15.07.2014

Vorbereitung auf
der WM-Strecke

Die vergangenen 10 Tage verbrachte Corinna Kuhnle in Deep Creek, US-Bundesstaat Maryland. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen bereitete sie sich auf die Weltmeisterschaften im Kanu Slalom (17. bis 21. September) vor. Das Besondere: Es ist weltweit die einzige künstliche Wildwasseranlage, die auf einem Berggipfel liegt (Wisp Mountain, 950m). "Eine interessante Strecke, gespickt mit technischen Raffinessen und einer Strömung, die in jedem Abschnitt wechselt", erzählt Corinna und scherzt: "Man würde hier eher ein Wintersportevent als eine Wildwasser-WM vermuten. Schlepp- und Sessellifte befinden sich direkt neben der Anlage."

Derzeit trainieren viele Nationen auf der WM-Strecke in Deep Creek: Australien, England, USA, Tschechien, Slowakei, Spanien, Frankreich, Kanada uvm. Das österreichische Damen-Team rund um Corinna Kuhnle, Viktoria Wolfhardt und Lisa Leitner war für 10 Tage vor Ort, um den WM-Kanal zu testen und kennenzulernen. „Es ist mit Sicherheit von Vorteil, wenn man den Kurs vorab schon gesehen hat. Es ist eine selektive und fordernde Strecke, die keine Fehler verzeiht“, berichtet die zweifache Weltmeisterin Corinna Kuhnle. Vor der Weltmeisterschaft wird der Kurs nur noch für ein Training pro Tag für die Athleten geöffnet sein.

Gutes Bauchgefühl

Am ersten Tag hielt sich Corinnas Begeisterung für die WM-Strecke in Grenzen („Ich kam mit den wechselnden Bedingungen nicht zurecht“), mittlerweile hat sie sich mit dem Kanal angefreundet. „Es hat ein paar Einheiten gebraucht, bis ich gecheckt habe, wie die Strecke funktioniert. Die letzten Trainings waren aufschlussreich und haben Spaß gemacht“, so die Niederösterreicherin. Gewohnt hat das Team in einem großen Haus, unmittelbar neben dem Veranstaltungsgelände. „Hier herrscht Natur pur. Ein ruhiger, schöner Platz, wo man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist sehr positiv und wir hatten gute, lehrreiche Tage.“

Wien – Spanien – Deutschland – USA

Die kommenden zwei Wochen bereitet sich Corinna in Wien vor. Bevor es zum Saisonhöhepunkt, zur WM nach Maryland geht, stehen noch ein Weltcup (Spanien) und das Weltcup-Finale in Augsburg auf der Agenda. Nach drei Weltcupbewerben liegt Österreichs beste Wildwasserkanutin auf Rang 2 in der Zwischenwertung.