24.11.2014

Gold, Silber und Bronze für Österreich

In Wroc?aw (Breslau, Polen) fanden vom 20. bis 24. November die Doppel- und die Team-Weltmeisterschaft im Racketlon, dem Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis statt. Die Doppel-Entscheidungen waren bereits an den ersten beiden Turniertagen gefallen, die Team-Bewerbe bildeten den Abschluss der Racketlon-Saison und wurden am Samstag und Sonntag ausgetragen. Dabei war die Veranstaltung noch vor drei Wochen knapp vor der Absage gestanden: Ursprünglich hätte in Pozna? (Posen) gespielt werden sollen, die Veranstalter sprangen aber kurzfristig ab. Beim internationalen Racketlon-Verand setzte man alle Hebel in Bewegung, um die Veranstaltung andernorts abhalten zu können und fand Wroc?aw als neuen Veranstaltungsort.

Bronze für Österreichs Elite

Für das Elite-Team der RFA galt es, die Silber-Medaile aus dem Vorjahr zu verteidigen. Der Start war gut, nach einem Freilos konnte Österreich in Bestbesetzung (Chrstine Seehofer im Damen-Single, Christoph Krenn, Michi Dickert im Herren-Single, Joey Schubert, Lukas Windischberger im Doppel) im Viertelfinale die deutschen Titelverteidiger mit einem Gesamtscore von +6 bezwingen. Im Halbfinale setzte es dann aber eine Niederlage mit nur 3 Punkten gegen die starken Dänen. „Es war die bitterste Niederlage seit ich Racketlon spiele. Jeder aus der Mannschaft hat über 100 Prozent gegeben, ich leider nicht“, so Krenn, der sein Single mit 17 Punkten gegen den derzeit besten Racketlon-Spieler der Welt Jesper Ratzer verlor; ein Rückstand den seine Teamkollegen nicht mehr aufholen konnten. Dickert: „Auch für mich war es die bitterste Niederlage meiner Racketlon-Karriere. Die Stimmung im Team war einzigartig. Aber es gibt ein nächstes Mal! Wir werden wieder angreifen!“ Bronze ging dann kampflos an Österreich, die Schweiz verzichtete auf ein Antreten im Spiel um Platz 3.

Viertes Gold für Seehofer, Silber für U16-Burschen

Zum Abschluss der Veranstaltung konnte Österreichs U21-Mannschaft noch Gold für die RFA erobern. Das Team aus Christine Seehofer, Georg Stoisser und Alexander Barbunopulos bezwang im Endspiel Gastgeber Polen mit 35 Punkten. Österreichs Nummer eins Christine Seehofer fuhr damit ihre bereits vierte Goldmedaille bei dieser Weltmeisterschaft ein. Zuvor hatte die 19-Jährige ihren Titel im Damen-Doppel an der Seite der Tschechin Suzana Kubanova erfolgreich verteidigt. Außerdem holte die Niederösterreicherin zwei weitere Weltmeistertitel: im Damen-Doppel U21 (mit ihrer Schwester Elisabeth Seehofer) und im Mixed-Doppel U21 (mit Georg Stoisser). „Mit 4 Mal Gold bin ich natürlich sehr zufrieden. Auch wenn die Niederlage im Team-Bewerb gegen Dänemark sehr, sehr schade war“, so Seehofer. Österreichs U16-Team, Emanuel Schimpfössl und Tobias Fürschuß, zeigte mit der Silbermedaille auf.

Silber für Dickert/Krenn, Bronze für Bugl

Die besten Österreicher im internationalen Ranking Michi Dickert und Christoph Krenn waren traditionell gemeinsam angetreten. 2007, 2008 und 2010 hatte das Duo die Doppel-Weltmeisterschaft für sich entschieden. Im Herren-Elite-Endpsiel mussten sich die RFA-Vertreter jedoch den Titelverteidigern Jesper Ratzer und Kasper Jønsson aus Dänemark beugen. Krenn: „Mehr war leider nicht drinnen. Die Spiele davor waren hart und haben an unseren Kräften gezehrt.“ Dickert: „Die beiden sind derzeit sicher die Besten. Ich glaube immer noch, dass wir sie schlagen können. Die entscheidende Sportart ist Squash – da können wir noch zulegen.“ Österreichs Nummer zwei der Damen Bettina Bugl gewann an der Seite der Schwedin Lina Lindholm die Bronze-Medaille im Damen-Doppel und komplettiert damit ein starkes Mannschafts-Ergebnis der RFA.

FIR World Championships Doubles & Teams
Wroc?aw (POL), 20.11.2014-24.11.2014

Herren-Doppel Finale:
(1) Krenn (AUT) / Dickert (AUT) - (2) Ratzer (DEN) / Jønsson (DEN) -19 (TT: 21-19, BA: 8-21, SQ: 14-21, TE: 4:5)

Damen-Doppel Finale:
(2) Seehofer (AUT) / Kubanova (CZE) - (1) Paul (GER) / De Bleeckere (BEL) +23 (TT: 21-15, BA: 21-19, SQ: 21-6)

Damen-Doppel Spiel um Platz 3:
(2) Bugl (AUT) / Lindholm (SWE) - Zarówna (POL) / Kaminska (POL) +10 (TT: 21-14, BA: 21-12, SQ: 6-21, TE: 21-12)

Mixed-Doppel U21 Finale:
Seehofer (AUT) / Stoisser (AUT) - Bugl (AUT) / Bodzioch (ENG) +29 (TT: 21-11, BA: 21-11, SQ: 21-13)

Damen-Doppel U21 Finale:
Seehofer (AUT) / Seehofer (AUT) - Bugl (AUT) / Boden (ENG) +31 (TT: 21-6, BA: 21-14, SQ: 21-12)