01.05.2017

HC Bruck schafft
Klassenerhalt

Im Abstiegskampf setzte sich der HC Bruck Samstagabend bei Union JURI Leoben nach Verlängerung mit 31:30 durch und sicherte sich damit den Klassenerhalt. Im rein steirischen Abstiegsduell schaffte Bruck nach der Auftaktniederlage noch den Turnaround mit dem Heimsieg vor einer Woche und dem hart erkämpften Erfolg Samstagabend. Zur Pause lagen die Gäste knapp mit 12:11 voran, nach 60 Minuten und beim Stand von 25:25 ging das Spiel in die Verlängerung. In dieser setzten sich die Brucker in der 70. Spielminute mit zwei Toren ab und sorgten damit für die Vorentscheidung und den Klassenerhalt.

Die Steiermark, eine der Handballhochburgen Österreichs. Ausgerechnet in einem rein steirischen Duell wurde in den letzten Tagen der Absteiger ermittelt. Und dieser lautet nach drei Spielen Union JURI Leoben. In der Best-of-three Serie setzten sich die Montanstädter im allerersten Aufeinandertreffen noch mit 28:21 durch. Alles sah beinahe nach einer klaren Angelegenheit für Leoben aus. Doch tot gesagte leben bekanntlich länger und so kämpfte sich der HC Bruck zurück.

Vor einer Woche schaffte Bruck mit dem 25:23-Heimsieg den Ausgleich in der Serie. Diesen Samstagabend setzte man sich sogar auswärts durch, nach Verlängerung mit 31:30. Dabei lieferten sich die beiden steirischen Teams über die gesamten 70 Minuten ein Kopf an Kopf-Rennen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Doch vor allem der HC Bruck legte immer wieder vor, konnte sich in beiden Halbzeiten immer wieder einen Drei-Tore-Vorsprung erspielen. Leoben ließ sich davon aber nicht unterkriegen, steckte nie auf. Immer wieder gelang den Gastgebern der Ausgleich.

Turbulenz in den Schlussminuten

Speziell am Ende der regulären Spielzeit wurde es richtig turbulent. Weniger als vier Minuten vor dem Schlusspfiff führte der HC Bruck mit 24:22. Durch Treffer von Thomas Kuhn und Benas Petreikis gelang Leoben bis zur 59. Spielminute der Ausgleich zum 24:24. Als Brucks Simic nur wenige Sekunden vor dem Ende traf, gab es Jubel der mitgereisten Bruck Fans. Leoben brachte jedoch Kapitän Jandl noch einmal an den Ball. Er wurde beim Konter von Taletovic zu Fall gebracht und verletzte sich dabei an der Schulter. Die beiden Schiedsrichter Hurich/Bolic entschieden folgerichtig auf 7-Meter und stellten den Brucker Torhüter vom Platz. Djukic behielt die Nerven beim Strafwurf und sorgte mit seinem Tor zum 25:25 für eine Verlängerung.

Matchwinner Gasperov


Auch in der Verlängerung bot sich den Fans ein ähnliches Bild. Leoben erkämpfte sich durch Salbrechter die 27:26-Führung, die Bruck umgehend durch Breg und Mavric zurück eroberte. 50 Sekunden vor Ende der ersten Verlängerung gelang zunächst Thomas Kuhn der Ausgleich zum 29:29. Doch dann kam Deni Gasperov. Innerhalb weniger Sekunden bescherte er dem HC Bruck mit zwei Toren die 31:29 in Führung und entschied das Spiel. Der Anschlusstreffer von Kuhn zum 30:31, zeitgleich mit der Schlusssirene, kam zu spät.

Somit schaffte der HC Bruck im Abstiegskampf den Klassenerhalt und wird auch in der Saison 2017/2018 in der Handball Liga Austria spielen. Die Union JURI Leoben hingegen steigt ab in die Bundesliga.

Damir Djukic, Union JURI Leoben: "Jetzt ist es so wie wenn man ein Finale verloren hat und realisiert noch nicht, dass man in die 2. Liga geht. Das wird eine Zeit dauern. Es ist für uns alle extrem bitter. Am Ende zahlt man die Rechnung für die ganze Saison in der wir selbst einige Chancen liegen gelassen haben, um diesem Abstiegskampf zu entgehen."

Deni Gasperov, HC Bruck: "Ich habe dieses Gefühl schon letztes Jahr gehabt und auch heute. Das sind Momente in der Karriere die man nie vergisst. Beide Teams waren absolut auf Augenhöhe und entscheidend sind bei so einem Spiel Tagesform und Taktik. Wir haben das gespielt was wir können und am Ende hat es gereicht."


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