" />
06.02.2017

Hard im Final-Four

Hard-Kreisläufer Lukas Herburger erzielte vier Tore gegen Westwien / Foto: ALPLA HC Hard/Walter Zaponig

Im Schlagerspiel des Viertelfinals des ÖHB-Cups ringt der ALPLA HC Hard den Ligakonkurrenten SG INSIGNIS Handball WESTWIEN mit 26:24 (13:16) nieder. Die Roten Teufel vom Bodensee, die bereits zwei Mal mit fünf Toren in Rückstand lagen,  ziehen damit ins Final-Four-Turnier (Spieltermin 14./15. April) ein.

Beide Teams starteten recht behutsam in die Partie. Abtasten war angesagt. Nach dem 2:2 (6. Minute) setzten sich die Gäste aus der Bundeshaupt ab (3:7/13.). Die Hausherren, bei denen Kapitän Dominik Schmid und Linkshänder Boris Zivkovic ihr Comeback feierten, taten sich mit der offensiven Deckungsweise der Wiener in der Anfangsphase sichtbar schwer.

Thomas Weber hielt den Gastgeber mit seinen Toren vom linken Flügel auf Kurs (8:10/20.). Doch im Harder Rückraum lief in Durchgang eins nicht viel zusammen und auch die Abwehr präsentierte sich so sattelfest wie gewohnt. 

Westwien ließ sich nicht zwei Mal bitten und baute den Vorsprung auf fünf Tore (10:15/27.) aus. Mit dem Stand von 13:16 ging es nach 30 Minuten in die Kabinen. 

Gleich nach Wiederanpfiff stellte Westwien schnell den Fünf-Tore-Vorsprung (13:18) her. Angefeuert von 1300 fanatischen Fans in der Sporthalle am See kämpfte sich die Sieben von Cheftrainer Petr Hrachovec Tor für Tor heran. Und in Minute 39 gelang Gerald Zeiner der vierumjubelte Ausgleich zum 18:18.

Hards Defensive entwickelte sich zunehmend zum unüberwindbaren Bollwerk und Boris Zivkovic brachte sein Team nach langer Zeit wieder mit 20:19 in Führung (43.). Roland Schlinger setzte zum 21:19 nach. 

Sechs Minuten vor Spielende erhöhte Kreisläufer Lukas Herburger zum 23:20. Aber Westwien kam in Überzahl noch einmal auf 24:23 heran. 80 Sekunden vor Schluss erzielte Roland Schlinger von der Siebenmeterlinie die Vorentscheidung zum 25:23. Und als kurz darauf der eingewechselte Hard-Goalie Golub Doknic einen Jochmann-Siebenmeter parierte, war die Partie entschieden. 

„Es war das erste Spiel nach einer langen Pause und das ist nicht einfach. Wir haben lange nach einer Lösung für die offensive Deckung der Wiener gesucht. In der zweiten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gespielt und auch unsere Abwehr war stabil“, so Hard-Cheftrainer Petr Hrachovec nach Spielende.

Westwien-Co-Trainer Roman Frimmel: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr stark gespielt. In Durchgang zwei haben wir zu überhastet im Angriff abgeschlossen. Wir waren einfach zu wenig cool und abgezockt.“

In der heimischen Meisterschaft geht es für die in der ersten Runde des Oberen Play-offs spielfreien Harder am Freitag, 10. Februar, gleich mit dem Ländle-Derby gegen Erzrivalen Bregenz Handball weiter. Anpfiff in der Sporthalle am See ist um 19.30 Uhr (live auf LAOLA1.tv).  

Viertelfinale im ÖHB-Cup:

ALPLA HC Hard – SG INSIGNIS Handball WESTWIEN 26:24 (13:16), Sporthalle am See, 1300 Zuschauer, SR Hutecek/Plessl (NÖ). Tore: Schlinger 7/5, Weber 6, Zeiner 5, Herburger 4, Zivkovic 2, Schmid 1, Tanaskovic 1 bzw. Frimmel 6/3, Jochmann 5/2, Schiffleitner 5, Ranftl 3, Jelinek 3, Hajdu 1, Uvodic 1.

Die weiteren Begegnungen: WAT Atzgersdorf – HSG Graz 37:43 n.V. (35:35, 18:23), UHC Tulln – HC Fivers WAT Margareten (Sonntag, 17 Uhr), HiB Graz – HC Linz AG (Sonntag, 18 Uhr).

2. Runde im Oberen Play-off der Handball Liga Austria, Freitag, 10. Februar:

ALPLA HC Hard – Bregenz Handball, 19.30 Uhr (live auf LAOLA1.tv), Sporthalle am See, SR Hofer/Schmidhuber (Wien).


Aktuell im vsport liveticker