bescherte dem Duo den Sieg, Lukas Mähr: „Dieser Wettfahrtsieg war wichtig für uns. Wir haben sofort gesehen, dass wir voll dabei sind.“

Das zweite 470er Gespann Niko Kampelmühler/Thomas Czajka landete in den ersten beiden Wettfahrten auf den Plätzen 21 und 24 und liegt damit vorläufig auf Rang 23. Für Mittwoch stehen erneut zwei Wettfahrten am Programm.

Roulettespiel bei den Damen

Im 49erFX legten Tanja Frank und Lorena Abicht einen wahren Traumstart hin, segelten in der ersten Wettfahrt prompt auf Rang zwei. Doch die Verhältnisse machten es den Teams insgesamt sehr schwer in die Regatta zu kommen, Tanja Frank: „Es war fast wie beim Roulette. Von wenig Wind bis gar kein Wind war alles dabei. Es konnte passieren, dass der Wind ganz weg war und plötzlich wieder von einer ganz anderen Seite kommt. Trotzdem sind wir durchaus zufrieden. Wir hatten drei gute Starts und eine gute Geschwindigkeit. In der ersten Wettfahrt haben wir es einfach gehalten, während die anderen Teams einiges ausprobiert haben. In der zweiten Wettfahrt hatten wir ein wenig Pech mit dem Wind. In der dritten Wettfahrt haben wir uns leider für die falsche Seite entschieden.“

Das kostete dem Duo einen weiteren Spitzenplatz. Im Zwischenklassement rangiert man aber auf Rang fünf. Auf dem vorläufig achten Platz finden sich Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer wieder, die auf die Plätze neun, vier und sechs segelten. Drei Wettfahrten sind für Mittwoch eingeplant und ab morgen soll auch das Wetter besser werden. Der Regen soll laut Vorhersagen enden.

Bundestrainer Georg Fundak zuversichtlich

In den vergangenen Tagen in Enoshima und Gamagori, konzentrierte man sich im Training weniger auf die Regatten. Umso positiver stimmten Georg Fundak die Ergebnisse seiner Schützlinge: „Es waren keine leichten Wettfahrten heute. Man sieht aber, dass die Teams langsam ins Regattasegeln hineinkommen. David Bargehr und Lukas Mähr haben leider nach ihrem Fehler nicht den richtigen Schlüssel gefunden um sich wieder nach vorne zu arbeiten. Die zweite Wettfahrt von ihnen war dann aber sehr solide. Tanja Frank und Lorena Abicht haben mit ihrer Leistung in der ersten Wettfahrt positiv überrascht. Leider fehlt ihnen noch ein wenig die Kontinuität, aber sie sind im Spiel. Auch Kohlendorfer/Farthofer sind sehr gut mitgesegelt. Man sieht, dass die Arbeit der letzten Monate langsam Früchte trägt.“

Besonders erfreut ist der Bundestrainer über die Ähnlichkeit der Bedingungen in Gamagori zu Aarhus, wo im kommenden Jahr die WM gesegelt wird: „Die vielen Winddrehungen und auch der Nord-Wind in Enoshima mit seinen Drehern sind sehr ähnlich zu Aarhus. Wir müssen uns auf diese Verhältnisse einstellen, daher hilft dieser World Cup enorm.

Zwischenergebnis Tag 1 - World Cup Gamagori (JPN)

15. – 22. Oktober 2017

470er
1. Mathew Belcher/William Ryan (AUS) - 5 Punkte (3/2)
7. David Bargehr / Lukas Mähr - 16 Punkte (15/1)
23. Niko Kampelmühler / Thomas Czajka - 45 Punkte (21/24)

49erFX
1. Lili Sebesi / Albane Dubois (FRA) – 2 Punkte (1/2/1)
5. Tanja Frank / Lorena Abicht – 9 Punkte (2/8/7)
8. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer – 10 Punkte (9/4/6)

Programm
15. Oktober – Registration und Opening Ceremony
16. Oktober – Briefing
17. Oktober – Opening Series
18. Oktober – Opening Series
19. Oktober – Opening Series
20. Oktober – Opening Series
21. Oktober – Opening Series 470er / Medal Race 49erFX
22. Oktober – Medal Race 470er

Sämtliche Informationen sowie die Ergebnisse finden Sie unter: gamagori.swc-jsaf.org