17.01.2018

Kooperation zwischen Akakademie, FFC Vorderland und RW Rankweil

Fünf Jahre lang versuchten Vorarlberger Frauenfußball-Vereine den Aufstieg von der zweiten Bundesliga Mitte/West in die Bundesliga und scheiterten immer knapp an der Qualifikation für die Relegationsspiele. Erst im Laufe der Saison 2016/17 war klar, dass sich eines der beiden führenden Vorarlberger Teams für die Relegation qualifizieren und um den Aufstieg mitspielen würde.

Am Ende behielt der FFC fairvesta Vorderland den kühleren Kopf, gewann die wichtigen Derbys und qualifizierte sich für die Relegationsspiele. Am 24. Juni 2017 war es dann soweit: Die Vorderländerinnen gewannen vor 650 Zuschauern - nach einem Unentschieden in Wien - das Rückspiel der Relegation gegen den ASK Erlaa und konnten so den Aufstieg fixieren.

In der Saison 2017/18 spielt also mit dem FFC fairvesta Vorderland erstmals seit 17 Jahren ein Vorarlberger Verein in der obersten Frauenfußballliga. Ein Team, dass sich nicht nur in der höchsten Spielklasse etablieren konnte, sondern zudem als Überraschungsmannschaft der Hinrunde gilt. RW Rankweil bleibt eines der Topteams in Vorarlberg und konzentriert sich aktuell auf eine Neuausrichtung der Damenabteilung innerhalb des Vereins.

Aber nicht nur die sportliche Leistung der Vorarlbergerinnen lässt sich sehen. Die beiden Teams stehen sowohl in der Zuschauerstatistik, als auch bei den Presseveröffentlichungen ganz vorne. Hier ist Vorarlberg einen großen Schritt weiter als andere österreichische Regionen.  

FFC fairvesta VORDERLAND

Der FFC setzt auf eine Mischung von Nachwuchsaufbauarbeit und dem Einsatz routinierter Fußballspielerinnen. Rund 70 Mädchen und Frauen spielen in den drei Teams des FFC, was rund 10% aller Spielerinnen in Vorarlberg entspricht. Man konzentriert sich mit der II. und III. Mannschaft primär auf den Aufbau und die Weiterentwicklung von Vorarlberger Spielerinnen. Talente werden dabei gezielt an das Niveau der Kampfmannschaft herangeführt. Aufgund des Einsatzes von u.a. jungen Talenten ist die Kampfmannschaft die zweitjüngste der Bundesliga. Während beispielsweise das Durchschnittsalter der Kader der beiden Topteams zwischen 22 Jahre (Landhaus) und 24,6 Jahre (St. Pölten) ist, beträgt das Durschnittsalter der Vorderländerinnen lediglich 20,8 Jahre.

RW RANKWEIL

Die Damenabteilung von RW Rankweil war fünf Jahre lang das Maß aller Dinge im Vorarlberger Frauenfußball. Nach dem Aufstieg des FFC fairvesta Vorderland und einigen Abgängen stehen die Rankweilerinnen aber aktuell vor einer für sie nicht zufrieden stellenden Situation. Mitte November startete der FC RW Rankweil deshalb ein Projekt, welches die erst Mannschaft festigen und sogar eine zweite Mannschaft aufbauen soll. Hierfür werden keine gesonderten Frauen-, Damen- oder Mädchenabteilungen mehr geführt. Mädchen-Nachwuchs soll zukünftig in die Agenden des Nachwuchsleiters, die Damenkampfmannschaft in die Agenden des Zuständigen für Erwachsenenfußball fallen. Somit soll Beständigkeit geschaffen werden und die Attraktivität des Frauenfußballs in Rankweil gesteigert werden.

KOOPERATION / NACHWUCHSARBEIT

Die über ganz Vorarlberg verstreuten Fußballvereine legen durch ihre gute Nachwuchsarbeit den Grundstein dafür, dass bei vielen Spielerinnen das Talent erst sichtbar wird und diese sich für den Frauenfußball begeistern.  Die weitere Ausbildung der Spielerinnen durch ausgezeichnet ausgebildetete Trainerinnen und Trainer in den beiden Bundesliga-Clubs oder der Fußballakademie sind erst der zweite Schritt in der Nachwuchsarbeit. Viele Spielerinnen finden durch gelebte Kooperationen mit regionalen Fußballvereinen ihren Weg nach Rankweil oder zum FFC fairvesta Vorderland. Den „Vorarlberger Weg“, den beispielsweise der SCR Altach bisher erfolgreich beschreitet, soll für den Frauenfußball adaptiert werden. Der Nachwuchs ist ein wichtiger Faktor und nur durch eine kontiniuerliche Aufbauarbeit junger Talente, sollen sich die beiden Teams in den jeweiligen Ligen halten und sich laufend weiterentwickeln.

AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE FUSSBALLAKADEMIE

In der Fußballakademie werden die Talente dem Alter entsprechend ganzheitlich im fußballspezifischen, sowie im Bereich ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Technik und Spielfähigkeit, sowie die taktischen Grundlagen moderner Spielsysteme gehören ebenso dazu, wie die konditionell-motorischen Bereiche und die individual-taktische Ausbildung. Es besteht ebenso die Möglichkeit, in der ÖFB-Projekt 12–Trainingsgruppe im AKA-Vormittagstraining integriert und sehr individuell gefördert zu werden (Bsp. Anna Bereuter). Mädchen trainieren mit den talentiertesten Jungs des Landes in denselben Trainingsgruppen (je nach Leistungsstärke evtl. mit einem jüngeren Jahrgang). Die Akademie deckt sämtliche Altersstufen von der U11 (LAZ Vorstufe) bis hin zur AKA U18 ab, dadurch ist für jedes talentierte Mädchen eine geeignete Förderung vorhanden.

Die Integration einzelner Mädchen, in eine der Burschen Auswahlmannschaften oder teilweise sogar in eines der AKA Teams ist möglich bzw. förderlich. Anna Bereuter, Jana Sachs und Eileen Campbell haben diese Erfahrungen bereits gemacht. Nach dem Wechsel in ein Damen – Team, werden die Spielerinnen bis zur Matura im Sportzweig (Vormittagstraining, Polysportive Stunden, Sportkunde) der AKA weiterbetreut und begleitet. Eine sportmedizinische und sportpsychologische Begleitung ist ebenfalls jederzeit gewährleistet. Die Mädchen sind ebenfalls in die Medizinchecks (1 x pro Jahr) und die sportmotorischen Tests (2 x jährlich) der AKA Vorarlberg voll integriert.

Nach Absprache mit dem Stammverein der Spielerinnen können Sie sogar weiterhin 1-2 x pro Woche abends in der AKA mittrainieren, was an den Beispielen von Anna Bereuter, Jana Sachs und Eileen Campbell in der Praxis bereits erprobt wurde. Ein enger Kontakt zum Vereinstrainer ist in solchen Fällen natürlich notwendig und gewährleistet.

Bereits in der Mehrerau (Sportzweig, Fußballakademie)
• Jana Sachs, 7. Klasse, Jhg. 2000, FFC Vorderland
• Eileen Campbell, 7. Klasse, Jhg. 2000, RW Rankweil
• Anna Bereuter, 6. Klasse, Jhg. 2001, FFC Vorderland
• Vanessa Gajdek, 2. Klasse, Jhg. 2005, SW Bregenz
• Selina Gmeiner, 2. Klasse, Jhg. 2006, FC Dornbirn

„Der VFV nimmt die Förderung des Frauenfußballs sehr ernst und möchte hier nachhaltig Strukturen schaffen. Wir setzen aktuell auf verschiedenen Ebenen Impulse, um diesen Bereich zu pushen und zu unterstützen.“


 SPORTLICHE ZIELE DER TEAMS:

Etablierung in den jeweiligen Ligen   Minimierung des Vorsprungs auf die Top-Teams Kompetenter Ansprechpartner für weibliche  Fußballtalente in Vorarlberg und Umgebung Festigung der Mannschaften

SPORTLICHE ZIELE FUSSBALLAKADEMIE:

Schaffung einer Struktur, welche mittelfristig zu  einer der besten Talenteförderungseinrichtungen  in Österreich führt.  Entsprechendes Praxisangebot für Spielerinnen   Weiterentwicklung Frauenfußball in Vorarlberg

Ein wesentlicher Teil der Fußballakademie sind - neben der rein sportlichen Ausbildung - das schulische und außerschulische Angebot am Collegium Bernardi. In der ganztägigen Schulform werden Unterricht, Lernzeiten, Freizeit und Betreuung bestmöglichst miteinander abgestimmt.

KOOPERATION IM DETAIL

Die FUSSBALLAKADEMIE MEHRERAU (VFV + PG Mehrerau/Sportzweig) kooperiert in der Talenteförderung mit dem Bundesligaverein FFC fairvesta Vorderland und dem Zweitligisten RW Rankweil Damen

Beide Seiten bemühen sich um eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Förderung von talentierten Frauen und Mädchen, welche in der Fußballakademie Mehrerau (Privatgymnasium Mehrerau, Sportzweig) gefördert werden.

Kooperationsinhalte:

Durchführung von unterstützenden Lehr-Trainingseinheiten der Kampfmannschaften beider Vereine in der Fußballakademie Mehrerau

Unterstützende Trainings von Spielerinnen im Rahmen des-AKA Vormittagstrainings

Regelmäßig Schnuppertrainings von Spielerinnen der Fußballakademie Mehrerau in der Bundesliga und Zweiten Liga

Regelmäßiger Austausch bez. Optimierungsmaßnahmen für den Frauenfußball in Vorarlberg

Steigerung der Attraktivität des Frauenfußballs in Vorarlberg durch u.a. gemeinsame Werbeauftritte - Zweck ist u.a. das Finden und Fördern von Vorarlberger Fußballtalenten

Nutzung gegenseitiger Synergien (z.B. Medizinische Betreuung,...)

Mitbewerbung der Fußballakademie Mehrerau für Mädchen durch die beiden Vorarlberger Topvereine und umgekehrt.

Bewerbung der Vereine bei den Fußballerinnen der Fußballakademie, bzw. generell in der Schule


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