19.05.2017

Robert Weber greift
nach Europas Krone

Robert Weber

Mit Robert Weber und Janko Bozovic haben gleich zwei Nationalteamspieler die Chance mit ihrem jeweiligen Verein einen internationalen Titel zu erobern. Im EHF Cup werden Weber mit seinem SC Magdeburg gute Chancen auf den Finaleinzug eingeräumt. Im Halbfinale des EHF Cup Final4, dieses Wochenende in Göppingen, trifft man allerdings auf die Heimmannschaft, Frisch Auf Göppingen, Samstag 15:00 Uhr. Das Finale (17:00 Uhr) und das Spiel um Platz 3 (14:30 Uhr) steigen am Sonntag. Den Grundstein für einen Titelgewinn kann diesen Samstag auch Janko Bozovic mit Sporting Lissabon im Finalhinspiel des Challenge Cup legen. Vor Heimpublikum empfängt man am Sonntag AHC Potaissa Turda aus Rumänien, das Rückspiel findet am 27. Mai statt.

Drei Mal sicherte sich der SC Magdeburg bereits den EHF Cup, zuletzt vor genau zehn Jahren. Ebenso viele Trophäen hat auch Halbfinalgegner Frisch Auf Göppingen in seiner Vitrine, tritt zudem als Titelverteidiger an und das vor Heimpublikum. Geht es nach der Statistik, hat Magdeburg aber die Nase vorn. Sieben der letzten neun Duelle entschieden Robert Weber und seine Teamkollegen für sich. Zudem ist man wettbewerbsübergreifend seit 22 Spielen ungeschlagen!

Mit Magdeburg, Göppingen und den Füchsen Berlin ist das EHF Cup Final4 beinahe eine rein deutsche Angelegenheit. Der amtierende Weltpokalsieger aus Berlin trifft im Halbfinale auf den französischen Vize-Meister St. Raphael.

Robert Weber: „Ich sehe uns schon als Favoriten im Halbfinale. Der Heimvorteil ist natürlich auf der Seite von Göppingen, wir haben aber heuer schon öfter bewiesen, dass wir auswärts bestehen können. Die Füchse und wir sind momentan die Teams der Stunde. Insgesamt ist die Favoritenrolle durchaus den Füchsen zuzuschreiben, aber das nehmen wir so an. Wir müssen einfach dort anknüpfen wo wir in den letzten Spielen aufgehört haben. Wir müssen auf unsere Sachen achten, geduldig, klug spielen. Wir haben Göppingen heuer schon zwei Mal geschlagen, wissen, dass wir sie schlagen können.“

Torfabrik Sporting Lissabon

Auf dem Weg ins Challenge Cup-Finale hat der portugiesische Club nie weniger als 27 Tore pro Spiel erzielt. Dabei war der 27:25-Rückspielerfolg im Viertelfinale über A.C. Doukas der „negative“ Ausrutscher. Im Hinspiel fertigte man die Griechen bereits mit 35:23 ab, daher ließ man es vor Heimpublikum locker angehen. Ansonsten warfen Bozovic und Co. immer zumindest 32 Treffer. Allein der 2-Meter-Mann kam im bisherigen Turnierverlauf auf beeindruckende 27 Tore.

Nicht ganz so souverän zogen die Rumänen ins Finale des Challenge Cup ein. Im Achtelfinale verlor man das Rückspiel gegen Handball Esch (LUX) mit 28:29, stieg aber dank des 31:27-Heimerfolgs und dem damit besseren Torverhältnis auf. Im Semifinale entschied am Ende ein einziger Treffer zugunsten der Rumänen, die im Hinspiel gegen Valur noch mit 22:30 untergingen, im Rückspiel die Isländer aber noch mit 32:23 bezwingen konnten.

Janko Bozovic darf jedenfalls vom Titelgewinn träumen: „Wir sind das bessere Team und damit auch Favorit im Finale.“

Während Bozovic mit Sporting Lissabon noch um den Meistertitel und den Cupsieg in Portugal spielt, kämpft Weber mit dem SC Magdeburg in der deutschen Liga noch um einen Champions League Platz und könnte sich zudem zum zweiten Mal in seiner Karriere die Torschützenkrone in der stärksten Liga der Welt sichern. Mit dem Nationalteam geht es für beide Mitte Juni in der EM-Quali ans Eingemachte. Am 14. Juni heißt es in Vantaa gegen Finnland bestehen, ehe es am 17. Juni in der Wiener Albert-Schultz-Eishalle zum großen Showdown gegen Bosnien-Herzegowina kommt. Mit zwei Siegen aus diesen beiden Spielen, fährt das Team zur EURO 2018 nach Kroatien.