29.09.2017

12. Internationaler Torwarttrainertag

Die Torwarttrainer-Seminare von Safehands – the art of goalkeeping, die alljährlich im Oktober in Bregenz durchgeführt werden, sind für alle, die sich für die Welt der Torhüter interessieren, inzwischen zu einem Pflichttermin geworden. Dieses Mal findet die Ganztagesveranstaltung am Samstag, den 7. Oktober 2017, statt. Auch in diesem Jahr ist es der Backnanger Firma wiederum gelungen, drei absolute Top-Referenten an Land zu ziehen, die wir euch kurz vorstellen wollen.

DER TOP-REFERENT IN BREGENZ: CHRISTOPHE LOLLICHON (CHELSEA LONDON)

Christophe Lollichon

Ein absolutes Schwergewicht auf Europas Torwarttrainer-Bühne ist ohne Zweifel der Franzose Christophe Lollichon. Er hat sich über viele Jahre höchstes Ansehen erarbeitet und gehört zweifellos zu den besten und innovativsten Torwarttrainern der Welt. Der 54-Jährige startete seine Torwarttrainer-Karriere als Jugendtrainer beim FC Nantes. Dort gründete er eine Torhüter-Akademie. Zu seinen Schützlingen gehörte damals unter anderem Mickael Landreau, der später viele Jahre lang zum Aufgebot der französischen Nationalmannschaft gehörte. 1999 wechselte Lollichon zu Stade Rennes, wo er wiederum für die Ausbildung der Torhüter in der Nachwuchs-Akademie zuständig war. 2003 wurde er zum Cheftrainer der Profi-Mannschaft benannt. Zu jener Zeit stand bei Stade Rennes der junge Tscheche Petr Cech unter Vertrag. Lollichon bildete ein Jahr lang den damals 21-jährigen weiter aus, bevor dieser im Sommer 2004 zum englischen Spitzenklub Chelsea London transferiert wurde und seine großartige Karriere begann. Weitere hervorragende Torhüter folgten bei Stade Rennes, unter anderem Simon Pouplin (später SC Freiburg) und die schwedische Torwart-Legende Andreas Isaksson (133 Länderspiele für Schweden). Nach acht Jahren sehr erfolgreicher Arbeit beim französischen Erstligisten erreichte ihn ein Brief von Petr Cech, in dem er bei Lollichon anfragte, ob er zu Chelsea wechseln wolle. Der Franzose nahm das Angebot an und betreute ab 2007 acht Jahre den tschechischen Ausnahme-Torhüter (Welttorhüter 2005, 124 Länderspiele für Tschechien), der inzwischen zu einem der besten Torhüter der Welt gereift war. 


Beim englischen Spitzenklub begann eine sportlich überaus erfolgreiche Zeit. Der Gewinn der Champions League 2012 und der Europa UEFA League 2013 sowie drei englische Meistertitel sind Beispiele dafür. Über zehn Jahre lang arbeitete Lollichon bei der „Blues“ unter einigen der bekanntesten Trainer der Welt: Luis Felipe Scolari, Guus Hiddink, Carlo Ancelotti, André Villas-Boas, Rafael Benítez, José Mourinho, Antonio Conte. Zehn Cheftrainer und viele Funktionstrainer wurden in dieser Zeitspanne in Chelseas Trainerstab ausgetauscht. Einer blieb immer: Christophe Lollichon. 


Als der inzwischen 35-jährige Petr Cech 2015 zu Arsenal London wechselte, wurde der Belgier Thibaut Courtois die Nummer eins bei Chelsea. Christophe Lollichon hatte ihn bei Genk entdeckt und nach London vermittelt. Um Chelseas Erfolge langfristig zu sichern, wurde Lollichon 2016 eine neue Funktion innerhalb des Vereins angeboten. Er sollte Leiter der Torwart-Ausbildung werden. Lollichon nahm dieses Angebot an. Seine gegenwärtige Aufgabe besteht darin, die Torhüter des Clubs optimal auszubilden sowie Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft zu entwickeln. Auf der Veranstaltung in Bregenz wird er den Teilnehmern einen Einblick in die Torwart-Philosophie der „Blues“ geben.


XAVI FERRANDO (FC BARCELONA)

Nicht weniger interessant dürfte der Vortrag von Xavi Ferrando werden, der seit elf Jahren bei La Masia, der Goalkeeping Coach Akademy des FC Barcelona, arbeitet. Aktuell trainiert er die U16-Torhüter von Barca. 

GÖKHAN GÜLDAG (FENERBAHCE ISTANBUL)

Gökhan Güldag


Der dritte Referent an diesen Tag ist Gökhan Güldag. Er ist verantwortlich für alle Nachwuchstorhüter des türkischen Spitzenklubs Fenerbahce Istanbul und trainiert aktuell die Torhüter der U19 und U17 in diesem Verein. Wer sich als Torwarttrainer weiterentwickeln möchte, kommt an dieser Veranstaltung voller außergewöhnlicher Fachkompetenz nicht vorbei.


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