13.05.2017

Bargehr/Mähr verpassen das Medal Race

Die Medaillenjagd der 470er-Klasse wird weiterhin von Windkapriolen überschattet. David Bargehr und Mähr segeln am Medal Race vorbei und beenden die Europameisterschaft auf Rang 15.

Monaco bleibt extrem. Nach der gestrigen Materialschlacht mit Starkwind und meterhohen Wellen, die eine Vielzahl an gebrochenen Masten und zerrissene Segel zur Folge hatte, steht die Luft heute lange Zeit komplett still. Damit kann das Programm wie an den Vortagen wieder nicht pünktlich gestartet werden, abermals heißt es warten und sich in Geduld üben. Erst am späten Nachmittag springt eine zarte Brise an, die Felder werden auf die Bahn geschickt und am Wasser in Startbereitschaft gehalten. Kurz nach 18.00 Uhr fällt der Startschuss für die insgesamt neunte Wettfahrt, die für David Bargehr und Lukas Mähr auf Rang 16 endet. Die noch ausstehenden Wettfahrten werden gestrichen, damit verpassen die Vorarlberger das Medal Race und beenden die offen ausgeschriebenen Titelkämpfe auf Position 18. Die Europameisterschaft schließt das Ländle-Duo auf Platz 15 ab.

Niko Kampelmühler und Thomas Czajka segeln in der Silberflotte in der achten Wettfahrt auf Platz 14 und beenden ihr EM-Debüt auf Rang 25. In der offenen Wertung reicht es für Platz 33.

David Bargehr: „Es sind gemischte Gefühle. Auf der einen Seite haben wir nach meiner Verletzung gerade einmal zehn Regattatage intus, die Ansprüche waren gering, das Ergebnis ist sicher nicht schlecht, auf der anderen Seite hätten wir uns den Einzug ins Medal Race definitiv noch zugetraut. Die Abstände waren im Rahmen, bei zwei noch zu absolvierenden Wettfahrten, hätte sich noch einiges getan. Die Woche war von den Verhältnissen her sehr grenzwertig, das ist schade, kann bei einem Freiluftsport aber passieren. Wir wissen, dass wir nach der langen Pause in vielerlei Hinsicht noch reinkommen müssen, wir haben aber auch gesehen, dass nicht sehr viel fehlt. Wichtig ist, dass ich bei meiner weiteren Therapie nicht locker lasse und wir gut dosiert und konzentriert weiterarbeiten.“

Thomas Czajka: „Wir hätten uns auf jeden Fall mehr Wettfahrten gewünscht, das was wir abgeliefert haben, stimmt uns aber auf jeden Fall positiv. Speziell bei Wind haben wir punkto Trimm und Technik einen Schritt vorwärts gemacht, aber es gibt natürlich noch genügend Arbeit. Wir stehen noch am Anfang, die ersten Monate waren aber definitiv vielversprechend.“


Aktuell im vsport liveticker