28.05.2019

Qualitätsimpuls

v.l.; Peter Karg, Gabriele Madlener, Michael Zangerl, Barbar Schöbi-Fink, Walter Hlebayna

In der Leistungssportförderung fokussiert sich das Land Vorarlberg auf jene Fachverbände, die ihre Athletinnen und Athleten systematisch zu Spitzenleistungen auf höchstem Niveau heranführen. Dafür wurde ein österreichweit einzigartiger Evaluierungsprozess entwickelt, dem sich derzeit 15 Verbände stellen. "Wir wollen damit einen Qualitätsimpuls für leistungssportorientierte Fachverbände setzten. Der Prozess orientiert sich konsequent an unerer Sportstrategie, er ist transparent und nachvollziehbar gestaltet. Eine international besetzte Expertinnen- und Expertenkommission garantiert höchstmögliche Objektivität", sagte Landesrätin Schöbi-Fink bei der Vorstellung am Montag, 27. Mai, im Landhaus.

Der Prozess besteht aus drei Phasen, erläuterte Sportreferatsleiter Michael Zangerl. In der ersten Phase gilt es Erkenntnisse über Stärken und Optimierungspotenziale zu gewinnen. Bei Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Die beteiligten Fachverbände stehen derzeit vor dem Abschluss dieser Startphase. In der folgenden zweiten Phase sollen sich die Verbände fit für die Zertifizierung machen. Auf Wunsch können sie sich dabei vom Olympiazentrum bei der Umsetzung der Maßnahmen begleiten lassen. Phase drei ist im Jahr 2020 geplant, da werden die Verbände von der Kommission evaluiert und bei positivem Ergebnis mit einem Zertifikat als Leistungszentrum bzw. Leistungsmodell ausgezeichnet, das vier Jahre gültig ist. Das Land fokussiert seine Leistungs- und Spitzensportförderung auf die zertifizierten Verbände.

Die Leiterin der Evaluierungskommission, Gaby Madlener, bescheinigte den Verbänden einen hohen Grad an Engagement und Qualität. Mit dem Direktor des Vorarlberger Skiverbands Walter Hlebayna und Karateverbandspräsident Peter Karg schilderten Vertreter zweier in Größe und Struktur sehr verschiedener Verbände ihre praktischen Erfahrungen im Zertifizierungsprozess. Beide nehmen schon aus der ersten Phase wichtige Erkenntnisse für die künftige Verbandsarbeit mit.

Die 15 Fachverbände, die sich derzeit dem Zertifizierungsprozess stellen, sind neben dem Karate Landesfachverband Vorarlberg und dem Vorarlberger Skiverband auch der Fußballverband (Männer und Frauen), der Schützenbund, der Judoverband, der Tennisverband, die Turnerschaft (Turnen und Rhythmische Gymnastik), der Badmintonverband, der Fechtverband, der Leichtathletikverband, der Ringerverband, der Schwimmverband, der Segelverband, der Triathlonverband sowie der Wettkletterverband. Weitere Verbände haben bereits signalisiert, ihren (Nachwuchs-) Leistungssport zu professionalisieren und sich am Zertifizierungsprozess zu beteiligen.


   

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