29.06.2022

WM-Traum ist mit
Niederlage geplatzt

Der WM-Traum des U19-Nationalteams (JG 2003) ist geplatzt. Österreich muss sich im entscheidenden Playoff für die WM-Endrunde gegen die Slowakei mit 0:1 geschlagen geben.

Das ÖFB-Team beginnt in Trnava selbstbewusst und mit viel Ballbesitz, muss aber schon nach zwei Minuten einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Nach einem Zweikampf mit Viktor Sliacky bleibt Kapitän Ervin Omic mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen und muss mit schließlich mit einer Knieverletzung ausgewechselt und durch Florian Wustinger ersetzt werden.

Die Auswahl von Teamchef Martin Scherb lässt sich von diesem Verletzungsschock aber nicht unterkriegen und findet gleich in den ersten Spielminuten zwei gute Abschlussgelegenheiten vor. Zunächst zieht Jakob Knollmüller nach einem Abwehrfehler der Slowaken Richtung Tor und verzieht mit seinem Schuss knapp. Wenig später versucht es Benjamin Kanuric aus der Distanz, sein Flachschuss geht einen guten Meter am Tor der Slowaken vorbei.

Doppelter Verletzungsschock

Nach etwas mehr als 20 Minuten muss Teamchef Scherb bereits ein zweites Mal verletzungsbedingt wechseln. Justin Omoregie hat nach einem langen Schritt bei einem Zweikampf Probleme mit dem Oberschenkel, er wird durch Samuel Mischitz ersetzt.

Mit Fortdauer der ersten Spielhälfte gestaltet sich das Spiel immer ausgeglichener, auch wenn Österreich bis zum Seitenwechsel mehr von der Partie hat. Die Slowakei kommt kein einziges Mal gefährlich vor das Tor von Elias Scherf.

In Minute 41 setzt sich Kanuric dann auf der rechten Seite durch, zieht in den Strafraum ein und kann mit einem Schuss ins kurze Eck den slowakischen Keeper Adam Hrdina prüfen. Auch Knollmüller kommt aus guter Position noch einmal zum Abschluss, sein Schuss ist aber keine Herausforderung für Hrdina.

Tausend-Gulden-Schuss trifft ÖFB-Team mitten ins Herz

Unmittelbar vor dem Seitenwechsel begeht Wustinger sein zweites Foul und sieht dafür zum zweiten Mal Gelb. Damit muss Österreich die gesamte zweite Spielhälfte zu zehnt bestreiten.

Trotz der Unterzahl versteckt sich die ÖFB-Auswahl auch nach der Pause nicht. Knollmüller hat die erste Chance, einmal mehr kann Hrdina aber halten. Richtig nah an der Führung ist dann Kanuric dran, der nach etwa einer Stunde aus der Distanz beherzt abzieht und nur an der Oberkante der Latte scheitert.

Beherzter Kampf in Unterzahl wird nicht belohnt

Die Slowakei kommt trotz numerischer Überlegenheit kaum zu gefährlichen Aktionen, bis zur 65. Minute. Linksverteidiger Samuel Kopasek zieht außerhalb de Strafraums einfach einmal ab und sein Tausend-Gulden-Schuss senkt sich unhaltbar für Scherf ins lange Eck zur Führung für die Gastgeber.

Auch durch den Rückstand lässt sich Österreich nicht beirren und versucht mit aller Kraft den Ausgleich zu erzielen. In Minute 80 wird ein Schuss von Yusuf Demir abgefälscht, wenig später versucht es Adis Jasic, aber sein Schuss geht über das gegnerische Tor.

Alle Bemühungen in den Schlussminuten führen aber leider zu keinem Torerfolg mehr. In der Nachspielzeit sieht mit Demir noch ein zweiter ÖFB-Akteur Gelb-Rot. Österreich verliert das Playoff für die U20-WM gegen die Slowakei äußerst unglücklich mit 0:1.

Stimmen zum Spiel

Teamchef Martin Scherb: "Die Enttäuschung ist jetzt so kurz nach dem Ende sehr groß, weil wir unser bestes Turnierspiel gemacht haben. Wir waren auch mit zehn Spielern das bessere Team, müssen aber schon vor der Pause unsere Chancen nützen. Die Slowaken machen aus einer Chance leider ein schönes Tor. Die EM war eine tolle Erfahrung für uns alle. Leider hat es heute nicht geklappt, das tut sehr weh."

Jakob Knollmüller: "Die Verletzung von Ervin gleich zu Beginn war sehr bitter für uns, dann bekommen wir kurz vor der Pause auch noch meiner Meinung nach zu Unrecht eine Gelb-Rote Karte. Trotzdem haben wir alles gegeben und ich habe auch eine super Chance zur Führung gehabt. Leider habe ich da aber den Ball nicht richtig getroffen. Das ist extrem bitter und tut mir leid für ganz Österreich. Mir fehlen jetzt einfach die Worte, weil wir unser Ziel nicht erreicht haben. Wir wollten unbedingt zur WM und sind jetzt sehr niedergeschlagen."

Samuel Mischitz: "Es ist in diesem Spiel sehr viel gegen uns gelaufen. Wir haben bis zuletzt alles versucht, sind aber leider nicht belohnt worden. Mit einem Mann weniger ist es natürlich nicht einfach, aber wir haben alles gegeben und versucht, unsere Prinzipien weiter zu verfolgen. Auch die Unterstützung da gesamte Turnier über war großartig, dafür sind war auch sehr dankbar. Jetzt sind wir einfach nur enttäuscht, dass wir es nicht zur WM geschafft haben."


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