24.04.2017

Saisonaus für Bregenz

In der zweiten Runde im Viertelfinale um die österreichische Meisterschaft war Bregenz Handball in der Osthalle in der Silberstadt zu Gast. Die Festspielstädter verlieren das Spiel mit 28:23. Die Niederlage bedeutet somit das vorzeitige Saisonaus für Bregenz Handball.

Mit dem Ziel den Serien-Ausgleich zu schaffen, sind die Festspielstädter in die Osthalle nach Schwaz gereist. Im Best-of-three Modus hatten die Bregenzer noch die Chance in Runde 3 am Freitag, den 28. April ihre Fahrkarte für das Halbfinale zu lösen. Doch diese Chance konnte der Rekordmeister nicht ergreifen.

In das Match startete Robert Hedin mit einer 5:1 Deckung, Lukas Frühstück übernahm die Verantwortung auf der Spitze. Gleich in den ersten fünf Minuten verwandelte sich die Osthalle in eine wahre "Osthölle". Diesen Schwung nahmen die Gastgeber mit und gingen mit einem 4:0 Lauf in der 8. Spielminute mit 4:1 in Führung. Bregenz Handball spielte den Ball schnell nach vorne, blieb aber immer wieder an der Schwarz-Roten Abwehr hängen. Schnell war Robert Hedin gezwungen das erste Team-Time-Out zu ziehen, um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Denn Zwischenzeitlich in Unterzahl spielend fielen sie weiter zurück, so dass die Hausherren bereits mit 6:1 führten (10. Spielminute).In dieser Phase bissen sich die Bregenzer selbst aus dem Rückraum die Zähne aus, der Wurf von Amadeus Hedin blieb bereits im Abwehrblock hängen. In der 14. Minute war es Lukas Frühstück, der mit einer genialen Passfinte seinen Gegenspieler auswackelte und bei Kishou einnetzte, direkt gefolgt von Marian Klopcics Flügeltreffer (7:4, 14. Spielminute).

Während Bregenz Handball teilweise wie versteinert in der Abwehr agierte und ihren Gegnern somit zu leichten Toren verhalf, spielte Handball Tirol wie bereits im Hinspiel konsequent robust in der Deckung. Wenn die Abwehr nicht bereits schon den Ball aus den Bregenzer Reihen klaute, war es Kishou der letztendlich die Kugel in der Hand hatte. Robert Hedin stellte in der 21. Minute auf eine 6:0 Deckung um, mit Ante Esegovic auf der rechten Seite. Er konnte zwar direkt vorne einnetzten (12:6, 23. Spielminute). Aber die Schwazer Torfabrik überrannte wahrlich seine Gäste weiter, bis abermals Lukas Frühstück mit seinem Treffer zum 14:7 einen 4:0 Run einläutete. So konnte bis zur Halbzeit der Rückstand auf vier Tore verkürzt werden. Mit 15:11 gingen die Teams in die Kabinen.

Nach der Halbzeitpause agierte Bregenz Handball aggressiver in der Deckung und erschwerte es den Silberstädtern an schnelle Tore zu kommen. Doch im Angriff waren sie weiterhin vom Wurfpech verfolgt, das nötig gewesene Zielwasser schien es in der Halbzeit nicht gegeben zu haben. Zu oft landete der Ball neben oder über dem Tor, so dass die Hausherren wiederum zu schnellen Toren kamen. In der 45. Spielminute holte Robert Hedin wieder sein Team zu sich. Zuvor nutzten die Schwazer ihre Überzahl und trafen dreimal in Folge. So lagen die Festspielstädter zur Hälfte der zweiten Halbzeit wieder mit sechs Toren zurück (21:15).

Ein probates Mittel um Schwaz an diesem Abend zu überwinden fanden Beljanski & Co nicht. Vier Minuten vor Schluss konnten Ante Esegovic und Bojan Beljanski den Rückstand zwar wieder auf drei Tore verkürzen (25:22). Doch das sollte es dann auch gewesen sein. Die Festspielstädter verlieren mit 28:23 das Match. Die Niederlage im Rückspiel ist die Zweite im Westderby des Viertelfinals und bedeutet somit das Saisonaus für die Bregenzer Handballer.

Tore Bregenz Handball:

Esegovic 5, Hedin 5, Varvne 4, Beljanski 4, Frühstück 3, Klopcic 1, Bammer 1

Stimmen zum Spiel: 

Dominik Bammer, Bregenz Handball: 

"Wir sind nach Schwaz gereist um zu siegen. Wir haben versucht alles zu geben, doch Schwaz war wieder einmal stärker. Bei uns hat nur wenig geklappt. Die Enttäuschung ist rießig. Dennoch Glückwunsch an Schwaz, sie haben verdient gewonnen."

Amadeus Hedin, Bregenz Handball: 

"Mir fehlen die Worte zu unserer Leistung. Mit dem frühzeitigen Saisonaus haben wir absolut nicht gerechnet. Mit dieser Leistung konnten wir Schwaz auch nicht besiegen."


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