13.09.2019

Start frei für Wälderhalle

Die Eishalle inklusive Diskothek kommt – die sogenannten Wälderhalle! Sowohl was Architektur als auch Finanzierung betrifft, konnte eine Einigung erzielt werden.

Darüber informieren die Partner – eine private Investorengruppe, die REGIO Bregenzerwald und das Land Vorarlberg. Insgesamt sind für das Gesamtprojekt, einen modernen Rundbau, zehn Millionen Euro veranschlagt. Nachdem das Vorhaben auf breite Zustimmung stößt, bereiten die Projektbetreiber im nächsten Schritt die Baueinreichung vor, um die Umsetzung mit Hochdruck weiter voranzutreiben.

Für das Bauwerk ist eine breite Nutzung vorgesehen: Die Eishalle wird dem EC Bregenzerwald und dessen intensiver Nachwuchsarbeit zur Verfügung stehen. Ebenso sollen weitere Vereine und auch Schulen von der Infrastruktur profitieren. Für die Öffentlichkeit wird in der Eishalle Publikumslauf zu attraktiven Zeiten angeboten. Mit Blick darauf handelt es sich auch um eine wertvolle Ergänzung des touristischen Angebots im Bregenzerwald.

Daneben begrüßen die Gemeinden ausdrücklich, dass eine attraktive Ausgehmöglichkeit für die Jugend der Region entsteht – seit Realisierung des Kreisverkehrs in Andelsbuch und der damit verbundenen Schließung des E-Werks gibt es keine Diskothek mehr im Bregenzerwald. Im Konzept der Wälderhalle ist diese in derselben Größe und vielfältig bespielbar wieder vorgesehen.

Der Finanzierungseinigung vorausgegangen sind viele Jahre intensiven Dialogs.

Das Bestreben, im Bregenzerwald eine Eishalle zu errichten, geht bis ins Jahr 1996 zurück. 9 verschiedene Varianten in 6 verschiedenen Gemeinden wurden mehr oder weniger intensiv diskutiert und wieder verworfen.

Erst im Jahr 2016 zeichnete sich ein umsetzbares und breit getragenes Projekt ab. Nach der Änderung der Organisationsstruktur – weg vom Eishockeyverein hin zu einer Investorengruppe – dem wichtigen Angebot einer Ausgehmöglichkeit für die Jugend und einer möglichen Situierung in idealer Lage im Bereich Sporenegg unterstützte die REGIO Vollversammlung einstimmig die weitere Projektentwicklung.
Die Frage nach der Finanzierung konnte jetzt geklärt werden.

Die Gesamtinvestition liegt bei 10 Millionen Euro. 6 Millionen Euro davon kommen aus der Region: die privaten Investoren und Sponsoren übernehmen den beachtlichen Betrag von 5,5 Millionen, die restlichen 0,5 Millionen kommen von der REGIO Bregenzerwald. Das Land Vorarlberg steuert die fehlenden 4 Millionen Euro bei.

Die Kosten für die Gastronomie und Diskothek liegen bei rund 1 Million Euro, diese Kosten werden zur Gänze von den Investoren getragen und nicht öffentlich gefördert.

Sollten die Baukosten überschritten werden, trägt diese Mehrkosten die Investorengruppe. Der Kauf der Grundfläche konnte bereits erfolgreich abgewickelt werden, die Strategische Umweltprüfung des Projekts wurde 2018 durchgeführt.

Die Betreiber arbeiten nun mit Hochdruck an der Baueinreichung und Erfüllung aller notwendigen Vorgaben. Ein Baustart ist im Frühjahr 2020 möglich, die Fertigstellung ist bis zum Saisonbeginn 2021 geplant.
Wesentliche Entscheidungsgrundlagen für die Finanzierungsgespräche waren:

Es handelt sich um ein vorbildhaftes Private-Public-Partnership-Projekt, mit enormem Engagement von privaten Investoren, großteils aus der Region.

Die Investoren garantieren einen kostendeckenden Betrieb der Halle und übernehmen für 10 Jahre das Betriebsrisiko. Sollte die Halle wider Erwarten nicht wirtschaftlich führbar sein, kann sie in eine betriebliche Nutzung überführt werden mit anteiliger Rückzahlung der Förderungen der öffentlichen Hand. Die Standortgemeinde erhält für diesen Fall ein Vorkaufsrecht.

Öffentlich gefördert wird einmalig die Investition in eine Sporteinrichtung, nicht aber die laufenden Betriebskosten.

Den Hallenbetrieb übernimmt eine private Gesellschaft, sie ist nicht an den Erfolg des Eishockey-Vereins gebunden. Der Verein ist Mieter der Halle, nicht Betreiber und nicht Gesellschafter.

Für die Standortgemeinde wird durch das Projekt die Erschließung eines Betriebsgebiets mit einer Größe von 3,3 ha ermöglicht.

Der Anteil der Region wird zum Großteil von privaten Investoren aufgebracht, was besondere Anerkennung verdient.

Die Lage ist ideal: direkte Verkehrsanbindung, öffentlich erschließbar mit einer neuen Bushaltestelle, keine direkten Anrainer, in späterer Folge kann die Fläche der Mülldeponie als Parkplatz verwendet werden.