29.12.2017

Acht "All-in"-Athleten


Im Sommer 2016 fiel zeitgleich mit der Umbenennung des Unternehmens in Olympiazentrum Vorarlberg der Startschuss für ein Betreuungssystem für Spitzenathleten in olympischen Sportarten, das es bislang noch nicht gab: Die sogenannte „All in“-Betreuung.


Kurz zusammengefasst müssen Athleten drei Voraussetzungen erfüllen, um das Angebot, in diese Betreuung aufgenommen zu werden, zu bekommen:


Bietet das Leistungspotential Grund zur Annahme, dass dieser Athlet die Weltspitze erreichen kann?

Besteht im verfügbaren Umfeld überhaupt die Notwendigkeit und Möglichkeit zu einer umfassenden Unterstützung?

Wie gut klappt die bisherige Zusammenarbeit mit dem Olympiazentrum?

Die wesentlichen Vorteile dieser Unterstützungsform sind einerseits die Priorisierung in der Leistungserbringung und das dabei zur Verfügung gestellte Zeitausmaß und andererseits die Tatsache, dass ein einziger Ansprechpartner im Olympiazentrum für die Koordination der Leistungserbringung zuständig ist.


2016 war die dringende Notwendigkeit gegeben, Wintersportler besonders zu unterstützen, weil sie je nach Disziplin in unterschiedlichem Ausmaß – sowohl in der athletischen Saisonvorbereitung als auch den Zeitfenstern zwischen den Rennen - teilweise stark auf sich alleine gestellt waren. Das sollte aber nicht bedeuten, dass es nicht ebenso starke Sommersportler gibt.


Nachdem über eineinhalb Jahre Erfahrungen mit diesem Betreuungssystem gesammelt werden konnten, konnte gegen Jahresende 2017 der nächste Entwicklungsschritt gesetzt werden: Den ersten acht Sommersportlern konnte diese Top-Betreuung angeboten werden. Sie alle verfolgen den Traum, sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu qualifizieren oder verfügen gar schon über die Erfahrung von Rio 2016.

 


Das Olympiazentrum Vorarlberg freut sich darauf, diese acht Spitzenathleten künftig noch umfassender und koordinierter unterstützen zu können:


Elisabeth Baldauf, Teilnehmerin Olympische Spiele Rio 2016 (Badminton)

David Bargehr & Lukas Mähr, WM-Bronze 2017 (470er - Segeln)

Benjamin Bildstein & David Hussl, WM-Bronze 2017 (49er - Segeln), Betreuungs-Kooperation mit dem Olympiazentrum Campus Sport Tirol Innsbruck

Laurin Böhler, Grand Prix-Bronze 2017 in Zagreb (-100 kg – Judo)

Thomas Mathis, EM-Silber 2017 und Teilnehmer Olympische Spiele Rio 2016 (50 liegend Kleinkaliber - Schießen)

Bettina Plank, WM-Bronze 2016 (-50 kg Kumite – Karate)

Alle acht Athleten genossen bislang bereits eine hohe Priorität und profitieren nunmehr im Wesentlichen von der verbesserten Koordination in der Leistungserbringung des Olympiazentrums. Es hätte durchaus noch weitere Athleten gegeben, deren Leistungslevel ein entsprechendes Angebot gerechtfertigt hätte. In aller Regel ist aber die Betreuungsnotwendigkeit nicht gegeben. Prominentestes Beispiel ist Matthias Brändle, dessen Betreuungssystem vorrangig von seinem Profi-Team gestellt wird und der deshalb nur punktuell Unterstützung des Olympiazentrums benötigt.


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