29.07.2020

Ringer im Trainingslager

Obere Reihe: David Halbeisen, Johannes Ludescher und Simon Hartmann (v.l.). Untere Reihe: Sargis Gevorgizyan, Stefan Steigl, Florine Schedler, Jeannie Kessler, Kai Nöster (v.l.).

Noch in Wagrain war ein gemeinsames Mattentraining nicht möglich. Allerdings sah dies in Steinbrunn am Neufelder See ganz anders aus. Hier kam der Top 1-Kader des ÖRSV zusammen: Darunter auch Jeannie Kessler, Johannes Ludescher, Simon Hartmann, David Halbeisen und Stefan Steigl (alle KSK Klaus), Florine Schedler (URC Wolfurt) und Sargis Gevorgizyan (AC Hörbranz). Betreut wurden die Kaderathleten des RSVV durch Kai Nöster.

Am Ende war es ein vielversprechendes Comeback mit einem intensiven Training für alle Beteiligten. Kai Nöster zieht daher ein positives Resümee: „Für uns Vorarlberger ist das Trainingslager sehr gut verlaufen.“ Vier Matten lagen im Landessportzentrum VIVA aus. Täglich wurde trainiert. Allein acht Übungsleiter standen den 18 Sportlerinnen und Sportlern zur Verfügung. „Das sind Bedingungen, die wir den Athleten gerne erfüllen“, freut sich Nöster über den reibungslosen Ablauf und die ausgezeichneten Bedingungen vor Ort. Auch ÖRSV-Präsident Mag. Thomas Reichenauer stattete dem Bundeskader einen Besuch ab.

Drei intensive Matteneinheiten, zweimal Krafttraining und ein Regenerationstag – hier ging es an den nahegelegenen Neufelder See – standen zur Buche. Was Kai Nöster positiv auffiel, „ist der kommunikative Austausch zwischen den Sportlern und Trainern. Alle haben sich super verstanden“, verweist der hauptamtliche Landestrainer des RSVV dabei auf die täglichen Analysen der Einheiten in lockerer Atmosphäre beim und auch nach dem Abendessen. Rund vier Monate mussten die Athleten auf diesen Moment warten. Doch der erste gemeinsame Aufschlag des ÖRSV-Teams der Griechisch-Römisch-Spezialisten und Freistiler beim Mattentraining hatte es in sich.

„Jeder Ringer aus dem Ländle hat sich in Steinbrunn mächtig ins Zeug gelegt und hundertprozentigen Einsatz gezeigt“, lobt Nöster seine Ringer. Für den Klauser Stefan Steigl war das Training im Landesleistungszentrum richtig knackig. „Ich habe das schon gespürt“, betont der 26-Jährige, der aber trotzdem enormen Spaß hatte. „Anfangs war es ein etwas ungewohntes Gefühl, was sich aber schnell widerlegte.“ Positiv wertet er den Trainerwechsel im griechisch-römischen Stil. „Ich freue mich, dass hier neuer Schwung hineingebracht wurde“, sagt der KSK‘ler im Nachgang.

Auch für Vereins- und Kaderkollege David Halbeisen war die Maßnahme im Burgenland sehr gelungen. Auch er lobt bereits die ersten Schritte des neuen Bundestrainers und Sportdirektors Benedikt Ernst. „In Steinbrunn haben wir gleich gemerkt, dass hier etwas vorwärts geht und zwar Schritt für Schritt.“

Lange ausruhen ist für die Athleten erst einmal nicht möglich: Bereits nächste Woche geht es nach Wals, wo vorwiegend die Griechisch-Römisch-Athleten wieder zum Zuge kommen. Auch Steigl und Halbeisen werden hier wieder mit dabei sein, wenn gleich sie wissen, dass der Ausflug ins Salzburger Land kein Zuckerschlecken sein wird. „Dort befassen wir uns primär nur mit der Bodentechnik“, sagt Kai Nöster. „Generell ist der Bodenkampf heftig, gerade jetzt, weil wir schon seit Wochen und Monaten hier wenig bis gar nichts trainiert haben“, macht Halbeisen deutlich und Stefan Steigl ergänzt: „Ich erwarte eine sehr intensive Woche“, will er an seiner Technik feilen und sich natürlich weiterentwickeln.  „Ich bin überzeugt, dass mich auch dieses Trainingslager enorm weiterbringen wird.“

Übrigens hat der RSVV-Sportdirektor auch Freistiler Johannes Ludescher für diese Maßnahme eingeladen. Ab dem 16. August geht es dann erneut nach Steinbrunn. Dann sollen allerdings mehr Athleten dorthin berufen werden, auch aus dem Ländle.