29.04.2018

Adi Hütter krönt sich
zum König von Bern

Ganz Bern liegt dem Vorarlberger Adi Hütter zu Füßen. Mit dem in vorletzter Minute fixierten 2:1-Sieg gegen Luzern haben die Young Boys nach 32 Jahren endlich wieder den Meistertitel geholt.

Ganze 89 Minuten mussten die YB-Fans warten, bis der eingewechselte Jean Pierre Nsame den Siegtreffer für Adi Hütters Meisterteam erzielte. Fünf Minuten später stürmten Abertausende Berner den Kunstrasenplatz und feierten ihre Lieblinge. Eine ganze Stadt war endlich vom Fluch erlöst, nicht Schweizer Fußballmeister werden zu können. Mitten drinnen: Adi Hütter der König von Bern. Für den ein Transparent aufgezogen wurde mit dem Titel: „Trainergott Adi Hütter.“ Als die Mannschaft fast zwei Stunden auf den Balkon der Champions Longue trat, feierten immer noch fast alle der 31.000 Fans ihre Meistermannschaft. Die Stimmung im „Wankdorf“ schwappte über, blieb aber – wie es eigentlich zur Stadt Bern bestens passt – friedlich. „Ich kann das noch nicht wirklich fassen. Aber eines weiß ich jetzt schon: Das ist sicher der schönste Titel, den ich je gewonnen habe“, sagte Hütter nach der brisanten Partie. In der die Berner ein Dutzend Sitzer ausließen, Gegner Luzern ging dann aus einem Freistoß sogar in Führung. Nur Minuten später glich YB durch einen Hoarau-Elfer aus. „Das Spiel die Schlussphase war bezeichnend für unsere Saison“, meinte Hütter weiter. Diese Schlussphase hatte es in sich. Zuerst parierte YB-Keeper Marco Wölfi einen Foulelfmeter, dann traf Nsame nach einem Eckball aus einem Gestocher heraus zum Siegtreffer, weil das Hütter-Team immer an sich selbst glaubt.

Adi Hütter hat jetzt stolze elf Titel auf seinem Konto. Aber der 48-Jährige aus Altach hat noch nicht genug. Am 27. Mai wartet das Cupfinale gegen den FC Zürich auf YB. Und damit der zwölfte Titel.