04.05.2017

Polizist als Sturmtank

Borihan Direnc (zweiter von rechts) in Polizeiuniform

Man muss wissen, wo der Ball als nächstes hingeht – im Polizeiberuf wie auch im Fußball!

Der 25-jährige Direnc BORIHAN ist Polizist. Und er ist glücklich, diese Entscheidung getroffen zu haben. „Den Traum Polizist zu werden hatte ich schon immer“ erzählt Direnc. „Aber neben dem Sport war das einfach zeitlich nicht möglich.“ Als junges Fußballtalent besuchte Diri die Fußballakademie Vorarlberg-Mehrerau und spielte danach sogar im U16 und U17 Nationalteam. Es folgten mehrere Jahre in der 2. Liga des FC Dornbirn, zur gleichen Zeit schloss er das Gymnasium mit der Matura ab. 

Ein Schulabschluss und eine gute Ausbildung waren ihm immer wichtig. „Als ich aufgrund einer Verletzung eine sportliche Pause einlegen musste, wurde mir umso mehr bewusst, dass Sport nicht alles ist. Ich habe mich bei der Polizei beworben, die Aufnahmeprüfung abgelegt und wurde prompt aufgenommen.“ So begann Diri im Juni 2014 im Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive in Feldkirch-Gisingen die Ausbildung zum Polizisten. In einer sehr sportlichen Klasse mit dem amtierenden Polizei-Europameister im Riesentorlauf, Martin Bischof, und dem Schibergsteiger David Kögler verging die Zeit wie im Flug. Seit März 2016 versieht er seinen Dienst auf der Polizeiinspektion Lustenau und schätzt dabei die Abwechslung, die der Beruf mit sich bringt. „Man weiß nie, was heute auf einen zukommt“, so der gebürtige Dornbirner. Auch den Zusammenhalt der Kollegen auf der Dienststelle schätzt er sehr.

Diri ist zweisprachig aufgewachsen, seine Eltern sind aus der Türkei. Das hilft ihm in seinem Beruf, sich mit den türkischsprachigen Menschen in Lustenau besser verständigen zu können. Oft können Probleme so einfacher gelöst werden, da die sprachliche Barriere einfach wegfällt. „Auch die Kommunikation mit den eigenen Kollegen – auch wenn nicht auf türkisch – ist enorm wichtig, da ich immer wissen muss, was mein Kollege macht oder welchen Schritt er als nächstes trifft. Das ist sicher eine Eigenschaft, die du auch als Fußballer haben musst, um erfolgreich zu sein.“

Heute ist Diri hauptberuflich Polizist, Fußball ist nur noch sein Hobby. Denn es ist nicht immer einfach, regelmäßiges Training und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Oft kommen halt kurz vor Dienstschluss noch Einsätze rein, da kommt es schon das eine oder andere Mal vor, dass der Dienst verlängert werden muss.“