14.08.2017

Extreme Bedingungen und Favoritensieg

 Regen, Schlamm und Nebel erschwerten einen Wettkampf, der schon bei Kaiserwetter schwer genug wäre: Das favorisierte Team „PROTOS integral“ rund um Berglauf-Weltmeister Petro Mamu holten sich den Sieg bei der Extrem-Staffel outdoortrophy im Bregenzerwald.

 

-        Das Team „Skinfit Racing“ mit Manuel Seibald, Hannes Fankhauser und den Vorarlberger Lokalmatadoren Johannes Simma (Kajak) und Mountainbike-Landesmeister Elias Hagspiel gewann mit der hervorragenden viertbesten Gesamtzeit die Amateure-Wertung.

 

-        Tschechischer Sieg bei den Extremsport-Damen. Der Österreicher Johannes Nister krönte sich in der outdoortrophy Solo zum besten Allrounder.

 

Lingenau (13. August 2017) – Ein Spektakel im Schlamm: Am Samstag ging im Bregenzerwald die outdoortrophy über die Bühne – ein Extrem-Staffelwettkampf der Superlative mit mehr als 100 Athletinnen und Athleten. Das favorisierte Team „PROTOS Integral“ mit Berglauf-Weltmeister Petro Mamu aus Eritrea, Paragleit-Seriensieger Lorenz Peer, Wildwasser-Vizeweltmeister Manuel Filzwieser aus Österreich und dem italienischen Mountainbike-Meister Juri Ragnoli triumphierte in 3:32:01 Stunden.

Aufgrund starker Niederschläge in der Nacht zuvor und dichtem Nebel auf der Niedere wurde der outdoortrophy Start um 2,5 Stunden nach hinten verschoben. Nach dem Startschuss im Dorfzentrum von Egg setzten sich bald die Favoriten an die Spitze des Berglauf-Feldes: Die beiden Eritreer Petro Mamu, seines Zeichens Berglauf-Weltmeister, und Yossief Tekle, Junioren-Weltmeister, lieferten sich auf den 1.100 Höhenmetern einen Zweikampf auf absolutem Spitzenniveau. In den steilen Serpentinen auf die Niedere setzte sich Mamu ab und übergab an den Südtiroler Paragleiter Lorenz Peer. Yossief Tekle und der Tscheche Robert Krupicka belegten die Ränge zwei und drei im Berglauf.

Laufen statt Paragleiten

Nebel und Wind machten einen Paragleit-Flug unmöglich. Die Herren der Lüfte – unter ihnen der mehrfache X-Alps Sieger Chrigel Maurer aus der Schweiz – mussten also am Boden bleiben und brachten mitsamt ihrer Ausrüstung eine Laufstrecke hinter sich, bevor am Kraftwerk Andelsbuch der dritte Athlet in die Fluten der Bregenzerache geschickt wurde. Und auch in dieser Disziplin waren die Bedingungen extrem: Wassermassen und Strömung ließen die Veranstalter auf den Sechs-Meter-Klippenstart und den ersten Wasserfall verzichten. Manuel Filzwieser verteidigte auf der kräfteraubenden Kajak-Strecke mit der drittbesten Zeit die Führung seines Teams und übergab an den Italiener Juri Ragnoli. Die schnellste Zeit auf dem Wasser erpaddelte der Tscheche Kamil Mruzek (Opava Net) vor dem Deutschen Hannes Eigner (ASS Brno Extreme Int.).

Ragnoli bewies sowohl auf der extrem steilen Tragepassage auf den Hochhäderich (1.600 Höhenmeter) als auch auf den atemberaubenden Downhills seine Klasse, fuhr die schnellste Mountainbike-Zeit und sicherte seinem Team den umjubelten Sieg. Eine tschechische und eine internationale Formation belegten die weiteren Podestplätze: Team „Opava Net“ mit Robert Krupicka, Jan Skrabalek, Kamil Mruzek und Jirka Hudecek wurde mit 6:37 Minuten Rückstand Zweiter, dicht gefolgt von Team „ASS Brno Extreme Int.“ mit Milan Janata (CZ), Maco Hollaus (AT), Hannes Eigner (DE) und Jan Fojtik (CZ).

Hervorragende Lokalmatadore & Damen

Eine überragende Leistung boten die Sieger der Amateurwertung: Das Team „Skinfit Racing“ mit Manuel Seibald, Hannes Fankhauser und den Vorarlberger Lokalmatadoren Johannes Simma (Kajak) und Mountainbike-Cross-Country-Landesmeister Elias Hagspiel gewann mit der hervorragenden viertbesten Gesamtzeit (3:48:59). Die schnellsten Extremsport-Damen waren die tschechischen Athletinnen von „Czech Outdoor eXtréme team XX“: Die starke Zeit von 4:49:50 war die zehntbeste Gesamtzeit!

In der Solo-Wertung der Allrounder, die alle Disziplinen im Alleingang auf sich nahmen, entwickelte sich ein spannender Zweikampf. Schlussendlich konnte sich der Bad Ausseer Johannes Nister in einer Zeit von 4:53:56 gegen den tschechischen Titelverteidiger Michal Krysta durchsetzen, der nur fünf Minuten Rückstand aufwies.   

Nach dem Extremsport-Spektakel folgte die Extrem-Party im HIGH-5-Center: Das Ski-Schuh-Tennis Orchestra und die Tequila Sharks begeisterten Fans und Sportler und verwandelten den alten Lingenauer Bahnhof bis in die frühen Morgenstunden in eine Outdoor-Party-Area!

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